25.05.2012 16:22

47. Ottobeurer Studienwoche in Zusammenarbeit mit dem Akademischen Forum vom 17. bis 20. Mai 2012 in der Benediktinerabtei Ottobeuren

Die Referenten der Tagung (v. l.): Prof. Dr. Reinhold Zwick (Münster), Prof. Dr. Andreas Broocks (Schwerin), Prof. Dr. Annemarie Pieper (Basel), Prof. Dr. Joachim Ringleben (Göttingen).

Augsburg/Ottobeuren (25. Mai 2012). Die Ottobeurer Studienwoche beschäftigte sich vom 17. bis 20. Mai 2012 mit dem Thema „Angst“ als eine existentielle Grunderfahrung des Menschen. Vier Referenten beleuchteten dieses Thema aus unterschiedlicher Perspektive.

Prof. Dr. Reinhold Zwick (Münster) stellte in seinem Vortrag verschiedene Facetten der Angst im Film vor und wie Angstzustände beim Zuschauer erzeugt werden können. In einem ersten Teil wurden allgemeine Angstszenen aus Filmen vorgestellt (Alfred Hitchcock „Psycho“, Stanley Kubrik „Shining“, Roman Polanski „Ekel“ u.a.). Ein zweiter Teil nahm die Angst in Jesusfilmen näher in den Blick (Mel Gibson „Die Passion Jesu“, Franco Zeffirelli „Jesus von Nazareth“, Norman Jewison „Jesus Christ Superstar“ u.a.).

Prof. Dr. med. Andreas Brooks (Schwerin) stellte in seinem Vortrag den neurobiologischen Befund für Angststörungen vor und zeigte aktuelle Möglichkeiten in der Behandlung von Angststörungen auf.

Prof. Dr. Annemarie Pieper (Basel) referierte am Samstag über die Angst aus existenzphilosophischer Perspektive. Im Mittelpunkt stand dabei der Existenzphilosoph Sören Kierkegaard, der in seinem Buch „Der Begriff Angst“ aus dem Jahr 1844 grundsätzlich über Angst reflektierte: Angst als eine Form des Selbstbewusstseins der Freiheit.

Zum Abschluss der Ottobeurer Studienwoche betrachtete Prof. Dr. Joachim Ringleben (Göttingen) Angst und Glaube aus philosophisch-theologischer Sicht.