Bischof Bertram: „Große Chancen für Miteinander der Kirchen und Religionen“
Augsburg (pba). Bischof Dr. Bertram Meier sieht in einem konstruktiven Miteinander der christlichen Konfessionen und der verschiedenen Religionen große Chancen. „Die Gesellschaft darf von den Religionen erwarten, dass sie ihr Friedenspotenzial entfalten und gegenseitiges Verständnis fördern“, sagte der frischgewählte Vorsitzende der neuen Kommission „Ökumene und interreligiöser Dialog“ innerhalb der Deutschen Bischofskonferenz in einem Exklusivinterview mit der Katholischen SonntagsZeitung.
Gerade in einer Gesellschaft, in der Polarisierungen spürbar zunehmen würden, so der Bischof, sollten die christlichen Kirchen „glaubwürdig Zeugnis vom Wert des Dialogs und des gegenseitigen Respekts ablegen“. Hinsichtlich des bevorstehenden 500-jährigen Jubiläums der „Confessio Augustana“, mit der sich im Jahre 1530 in Augsburg das protestantische Bekenntnis manifestierte, sagte Bischof Bertram, dass niemand ein Interesse daran haben könne, die Diskussion sich in der Erörterung doktrinärer Spitzfindigkeiten erschöpfen zu lassen: „Ich wünsche mir ein Jubiläum, das für die heutige Zeit relevant ist, das auf eine gemeinsame Zukunft in ökumenischer Geschwisterlichkeit verweist und zugleich Freude am Glauben weckt.“ Hier habe Augsburg mit der Unterzeichnung der Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre im Jahr 1999 bereits eine besondere Geschichte einer wirklichen Annäherung. Der Bischof: „An diesen Geist gilt es anzuknüpfen.“
Bereits jetzt sei im Miteinander vieles gemeinsam möglich – im Gebetsleben, in der Verkündigung, in Bildung und Seelsorge sowie im karitativen Einsatz. Bischof Bertram: „Was Christen gemeinsam tun dürfen, sollten sie auch gemeinsam tun – auf allen möglichen Ebenen.“
Das komplette Interview mit Bischof Dr. Bertram Meier ist in der aktuellen Ausgabe (Nr. 41) der Katholischen SonntagsZeitung und der Neuen Bildpost veröffentlicht. Es ist auch online unter www.katholische-sonntagszeitung.de oder www.bildpost.de abrufbar.