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Eröffnung des Caritas-Sonntags

"Zusammen geht was!"

Augsburg (pca). Der bundesweite Caritas-Sonntag, auf den die Herbstsammlungswoche folgt, ist eröffnet. Mit einem festlichen Gottesdienst, den Bischof Dr. Bertram Meier gemeinsam mit einem Dutzend Geistlicher aus dem Caritas-Umfeld sowie Haupt- und Ehrenamtlichen im Augsburger Dom feierte, endeten die Caritas-Aktionstage unter dem Motto „Zusammen geht was. Caritas verbindet Generationen“. 

"Geh mit uns auf unserem Weg": Symbolisch dafür, dass nur mit Gott und zusammen etwas geht, wurden während der Fürbitten Schuhe vor den Altar gebracht. (Fotos: Nicolas Schnall / pba)

Bischof Bertram würdigte zu Beginn des Festgottesdienstes die Caritas mit besonderen Worten der Wertschätzung: „Die Caritas ist nicht nur eine Organisation, sie ist eine Haltung, die viele Tausende ehren- und hauptamtliche Mitarbeitenden der Caritas leben, die es Gott nach tut.“ Ihm ging es in seiner Predigt nicht nur um den sozialen Dienst in der Beratung, Pflege, Begleitung und in den vielen Einrichtungen zur Unterstützung von Menschen in Not. „Wir wollen ein bewusstes und spürbares gesellschaftliches Gegengewicht sein zu den weitverbreiteten Tendenzen von Abwertung, Abgrenzung und Abschottung“, so der Bischof.

So warb er um Anerkennung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Caritas. „Gerade heute - nicht nur in diesem bundesweiten Eröffnungsgottesdienst - sollen wir voller Freude und Dankbarkeit unseren Blick einmal bewusst auf die Menschen lenken, die kaum oder gar nicht in den Medien auftauchen, die es aber, Gott sei Dank, zu Tausenden in unserem Land gibt: Menschen, die anpacken, wo eine Hand gebraucht wird.“

In seinem Lob verwies er auf die Gaben in der Caritas. „Sie sind Menschen, die hinsehen, wo das Wahrgenommenwerden schon Menschenwürde stärkt, die selbst den leisesten Hilferuf verstehen, weil sie sozial sensibel sind“. Gleichzeitig zeigten sie ihre Haltung dadurch, dass sie für eine Sache zu kämpfen und auf die Straße zu gehen bereit sind und mit ihrem Fachwissen es schaffen, die andere wachzurütteln. Die Arbeit der Caritas dürfe dabei nicht als Arbeit von Spezialisten für Menschen in Not betrachtet werden. Die Caritas-Haltung, die sich in einem freundlichen Blick, bei einer einladenden Geste oder einer aufmerksamen Nachfrage zeige, diene allen Menschen auch in ihrem Alltag: „,Wie gut tut uns dies, wenn wir uns fremd, übersehen, allein, erschöpft und benachteiligt fühlen!“

Bischof Bertram gab deshalb allen Mitarbeitenden der Caritas, ob sie im Augsburger Dom den Festgottesdienst mitfeierten oder per Livestream daran teilnehmen, vier kurze kurze ‚Mutmachsätze‘ mit auf ihren Weg. „Gib nicht zu früh auf. Such Dir Verbündete. Geh auch unkonventionelle Wege. Lass Dich nicht beirren.“

„Zusammen geht was“ gilt es im Leben zu beherzigen. Das brachte auch das eigens für diese Caritas-Kampagne komponierte und getextete Lied von Pater Norbert Becker zum Ausdruck, das zum Auszug ertönte und die Gottesdienstbesucher zum Klatschen animierte. Die Caritas und die Kirche könnten viel erreichen. „Wir halten zusammen, wir achten einander, legen los und verändern die Zeit“, heißt es in aller Deutlichkeit im Refrain.

Augsburgs Oberbürgermeister Dr. Florian Freund bedankte sich am Ende des Gottesdienstes dafür, wie sehr die Caritas die Stadt in den vergangenen Tagen in den Mittelpunkt des Interesses gerückt habe. Die Kirchen, Caritas und Diakonie sollen sich gewiss sein, dass Augsburg in dem Bemühen für einen guten Zusammenhalt an ihrer Seite ist. „Wir pflegen hier unsere Tradition, dort Brücken zu bauen, wo andere spalten.“ Ausdrücklich dankte er als Politiker den beiden Wohlfahrtsverbänden für ihre „Augsburger Thesen für einen solidarischen Staat“. Politiker müssten immer wieder daran erinnert werden, worauf es ankommt. Caritas und Diakonie gelte auch der Dank dafür, dass sie „in vorbildlicher Weise den Zusammenhalt vorleben“.

Auch die Präsidentin des Deutschen Caritasverbandes Eva Maria Welskop-Deffaa sprach am Schluss die entscheidenden Worte zur Eröffnung des Caritas-Sonntags. „Zusammen geht was. Das müssen wir alle beherzigen, wenn wir die Herausforderungen der Zukunft gut bewältigen können wollen.“