07.06.2011 18:12

Ottobeurer Studienwoche und Akademisches Forum stellten vom 2. bis 5. Juni 2011 die Frage nach christlichen Vorstellungen über das Leben jenseits des Todes.

"Ottobeuren - ein Blick in den Himmel": Das Thema der Ottobeurer Studienwoche fand bei den Teilnehmern großes Interesse.

„Ottobeuren – Ein Blick in den Himmel“ lautete das Thema der 46. Ottobeurer Studienwoche 2011, die in Zusammenarbeit mit dem Akademischen Forum der Diözese Augsburg vom 2. bis 5. Juni 2011 in der Benediktinerabtei Ottobeuren stattfand. Im Mittelpunkt der Tagung stand die Frage nach dem Leben jenseits des Todes und was die Menschen im Laufe der Jahrhunderte darüber gedacht und geglaubt haben.

Im Barock, der sich in der Abtei Ottobeuren und besonders in ihrer großartigen Kirche künstlerisch niedergeschlagen hat, lässt die Kunst einen „Blick in den Himmel“ zu. Eine kunsthistorische Einführung gab Prof. Dr. Franz Matsche (Bamberg) am Donnerstag.

Auch kann die Musik, insbesondere die Gregorianik, ein Verweis auf das Jenseits sein. Dr. Michael Hartmann (München) erklärte am Freitag, 3. Juni 2011, die Verbindung von Musik und Transzendenz.

Die Vorstellung vom Himmel im Mittelalter, besonders bei Dante, stand am Samstag im Mittelpunkt. Da der Referent Prof. Dr. Kurt Flasch (Mainz) kurzfristig verhindert war, führte P. Alexander Hoppert OSB in das Werk Dantes ein. Teilnehmer der Ottobeurer Studienwoche berichteten in Kurzstatements über persönlich ansprechende Textpassagen.

Einen kultur- und geistesgeschichtlichen Überblick gab am Sonntag, 5. Juni 2011, Prof. Dr. Bernhard Lang (Paderborn). Im Zentrum seines Vortrages stand die theologische Frage nach dem Heil, nach der Seligkeit und der Vorstellung vom Paradies.

P. Alexander Hoppert OSB (li.) leitete und moderierte die Tagung; Prof. Dr. Bernhard Lang (re.) referierte zum Thema "Jenseitsglaube - Himmel und Paradies".