Fastenzeit

„20-Cent-Aktion“: Kaffee trinken und Gutes tun

16.02.2021 09:17

Augsburg (pba). Kaffee oder Tee trinken und damit Gutes tun: Das ist die Idee der „20-Cent-Aktion“, zu der die Abteilung Weltkirche im Bistum Augsburg und die „aktion hoffnung“ in der kommenden Fastenzeit alle Beschäftigten im Büro oder Homeoffice, in Werkstätten, Firmen und Schulen einladen.     

In der Fastenzeit Kaffee trinken und gleichzeitig Gutes tun. Bischof Bertram unterstützt die Aktion (Fotos: Maria Steber / pba).

Bischof Dr. Bertram ist Unterstützer des Fastenprojekts, das vor allem mit einer Besonderheit zu punkten weiß: "Das Schöne an dieser Aktion ist, dass es sich hier um kein ‚Kaffeefasten‘ handelt, denn die Angestellten sollen bei ihrer Arbeit ja nicht müde werden. Stattdessen kann man mit einer Tasse Kaffee und kleinen Spende auf ganz einfache Weise Gutes tun.“ Denn für jeden (möglichst) fair gehandelten Kaffee oder Tee, den ein Mitarbeiter in der Arbeitsstätte trinkt, kann er ab Aschermittwoch zusätzlich 20 Cent (oder mehr) in eine gesonderte Kasse geben. Der Erlös aus der Aktion kommt dem Kinder- und Jugendzentrum „Arche Noah“ in Albanien zugute: dem gemeinsamen Jahresprojekt der Abteilung Weltkirche und „aktion hoffnung“.

Mit einer Tasse Kaffee oder Tee gleich dreimal Gutes tun: aus dieser Idee heraus ist die Aktion ursprünglich entstanden. Anton Stegmair, Bischöflicher Beauftragter für weltkirchliche Aufgaben, erklärt: „Wenn man einen Kaffee oder Tee trinkt tut man sich nicht nur selbst etwas Gutes, man sorgt auch für ein gutes Gemeinschaftsgefühl bei gemeinsamen Pausen im Büro. Das ist heuer natürlich nur bedingt möglich. Trotzdem unterstützt jeder Teilnehmer mit seiner Spende ein konkretes Projekt der Einen Welt“. Um die Spannweite der Aktion zu vergrößern, biete es sich auch an, Kolleg/-innen, Vorgesetzte oder Bekannte für das Kaffee-Fasten mit Mehrwert zu motivieren, so Stegmair.

Ein zusätzliches Zeichen der Solidarität können alle Kaffeetrinker zeigen, wenn sie beim Bohnenkauf auf den gemeinsamen Partnerkaffee der Abteilung Weltkirche, der Katholischen Arbeitnehmerbewegung und „aktion hoffnung" zurückgreifen. Der fair produzierte Kaffee stammt von der selbstorganisierten Kooperative „Mahenge Amcos“, die rund 60 Kleinbäuerinnen und Kleinbauern zu ihren Mitgliedern zählt. Die Bohnen wachsen im fruchtbaren Hochland im Südwesten von Tansania und sind in der gesamten Produktions- und Vertriebskette durchgängig zertifiziert und kontrolliert. Die traditionelle Langzeitröstung sorgt für ein Aroma mit nussig-kräftigem Geschmack. Dieses weiß auch Bischof Bertram zu schätzen: „Der Kaffee schmeckt mir nicht nur sehr gut, er bringt mich auch mit den Menschen in der Einen Welt in Verbindung. Das gefällt mir gut“. Weitere Menschen, die den Partnerkaffee unterstützen, werden in den kommenden Wochen der Fastenzeit von Seiten der „aktion hoffnung“ vorgestellt. Informationen zum Preis und zur Bestellung der Bohnen gibt es über Mail partnerkaffee@aktion-hoffnung.de oder Tel.: 08249/9685-0.

Die gesammelten Spenden aus der „20-Cent-Aktion“ können bis Freitag, 23. April bei der Abteilung Weltkirche (Peutingerstr. 5, 86152 Augsburg) abgegeben werden. Auch eine Überweisung auf das Konto der aktion hoffnung ist möglich. Bei Angabe der vollständigen Adresse kann eine Spendenquittung ausgestellt werden. Kleine Säckchen, die als Sammeltüten verwendet werden können, stehen in der Abteilung Weltkirche kostenfrei zur Verfügung.
 

Spendenkonto der „aktion hoffnung“:
Liga Bank Augsburg
IBAN: DE61 7509 0300 0200 1432 00
Vermerk: „20 Cent-Aktion - 8003 0001“

  

Näheres zum Jahresprojekt:
Im Kinder- und Jugendzentrum „Arche Noah“ in Albanien betreut die Ordensgemeinschaft „Schwestern der Spirituellen Weggemeinschaft“ junge Menschen aus sozial- und wirtschaftlich schwierigen Verhältnissen. Achtzig Prozent der Eltern sind arbeitslos, die Kinder leiden an Mangelernährung und Krankheiten. Es besteht die Gefahr von Kriminalität, Drogenabhängigkeit und Alkoholismus. Dem wirken die Angebote der Ordensgemeinschaft im Kinder- und Jugendzentrum „Arche Noah“ entgegen: Zahlreiche Kinder und Jugendliche werden dort betreut und ausgebildet. Sie lernen das Zentrum als Ort der Bildung, kulturellen Begegnung und positiven Wertevermittlung kennen.

Bereits im vergangenen Jahr konnte das Kinder- und Jugendzentrum in Albanien mit fast 800 Euro aus Spenden der „20-Cent-Aktion“ unterstützt werden.