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Wappen

Denn Er ist unser Friede“ (Eph 2,14)

Wappen und Wahlspruch des Bischofs

Das Wappen des neuen Bischofs von Augsburg ist schlicht gehalten. „Es soll meine natürliche und meine geistliche Herkunft, meinen natürlichen und meinen geistlichen Weg symbolisch bezeichnen“, erläutert Bischof Dr. Konrad Zdarsa. Im Wappenschild befinden sich der Fisch und der Schlüssel, das Zeichen für das Bistum Dresden-Meißen, wo Bischof Zdarsa von 2004 bis 2007 als Generalvikar wirkte. Die Muschel steht für das Bistum Görlitz, zu dessen Bischof er im Jahr 2007 geweiht wurde.

Hinterlegt ist das Wappen mit den Teilfarben der Länder Sachsen und der Steiermark (Grün) und Bayern (Weiß-Blau). Hinzu kommt ein Vogel mit einem Ölzweig im Schnabel, auf goldenem Hintergrund, der Kirchenfarbe. Der Vogel erinnert an Hainichen, die Heimatstadt des Bischofs.

Unter dem Wappenschild befindet sich der Wahlspruch: „Ipse enim est pax nostra“ (deutsch: „Denn Er ist unser Friede“, Eph 2,14). „Viele, die noch die lateinische Messe kennen, werden sich an die alte Doxologie erinnern“, erklärt Bischof Zdarsa. „Per ipsum et cum ipso et in ipso, durch ihn und mit ihm und in ihm.“ In diesem Gebet sei nicht nur der höchste Lobpreis Gottes enthalten, sondern auch die Konsequenz für das Zusammenleben der Menschen.

Dem heiligen Apostel Paulus gehe es im Epheserbrief um den Frieden zwischen den Juden und Heiden, um Versöhnung zwischen Rivalen. Der Friede Christi verbindet Völker, Rassen und Sprachen. In ihm gibt es nicht mehr „Sklaven oder Freie, Mann oder Frau, Grieche oder Jude“, wie es in einem anderen Paulusbrief heißt: „Alle sind eins in Christus“. Der Glaube überschreitet den eigenen Kulturkreis, er schafft Verbindung mit anderen Völkern, fremden Menschen und Nationen. Auf dieser Basis ist Freundschaft, Gemeinschaft, Verständigung und der so oft ersehnte Frieden möglich.

 

Zur Geschichte der Wappen:

Sie entstammen ursprünglich dem Rittertum und dienten zur Unterscheidung der Krieger. Erst als sich Wappen zu Eigentums-, Herrschafts- und Hoheitszeichen entwickelt hatten, wurden sie auch im kirchlichen Bereich genutzt – etwa ab dem 13. Jahrhundert. Geistliche und geistliche Gemeinschaften führten sie im Siegel und brachten sie an Denkmälern, in Kirchen und auf Geräten an.