Mastodon

SELBSTSORGE, LEBENSGLÜCK UND ANNAHME DES UNVERMEIDLICHEN

Einblicke in die Lebenslehre des stoischen Philosophen Epiktet

16.02.2027 18:30 bis 21:00

Vorträge im Haus Sankt Ulrich, Augsburg in Kooperation mit dem Haus Tobias

Phantasieporträt Epiktets als Frontispiz in der 1715 erschienenen lateinischen Versfassung des Handbüchleins von Edward Ivie; credits: geimeinfrei, wikicommons

Selbstsorge, Leensglück und die Annahme des Unvermeidlichen

Selbstsorge, Lebensglück und die Annahme des Unvermeidlichen bilden zentrale Themen der Philosophie Epiktets. Der Vortrag wird mit einem knappen Überblick über die Entwicklung der Stoa von ihren Anfängen bis zur römischen Kaiserzeit beginnen und dabei die charakteristische Akzentverschiebung von einem umfassenden theoretischen System hin zu einer praktisch ausgerichteten Lebenslehre aufzeigen, die den ethischen Vollzug philosophischer Einsichten in den Mittelpunkt stellt. Daran schließen sich eine Einführung in Epiktets Vita sowie eine Vorstellung seines Werks, nämlich der durch seinen Schüler Arrian überlieferten „Lehrgespräche“ (Διατριβαί) und des „Handbüchleins“ (Ἐγχειρίδιον), an.

Im zweiten Teil des Vortrags soll Epiktets Beitrag zum Titelthema anhand einschlägiger Textstellen entfaltet werden. Im Mittelpunkt werden dabei seine Unterscheidung zwischen dem, was in unserer Macht steht, und dem, was sich unserer Verfügung entzieht, sowie die daraus folgende Konzeption von Selbstsorge, innerer Freiheit und Gelassenheit als Voraussetzungen für ein gelingendes Leben stehen.

 

Programm

18.30 Uhr Begrüßung und Einführung

18.40 Uhr Der Philosoph Epiktet im Kontext der Stoa und

der Bildungskultur der römischen Kaiserzeit

Prof. Dr. Gernot Michael Müller

19.40 Uhr Pause

19.55 Uhr Der therapeutische Ansatz Epiktets

Prof. Dr. Gernot Michael Müller

20.40 Uhr Nachfragen und Diskussion

ca. 21.00 Uhr Ende der Veranstaltung

  

Moderation: Frederic-Joachim Kaminski

 

Der Referent

Prof. Dr. Gernot Michael Müller

Foto: privat

studierte Klassische Philologie, Germanistik, Italianistik und Lateinische Philologie des Mittelalters an der Ludwig-Maximilians-Universität München und der Università degli Studi Ca’ Foscari in Venedig. Die Promotion erfolgte 1999 an der LMU München, die Habilitation mit Venia Legendi für Klassische und Neulateinische Philologie 2008 an der Universität Augsburg. Nach wissenschaftlichen Tätigkeiten an der LMU München, der FU Berlin, den Universitäten Augsburg und Luzern (Schweiz) sowie Stipendien der Gerda-Henkel-Stiftung und der Deutschen Forschungsgemeinschaft hat er nach seiner Habilitation zunächst Lehrstühle in Bamberg und Tübingen vertreten. Von 2010 bis 2019 war er Professor für Klassische Philologie und Wirkungsgeschichte der Antike an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt, von 2014 bis 2016 dort auch Vizepräsident für Profilbildung und Internationalisierung. Seit 2019 hat er den Lehrstuhl für Klassische Philologie/Latinistik an der Universität Bonn inne. Im Sommer 2020 nahm er ein Short Term Visiting Fellowship des Schweizerischen Nationalfonds am Seminar für Griechische und Lateinische Philologie der Universität Zürich wahr. In den Jahren 2023 bis 2025 war er Prodekan für Finanzen und Forschung an der Philosophischen Fakultät der Universität Bonn.

Gernot Michael Müller ist Diakon und Mitglied des päpstlichen Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem.

 

Eintritt

6.- EUR; Schüler und Studenten frei

 

Anmeldung erbeten

per akademischers-forum@bistum-augsburg.de

 

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Bildungs- und Begegnungszentrum Haus Tobias

Veranstaltungsort

Haus Sankt Ulrich, Augsburg

Veranstaltung speichern

+ iCal Export + Google Calendar
QR Code

Veranstalter

Akademisches Forum der Diözese Augsburg in Kooperation mit dem Bildungs- und Begegnungszentrum Haus Tobias

akademisches-forum@bistum-augsburg.de