NEUES BAUEN IN AUGSBURG. Thomas Wechs – ein Vertreter der Bauhaus-Architektur der 1920er Jahre

01.07.2019 16:57

Abendvortrag im Akademischen Forum am 28. Juni 2019

Dr. Barbara Wolf, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Architekturmuseum Schwaben

Trotz hochsommerlichen Temperaturen fand sich eine große Anzahl von Interessenten im Haus Sankt Ulrich ein. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer  erwartete ein interessanter Vortrag von Dr. Barbara Wolf vom Architekturmuseum Schwaben über Thomas Wechs, der in den 1920er Jahren Architekturgeschichte mit den beiden Wohneinheiten Schuberthof und Lessinghof in Augsburg schrieb.

Barbara Wolf zeigte zunächst in ihrem Vortrag die Wohnungsnot der Menschen in den Großstädten am Ende des Ersten Weltkrieges auf. Die Zustände waren katastrophal und Ursache für Krankheiten, Verwahrlosung und soziale Konflikte.

Und hier setzte das Bauhaus mit neuen Impulsen für Neues Bauen und Neues Wohnen an: „Licht und Luft“ wurde zum Schlagwort. Die Wohnblöcke von Thomas Wechs gaben den Menschen Raum für ein neues Lebensgefühl. Balkone, eigene Badezimmer, Wohn- und Schlafbereiche, praxiserprobte Küchen – das alles prägte die neuen Wohnungen, die in der Bevölkerung sehr begehrt waren.

Die Bau-Entwicklung wurde schließlich von den Nationalsozialisten gestoppt und der Baustil als „palästinensisch“ verurteilt. Thomas Wechs konzentrierte sich von diesen Jahren bis zu seinem Lebensende auf Kirchenbauten im Bistum Augsburg.