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Weltkirche

Nachhaltige Unterstützung

Bischof Dr. Bertram Meier hat an diesem Donnerstag langjährige Projektpartner aus der Ukraine im Bischofshaus empfangen. Gemeinsam mit Weihbischof Volodymyr Firman und Pfarrer Ivan Vynnyk, Referent für Außenbeziehungen der Erzeparchie Ternopil–Zboriv, tauschte sich Bischof Bertram über die aktuelle Lage in deren Heimatland und die pastorale Situation vor Ort aus. Die diözesane Abteilung Weltkirche unterstützt die Arbeit der Erzeparchie in der Westukraine schon seit vielen Jahren.

Projektpartner aus der Westukraine zu Gast im Bischofshaus: Weihbischof Volodymyr Firman (links) und Pfarrer Ivan Vynnyk. (Foto: Nicolas Schnall / pba)

In der griechisch-katholischen Erzeparchie Ternopil-Zboriv stehen viele Geistliche vor existenziellen Nöten. Das geringe Einkommen aktiver Priester, die meist auch verheiratet sind, reicht oft schon kaum aus. Noch prekärer ist die Situation im Ruhestand, da die staatlichen Renten für Priester nur bei durchschnittlich 60 Euro liegen und keine ausreichende soziale Absicherung bieten. Um dieser Härte entgegenzuwirken, hat die Erzdiözese einen Solidaritätsfonds eingerichtet.

Zur langfristigen Finanzierung des Fonds setzt die dortige Bistumsleitung auf ein zukunftsorientiertes Projekt: Der Aufbau eines Solarfeldes soll eine stabile, unabhängige Einnahmequelle schaffen. Durch Eigenverbrauch und die Einspeisung von umweltfreundlichem Strom werden sichere Einnahmen generiert. Zudem wird soziale Fürsorge direkt mit Nachhaltigkeit und ökologischer Verantwortung verknüpft und hilft, die durch den russischen Angriffskrieg angeschlagene Energieinfrastruktur des Landes zu stützen.

Vorangetrieben wird die Initiative von Metropolit Teodor Martynyuk, unterstützt wird er von Weihbischof Wolodymyr Firman, der bereits erfolgreich landwirtschaftliche und soziale Strukturprojekte in der Region initiiert hat. Durch die Solaranlage, die auf kirchlichem Boden aufgebaut werden soll, gelingt der Eparchie ein wegweisender Schritt: Das Projekt verbindet soziale Fürsorge direkt mit ökologischer Schöpfungsverantwortung. Man sichert die Grundversorgung der Priester und leistet gleichzeitig einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz und Wiederaufbau.

Bereits vor Ausbruch des Krieges unterstützte das Bistum Augsburg den Bau eines Bildungs- und Pastoralzentrums der Erzeparchie am Wallfahrtsort Zarvanytsia, der ein wichtiges religiöses Zentrum für weite Teile des ehemaligen Galiziens darstellt. Neben den Gebäuden am Wallfahrtsort besitzt die Erzdiözese einen landwirtschaftlichen Betrieb mit aktuell rund 200 Nutztieren. Mit den daraus erwirtschafteten Erträgen wird die soziale und pastorale Arbeit, das Priesterseminar, die Wallfahrtsstätte und vieles mehr finanziert.