Nachrichten
24.09.2011
12:54
Erfurt (dbk). Mit einer Heiligen Messe auf dem Erfurter Domplatz endete am Samstagmorgen der Besuch von Papst Benedikt XVI. in Thüringen. In seiner Predigt würdigte der Papst vor 27.900 Gottesdienstteilnehmern die Glaubensstärke der Katholiken in der früheren DDR. Besonders im Eichsfeld hätten viele katholische Christen der kommunistischen Ideologie widerstanden und dabei auch persönliche Nachteile in Kauf genommen. Benedikt XVI. dankte vor allem den Eltern, „die inmitten der Diaspora und einem kirchenfeindlichen politischen Umfeld ihre Kinder im katholischen Glauben erzogen haben“. Das mutige Zeugnis und geduldige Vertrauen auf die Führung Gottes seien „wie ein kostbarer Same, der für die Zukunft eine reiche Frucht verheißt“. HIER finden Sie eine Bildergalerie mit Fotos von der Messe auf dem Erfurter Domplatz.
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23.09.2011
21:06
Erfurt (dbk). Rund 90.000 Menschen und damit 30.000 mehr als angemeldet haben an einer Marienvesper mit Papst Benedikt XVI. im Marienwallfahrtsort Etzelsbach im thüringischen Eichsfeld teilgenommen. Dabei bekundete das katholische Kirchenoberhaupt seine Dankbarkeit darüber, dass die Eichsfelder in zwei gottlosen Diktaturen am „Gnadenort Etzelsbach eine offene Tür und eine Stätte inneren Friedens“ gefunden haben. Die daraus gewachsene Freundschaft zur Gottesmutter Maria gelte es weiter zu pflegen. Nach den Worten des Papstes will Maria begreifbar machen, dass Gott als Quelle alles Guten von den Menschen ein Leben fordern könne, „das sich ganz und freudig seinem Willen überantwortet“. Nicht die Selbstverwirklichung schaffe wahre Entfaltung des Menschen, so der Papst. Gefordert sei vielmehr „die Haltung der Hingabe, die auf das Herz Marias und damit auch auf das Herz Christi ausgerichtet ist“ und so uns selber finden lasse. HIER finden Sie eine Bildergalerie mit Fotos von der Vesper.
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23.09.2011
19:39
Katholische und evangelische Spitzenvertreter haben das Treffen von Papst Benedikt XVI. mit der Evangelischen Kirche Deutschlands (EKD) am Freitag in Erfurt positiv bewertet. Der Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen, Kardinal Dr. Kurt Koch, sagte vor Journalisten in Erfurt, der Papst habe dankbar auf das in der Vergangenheit in der Ökumene Erreichte zurückgeblickt. Zugleich habe er eine Ermutigung in die Zukunft gegeben, insbesondere mit Blick auf das 500-Jahr-Gedenken an die Reformation 2017. Der EKD-Ratsvorsitzende, Präses Nikolaus Schneider, sprach von einer „sehr ernsthaften und tiefen geschwisterlichen Begegnung“. Der Papst habe Martin Luther auf starke Weise positiv gewürdigt und deutlich gemacht, wie sehr ihn persönlich die Frage des Reformators nach einem gnädigen Gott bewege. Zugleich betonte Schneider, dass weitere Gespräche beider Kirchen über wichtige Fragen notwendig seien. Die Kirchen, die sich über Jahrhunderte unfreundlich bis feindlich gegenüberstanden gestanden hätten, stünden mit der Ökumene noch an einem Anfang. Er habe nicht erwartet, dass Benedikt XVI. in Erfurt konkrete Änderungen verkünde. Es sei aber spürbar geworden, dass „unser Herz nach mehr brennt“.
