JOSUA. Beglückung, Not und Provokation eines biblischen Buches

06.09.2018 19:08

Ein Abend zu Literatur und Exegese mit Felicitas Hoppe im Haus Sankt Ulrich, Augsburg, am Montag, 3. September 2018

Felicitas Hoppe

 

 

Ein Buch mit theologischer Botschaft und aktueller Brisanz

In Zusammenarbeit mit Arbeitsgemeinschaft der deutschsprachigen katholischen Alttestamentlerinnen und Alttestamentler (AGAT) und dem Zentrum für Spiritualität (ZSP) des Ökumenischen Lebenszentrums Ottmaring fand am 3. September 2018 ein Vortrags- und Gesprächsabend zum alttestamentlichen Buch „Josua“ mit der Schriftstellerin Felicitas Hoppe im Akademischen Forum der Diözese Augsburg statt. Im vollbesetzten Saal des Hauses Sankt Ulrich zeigte Hoppe in ihrem Vortrag eindrucksvoll auf, wie sie sich als Schriftstellerin mit dem Buch Josua auseinander setzt und den nicht einfachen und teilweise spröden Inhalt über die einzelnen agierenden Figuren spannend und lebendig werden lässt: Könige und militärische Anführer, Spione und eine Dirne aber auch ein sehr wankelmütiges Volk. Dazu half ihr die Kinderbibel von Anne de Vries, der es gut verstand, wesentliche Punkte des Buches Josua herauszuarbeiten und darzustellen.

In der anschließenden lebendigen und kurzweiligen Podiumsdiskussion, moderiert von Professorin Gerda Riedel, mit Professor Egbert Ballhorn (Dortmund), Professorin Ilse Müllner (Kassel) und Professor Franz Sedlmeier (Augsburg) wurde das Buch Josua von verschiedenen Gesichtspunkten aus beleuchtet: ein Buch, dass sich zwischen Märchenhaftigkeit – es entstand erst Jahrhunderte nach der Landnahme – und politischer Brisanz bewegt. Einig waren sich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer, dass das Buch Josua eine sehr hohe Aktualität zu heute besitzt und sich die Lektüre lohnt, um momentane gesellschaftliche Vorgänge zu verstehen.

Ilse Müllner, Franz Sedlmeier, Gerda Riedel, Felicitas Hoppe, Egbert Ballhorn (v. li.)
Der Große Saal im Haus Sankt Ulrich war voll besetzt.