15.01.2014 11:52

Augsburg (pba). Bischof Dr. Konrad Zdarsa hat gestern Dr. Dominik Helms für seine Dissertation mit dem Albertus-Magnus-Preis der Diözese Augsburg ausgezeichnet. „Ich freue mich über die wissenschaftliche Bedeutung Ihrer Arbeit“, richtete sich Bischof Konrad an Dr. Helms, „und gratuliere Ihnen von ganzem Herzen zu dieser Auszeichnung.“ Zugleich dankte er auch Professor Dr. Franz Sedlmeier als Doktorvater für die Betreuung der Arbeit. Dominik Helms hatte die Dissertation am Lehrstuhl für alttestamentliche Wissenschaft der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Augsburg angefertigt und eingereicht. Das Thema lautete: „Konfliktfelder der Diaspora und die Löwengrube. Zur Eigenart der Erzählung von Daniel in der Löwengrube in der hebräischen Bibel und in der Septuaginta.“ Die Dissertation beschäftigt sich mit den verschiedenen Textfassungen des sechsten Kapitels im Danielbuch.

Prof. Dr. Gerda Riedl, Prof. Dr. Franz Sedlmeier, Dr. Dominik Helms, Bischof Dr. Konrad Zdarsa (von links / Fotos: Maria Steber)

In der Laudatio hob Frau Professor Dr. Gerda Riedl, Leiterin der Hauptabteilung VI: Grundsatzfragen: Glaube und Lehre - Hochschule - Gottesdienst und Liturgie, den besonderen Forschungsbeitrag der Arbeit von Dr. Helms hervor. Sie sei von beiden Gutachtern mit dem höchsten Prädikat „summa cum laude“ ausgezeichnet worden. „Die Dissertation thematisiert das Konfliktpotential, welches aus dem Bewahren und Leben der eigenen religiösen Identität in einem weltanschaulich anders geprägten kulturellen Umfeld resultiert“, so Professor Riedl. Dominik Helms habe mit seiner Arbeit einen fruchtbaren Beitrag zum besseren Verständnis der Heiligen Schrift geleistet, der über den Fachbereich der Exegese hinaus weiterführende Fragestellungen ergebe.

Dominik Helms

Dr. Dominik Helms wurde 1982 in Ottobeuren geboren. Er wohnt mittlerweile in Mindelheim, ist aber noch immer im kirchlichen Leben seiner Heimatpfarrei engagiert. Sein Studium der Fächer Mathematik und Katholische Religionslehre für das Lehramt am Gymnasium hat er an der Universität Augsburg mit einem hervorragenden ersten Staatsexamen abgeschlossen. Er ist zudem Stipendiat der Hanns-Seidel-Stiftung. Seit Oktober 2007 ist Dominik Helms an der Katholisch-Theologischen Fakultät als wissenschaftlicher Mitarbeiter in alt- und neutestamentlicher Wissenschaft tätig und derzeit mit einem Habilitationsprojekt beschäftigt. Im Jahr 2012 wurde seine Dissertationsschrift bereits mit dem Universitätspreis der Gesellschaft der Freunde der Universität Augsburg ausgezeichnet.

Der Albertus-Magnus-Preis der Diözese Augsburg wurde 1985 gestiftet. Er wird für herausragende theologische Dissertationen vergeben, die an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Augsburg verfasst wurden. Mit dem namhaften Universalgelehrten des Mittelalters, dem in Lauingen geborenen Albert dem Großen, hat der damalige Bischof Dr. Josef Stimpfle bewusst einen Patron für den Preis gewählt, der noch heute als Maßstab für wissenschaftliches Arbeiten in kirchlichem Kontext gilt: Fundierte Fachkenntnis, differenzierte und präzise Analyse sowie die universale Weite seines Horizonts bei gleichzeitig kirchlicher Beheimatung kennzeichneten seine Arbeit.

Weitere Informationen zum Albertus-Magnus-Preis finden Sie auf den Seiten der Hauptabteilung VI: Abteilung Hochschule.