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Benedikt XVI. predigt beim ökumenischen Gottesdienst in Erfurt
"Sich gegenseitig im Glauben stärken"
23.09.2011
17:58
Erfurt (dbk). Benedikt XVI. hat Katholiken und Protestanten aufgerufen, sich gegenseitig im Glauben zu stärken. Beim ökumenischen Gottesdienst in der Kirche des Augustinerklosters in Erfurt sagte der Papst am Donnerstagvormittag in seiner Predigt: „Unser erster ökumenischer Dienst in dieser Zeit muss es sein, gemeinsam die Gegenwart des lebendigen Gottes zu bezeugen und damit der Welt die Antwort zu geben, die sie braucht.“ Deshalb sollten bei ökumenischen Begegnungen nicht nur die Trennungen und Spaltungen beklagt werden, sondern die Gläubigen sollten „Gott für alles danken, was er uns an Einheit erhalten hat und immer neu schenkt.“ HIER finden Sie eine Bildergalerie mit Fotos von der Begegnung und dem Ökumenischen Wortgottesdienst. Gleichzeitig mahnte der Papst: „Diese Dankbarkeit muss zugleich Bereitschaft sein, die so geschenkte Einheit nicht zu verlieren mitten in einer Zeit der Anfechtung und der Gefahren.“ Dazu gehöre etwa das gemeinsame Eintreten für christliche Werte in Politik und Gesellschaft: „Wir leben in einer Zeit, in der die Maßstäbe des Menschseins fraglich geworden sind. Ethik wird durch das Kalkül der Folgen ersetzt. Demgegenüber müssen wir als Christen die unantastbare Würde des Menschen verteidigen, von der Empfängnis bis zum Tod – in den Fragen von PID bis zur Sterbehilfe.“
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23.09.2011
16:45
Erfurt (dbk). Papst Benedikt XVI. hat bei der Begegnung mit Vertretern des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) den „Säkularisierungsdruck“ als gemeinsame Herausforderung der Kirchen genannt. „Die Abwesenheit eines Gottes in unserer Gesellschaft wird drückender“, sagte Benedikt XVI. laut Redemanuskript am Freitag im Kapitelsaal des Augustinerklosters zu Erfurt. Dabei müssten sich Katholiken und Protestanten gegenseitig helfen, „tiefer und lebendiger zu glauben“. In einer säkularisierten Welt sei „von innen gelebter Glaube die stärkste ökumenische Kraft“, die zueinander führe. Zugleich warnte der Papst davor, dass die Kirchen ihre „großen Gemeinsamkeiten“ verlieren könnten. „Es war der Fehler des konfessionellen Zeitalters, dass wir weithin nur das Trennende gesehen und gar nicht existentiell wahrgenommen haben, was uns mit den Vorgaben der Heiligen Schrift und der altchristlichen Bekenntnisse gemeinsam ist“. Im gemeinsamen Eintreten für das christliche Ethos und im gemeinsamen Zeugnis für Gott in der Welt sei diese „unverlierbare Grundlage“ erkennbar.
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23.09.2011
16:38
Erfurt (dbk). Papst Benedikt XVI. ist am Donnerstagvormittag zur zweiten Station seines Deutschlandbesuchs eingetroffen. Mit leichter Verspätung brachte ihn ein Airbus der Bundeswehr um 11 Uhr von Berlin nach Erfurt. Auf dem Flughafen empfingen ihn die Ministerpräsidenten von Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt und mehrere ostdeutsche Bischöfe, angeführt vom Erfurter Bischof Dr. Joachim Wanke. Dabei nahm sich der Papst erstmals während seines Besuches Zeit, einigen Bürgern am Rande des Rollfelds die Hände zu schütteln. Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht überreichte Benedikt XVI. ihre Doktorarbeit als Geschenk, die sie 1982 als evangelische Theologin über die Confessio Augustana von 1530 geschrieben hatte. Die Confessio Augustana ist eine zentrale Bekenntnisschrift der deutschen Lutheraner.
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23.09.2011
12:29
Berlin (dbk). Zu Beginn seines zweiten Besuchstags hat Papst Benedikt XVI. am Donnerstagmorgen 15 Repräsentanten der Muslime in Deutschland getroffen. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, betonte in seiner Begrüßung in der Apostolischen Nuntiatur in Berlin, sowohl dem Papst wie den deutschen Bischöfen liege sehr an einem guten Zusammenleben der Menschen verschiedener Religionszugehörigkeit und an einem freimütigen interreligiösen Gespräch. Der Papst rief Muslime und Christen zu einer fruchtbaren Zusammenarbeit auf. „Als Menschen des Glaubens können wir, von unseren jeweiligen Überzeugungen ausgehend, ein wichtiges Zeugnis in vielen entscheidenden Bereichen des gesellschaftlichen Lebens geben.“ Er denke dabei etwa an den Schutz der Familie auf Grundlage der Ehegemeinschaft, die Ehrfurcht vor dem Leben in jeder Phase seines natürlichen Verlaufs, und die Förderung sozialer Gerechtigkeit. Dazu sei es auch notwendig, „im Dialog und in der gegenseitigen Wertschätzung zu wachsen“.
