2G-Regelung für Gastronomie und Beherbung

17.11.2021 09:23

Mit der Änderungsverordnung zur 14.BayIfSMV hat das Bischöfliche Ordinariat alle Bildungshäuser, Jugendhäuser und sonstige Beherbergungsbetriebe über die wesentlichen Neuerungen, vor allem Verschärfungen, der Infektionsschutzmaßnahmen in den Bereichen Gastronomie und Beherbung informiert (mit Ergänzung vom 17.11.2021).

1.) In Gastronomie und Beherbergung gilt einheitlich in ganz Bayern ab heute die 2G Regel (Zugang nur für Geimpfte und Genesene)

Ausnahmen:

Kinder bis zum 12. Lebensjahr oder Schülerinnen und Schüler vom 13. bis 18. Lebensjahr zur Ausübung eigener sportlicher, musikalischer oder schauspielerischer Tätigkeiten (befristet bis 31.12.2021), Personen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können und das vor Ort insbesondere durch Vorlage eines schriftlichen, ärztlichen Zeugnisses im Original nachweisen.

Bitte beachten Sie, dass die genannte Ausnahme bei Schülerinnen und Schülern vom 13. bis 18. Lebensjahr sich ausschließlich auf deren „eigene sportlichen, musikalischen und schauspielerischen Tätigkeiten“ bezieht. Bei Veranstaltungen anderer Art, auch solchen der außerschulischen Kinder- und Jugendbildung, katechetischen Maßnahmen, Teilnahme an Jugend- oder Familienfreizeiten usw. darf die Ausnahmeregelung für über 12-jährige nicht in Anspruch genommen werden.

Der Anbieter, Veranstalter oder Betreiber, damit vor Ort im Besonderen die jeweilige Hausleitung, ist gesetzlich verpflichtet das Vorliegen von 2G wirksam mit Identitätsfeststellung zu kontrollieren (Vorlage des Personalausweises zum Impf- bzw. Genesenennachweis).

Bei Tagesveranstaltungen der außerschulischen Bildung (Kinder, Jugendliche und Erwachsene), der beruflichen Aus-, Fort- und Weiterbildung sowie der Erwachsenenbildung ohne Verköstigung und ohne Übernachtung bleibt es für die Besucher bei 3G (geimpft, genesen oder getestet), wobei Kinder und Jugendliche wegen der regelmäßigen Tests in der Schule als getestet gelten und keinen separaten Testnachweis erbringen müssen.

Bei allen Veranstaltungen besteht grundsätzlich FFP2-Maskenpflicht für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer (auch Kindern ab dem 6. Lebensjahr) sofern der Mindestabstand von 1,5 m zwischen Personen nicht eingehalten werden kann. Zur Einnahme von Mahlzeiten am Tisch darf die Maske abgenommen werden. Generelle Maskenbefreiung ohne Einhalten des Mindestabstands wäre nur bei freiwilligem 2G plus möglich (geimpft oder genesen mit zusätzlichem negativen Antigen-Testergebnis)

 

2.) Testnachweis für Beschäftigte und Andere:

Bei Nichtgeimpften oder Nichtgenesenen gilt ab heute als Testnachweis zum „Zutritt zum Betrieb“ nach § 17 Nr. 4 der 14.BayIfSMV für Beschäftigte, Veranstalter, Betreiber sowie für ehrenamtlich Tätige entweder zweitägig die Vorlage eines negativen PCR Testergebnisses oder täglich die Vorlage eines negativen Antigen-Testergebnisses. Dozenten oder Referenten bei Bildungsmaßnahmen gelten, auch bei Übernachtung und Verköstigung, als Beschäftigte. Für diesen Personenkreis genügt folglich auch ein PCR Test zur Teilnahme, 2G müssen Dozenten und Referenten nicht nachweisen.

Sollten sich mit Änderung des Infektionsschutzgesetzes (Abstimmung im Deutschen Bundestag voraussichtlich am Donnerstag, 18.11.2021) nochmal Änderungen auf Bundesebene ergeben, werden wir Sie wieder unverzüglich in Kenntnis setzen.  Wir legen diesem Schreiben vorsorglich noch unsere aktualisierten Hinweise und Erläuterungen zu den unterschiedlichen Impf-, Genesenen- und Testnachweisarten bei. Für Rückfragen und weitere Erläuterungen stehe ich Ihnen gerne jederzeit zur Verfügung.

 

Ergänzung (vom 17.11.2021):

Soeben hat das Bayer. Staatministerium für Gesundheit und Pflege eine nochmalige Änderungsverordnung zu § 17 Satz 2 der 14.BayIfSMV veröffentlicht. Wir freuen uns Ihnen mitteilen zu dürfen, dass nunmehr klargestellt wurde, dass (bis 31.12.2021) minderjährige Schülerinnen und Schüler zwischen dem 13. und dem 18. Lebensjahr vom 2G – Erfordernis in Beherbergung und Gastronomie ausgenommen sind. Damit können die in Kürze startenden Tage der Orientierung, Schülerfahrten, Familienfreizeiten etc. in Ihren  Häusern wie geplant stattfinden.

Für nicht geimpfte Begleitpersonen, Dozenten, Referenten etc. gilt nach der Änderungsverordnung, dass diese „fürzwingend erforderliche und unaufschiebbare nichttouristische Beherbergungsaufenthalte Zugang unter den 3G plus-Erfordernissen erhalten können“. Bei solchen Personen genügt damit bei Anreise ein aktueller, negativer PCR-Test, der alle 72 Stunden erneuert werden muss. Die Änderungsverordnung mit amtlicher Begründung lege ich vorsorglich bei.