24.01.2013 14:06

Studiennachmittag zum "Jahr des Glaubens" im Akademischen Forum am Freitag, 18. Januar 2013

Die Referenten: Prof. Dr. Peter Homann, Prof. Dr. Dr. Thomas Marschler, Prof. Dr. P. Josip Gregur und Prof. Dr. Georg Langenhorst (v. li. oben im Uhrzeigersinn).
„Ihr müsst wissen, was ihr glaubt!“

Ein Studiennachmittag mit vier Theologen der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Augsburg beleuchtete im Akademischen Forum am Freitag, 18. Januar 2013 die Fragen: „Glauben – was ist das?“ und „Glauben – wie geht das?“

Der Fundamentaltheologe Peter Hofmann zeigte in seinem Vortrag auf, dass im Glauben, verstanden als persönliche Gottesbeziehung, „nicht der Mensch nach Gott greift, sondern Gott ergreift vielmehr den Menschen“. Der bekennende Glaube zu Gott vollzieht sich bewusst mit Herz und Geist.

Der Dogmatiker Thomas Marschler betonte, dass Glaube kein bloßes Fühlen ist und nicht nur auf menschliche Erfahrung bezogen sein darf, sondern vielmehr als ein bewusstes „Verankern in der Wahrheit Gottes“ zu verstehen ist.

Georg Langenhorst, Religionspädagoge, plädierte dafür, dass junge Menschen in der Glaubenserfahrung „du bist geliebt“ eine starke Identität ausbilden können, die sie auch inmitten einer Welt voller Pluralität Halt geben kann. Für den Glauben selbst gibt es kein Lernprogramm, „man kann allerdings Bedingungen schaffen, damit sich Glaube entfalten kann.“ Entscheidend sei es, signifikante Personen zu begegnen, an denen Glaube erlebbar und sichtbar werde.

Pater Josip Gregur reflektierte in seinem Vortrag die immer wieder notwendige Begegnung des Glaubenden mit Gott in der Liturgie, „die den Glauben nährt, stärkt und bezeugt“.