Weltfreiwilligendienst: Keine Einbahnstraße
Seit vielen Jahren schon werden junge Frauen und Männer über den Weltfreiwilligendienst des Bistums nach Südamerika entsandt. Bei einer Begegnung mit Bischof Bertram im Bischofshaus haben an diesem Montag Gäste aus Chile und Peru zusammen mit dem Leiter der Abteilung Weltkirche und Mitarbeiterinnen vom Weltfreiwilligendienst die beiden Projekte vorgestellt, in denen die Freiwilligen aus Deutschland mitarbeiten. Der einwöchige Besuch der Projektverantwortlichen im Bistum Augsburg findet heuer erstmals statt und dient dem gegenseitigen Austausch und besseren Kennenlernen.
Für eine Woche besuchen Projektpartnerin Janet Sanchez aus Peru mit Ehemann und Tochter sowie Franzisko Collio aus Chile von den Partnerorganisationen aus Südamerika das Bistum. Jedes Jahr nehmen sie mehrere junge deutsche Freiwillige aus Deutschland in ihrer Schule Santa Franzisko in Huaura (Peru) und bei dem Projekt Niños de las Estrellas („Sternenkinder“) in Los Angeles (Chile) auf.
Auf dem Besuchsprogramm stehen Projekteinrichtungen in der Diözese wie etwa Behinderteneinrichtungen des Dominikus-Ringeisen-Werkes in Ursberg und Augsburg sowie die Jugendbildungsstätte Babenhausen und die Aktion Hoffnung in Ettringen. Außerdem referiert ein Referent zum Thema „machtkritische Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen“. Ein Stadtrundgang in Augsburg mit besonderem Schwerpunkt auf der Kolonialgeschichte rundet das Programm ab. Am Samstag stoßen zum Abschluss ehemalige und aktuelle Freiwillige aus Peru, Chile und Deutschland zu einem Austausch dazu. Im Anschluss an diese intensive Woche wird Familie Sanchez, deren älterer Sohn aktuell eine Ausbildung zum Heilerziehungspfleger beim DRW macht, die Gründerin der Projekte in Peru, Barbara Haberstock, in Sonthofen besuchen.
So wird gelebte Solidarität spürbar
Der Weltfreiwilligendienst Augsburg – angesiedelt in der Abteilung Weltkirche – ist ein Angebot für junge Menschen zwischen 18 und 28 Jahren, die sich ein Jahr lang aktiv für die Eine Welt einsetzen möchten. Die Freiwilligen werden dabei in Partnerorganisationen in Chile, Peru, Tansania, Uganda, Rumänien und Litauen entsandt, wo sie in sozialen Projekten wie beispielsweise Kindergärten, Schulen, Einrichtungen für Menschen mit Behinderung oder Sozialstationen mitarbeiten.
Anton Stegmair, Leiter der Abteilung Weltkirche: „Die jungen Menschen leisten mit ihrem Freiwilligendienst einen wichtigen Beitrag zu bestehenden Partnerschaften des Bistums, sammeln neue Erfahrungen und zeigen großes soziales Engagement. Für die Freiwilligen, die Projektpartner im Ausland und die Menschen in Deutschland wird so Weltkirche und gelebte Solidarität spürbar. Seit 2018 nimmt das Bistum auch Freiwillige aus unseren Partnerländern auf, damit eine Begegnung auf Augenhöhe stattfindet und der Weltfreiwilligendienst keine Einbahnstraße bleibt.“
Daher werden die jungen Menschen vor dem Auslandsjahr bei Seminaren intensiv auf ihren Dienst vorbereitet. Auch während des Jahres und im Anschluss daran werden sie vom Weltfreiwilligendienst Augsburg pädagogisch betreut und begleitet. Finanziert wird der Weltfreiwilligendienst vom Bistum Augsburg und über das „weltwärts“- Programm des Bundesministeriums für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (BMZ) und den internationalen Jugendfreiwilligendienst des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ).
Kontakt
Abteilung Weltkirche
Weltfreiwilligendienst Augsburg
Hoher Weg 22., 86152 Augsburg
Telefon: 0821-3166 3114
E-Mail: freiwilligendienste@bistum-augsburg.de