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23.09.2011
12:02
Berlin (dbk). Papst Benedikt XVI. hat am Donnerstagabend im vollbesetzten Berliner Olympiastadion mit rund 61.000 Teilnehmern einen Gottesdienst gefeiert. In seiner Predigt rief der Papst zu einem Leben mit der Kirche auf. „Die Kirche als Verkünderin des Wortes Gottes und Spenderin der Sakramente verbindet uns mit Christus“, betonte Benedikt XVI. Jeder sei vor die grundlegende Entscheidung gestellt, mit der Kirche und damit mit Christus verbunden zu bleiben. „Wir glauben nicht alleine, sondern wir glauben mit der ganzen Kirche“, so der Papst. „So ist die Kirche das schönste Geschenk Gottes.“ Benedikt XVI. betonte, „in unserer Zeit der Rastlosigkeit und Beliebigkeit, wo so viele Menschen Orientierung und Halt verlieren, wo die Treue der Liebe in Ehe und Freundschaft so zerbrechlich und kurzlebig geworden ist“, schenke der Auferstandene in der Kirche eine Bleibe, „einen Ort des Lichtes, der Hoffnung und Zuversicht, der Ruhe und Geborgenheit“. Der Papst zitierte das Zweite Vatikanische Konzil, wonach die Kirche das „universale Heilssakrament“ sei, das den Sündern den Weg der Umkehr, Heilung und des Lebens eröffne. HIER finden Sie eine Bildergalerie mit Fotos von der Messe im Olympiastadion.
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23.09.2011
12:00
Augsburg (pba). Das Augsburger Diözesanmuseum St. Afra zeigt unter dem Titel „Totentanz“ ab 23. September 2011 eine Ausstellung des Augsburger Künstlers Georg Bernhard. Bis 26. November kann die Sonderausstellung im Diözesanmuseum zu den Öffnungszeiten besichtigt werden.
Die Exponate der Sonderausstellung erinnern an mittelalterliche Gemäldezyklen. Auch im Bistum Augsburg zeugen beispielsweise die Totentänze in Füssen um 1600 und Babenhausen von 1722 davon, dass dieses Thema seit dem Mittelalter nie ganz in Vergessenheit geraten war. Der Totentanz erlebt seit dem 19. Jahrhundert eine Renaissance. Grund dafür waren vor allem die schrecklichen Erfahrungen der Kriege.
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Die Exponate der Sonderausstellung erinnern an mittelalterliche Gemäldezyklen. Auch im Bistum Augsburg zeugen beispielsweise die Totentänze in Füssen um 1600 und Babenhausen von 1722 davon, dass dieses Thema seit dem Mittelalter nie ganz in Vergessenheit geraten war. Der Totentanz erlebt seit dem 19. Jahrhundert eine Renaissance. Grund dafür waren vor allem die schrecklichen Erfahrungen der Kriege.
23.09.2011
11:38
Berlin/Erfurt (dbk). Papst Benedikt XVI. wird heute mit Erfurt und Etzelsbach zwei weitere Stationen seiner viertägigen Reise besuchen. Nach einer Privatmesse kommt der Papst am Morgen mit Vertretern des Islam in der Apostolischen Nuntiatur zusammen. Um 10 Uhr fliegt das katholische Oberhaupt vom Flughafen Berlin-Tegel nach Erfurt weiter. Ein Höhepunkt des Tages wird die für 11.45 Uhr vorgesehene Begegnung mit Vertretern des Rates der Evangelischen Kirche Deutschlands (EKD) im Kapitelsaal des Augustinerklosters zu Erfurt sein. Im Anschluss feiert der Papst einen ökumenischen Wortgottesdienst in der Kirche des Konvents. Nach der Ankunft in Etzelsbach im thüringischen Eichsfeld feiert der Papst in der Wallfahrtskapelle der katholisch geprägten Region eine marianische Vesper. Am Abend kehrt Benedikt XVI. nach Erfurt zurück.
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