Bischöfliches Jugendamt

„Holyween - als Heilige in unserer Gemeinde unterwegs"

15.10.2020 10:04

Augsburg (pba). Ein christliches Fest für Kinder feiern statt sinnentleertes „Halloween“: Mit einer soeben erschienenen Arbeitshilfe „Holyween – Als Heilige in unserer Gemeinde unterwegs“ möchte das Bischöfliche Jugendamt Augsburg (BJA) dem Vorabend des Allerheiligenfestes wieder seine ursprüngliche Bedeutung zurückgeben.

Den Verantwortlichen im BJA geht es nicht darum, den Kindern die Freude an einem inzwischen liebgewonnenen Brauch zu nehmen. „Ganz im Gegenteil: Vielmehr ist es unser Ziel, dass sie sich am Beispiel eines Heiligen intensiver mit prägenden Persönlichkeiten des Christentums beschäftigen und sich selbst und die Menschen in den Wohnungen und Häusern ihrer Pfarrei auf das bevorstehende Allerheiligenfest einstimmen“, beschreibt Diözesanjugendpfarrer Dr. Florian Markter die Idee hinter der Aktion. Er fände es jedenfalls sympathischer, wenn als heiliger Georg und heilige Elisabeth verkleidete Kinder an seiner Tür klingelten als ein Monster oder Zombie. „Süßigkeiten müssen dabei ja nicht zu kurz kommen.“ Anregungen, wie diese originell zu dekorieren sind, gäbe es auch in der Arbeitshilfe, so Diözesanjugendpfarrer Markter.

In dem 20-seitigen Heft finden Haupt- und Ehrenamtliche in der Kinder- und Jugendarbeit der Pfarreien und Eltern eine Auswahl an Vorschlägen, wie sie sich gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen auf diesen Tag vorbereiten können, um ihn dann gemeinsam zu begehen. Das können Vorbereitungstreffen sein, bei dem das heiligenspezifische Kürbisschnitzen nicht fehlen darf. Oder eine Gruppenstunde, bei der sich die Teilnehmer mit der Person eines Heiligen oder ihres Namenspatrons besonders intensiv auseinandersetzen. Vor den Hausbesuchen könnte eventuell auch ein gemeinsamer Gottesdienst in der Kirche stehen, zu dem die Broschüre ebenso eine Vorlage liefert wie für den gemeinsamen Abschluss des Abends. 

Zudem sind alle Vorschläge der Arbeitshilfe so konzipiert, dass die Aktivitäten mit den jeweils aktuellen Vorgaben der bayerischen Staatsregierung und den Bestimmungen des Bistums zur Eindämmung der Corona-Pandemie vereinbar sind.

Auf den Seiten des BJA gibt es neben der Arbeitshilfe weitere Materialien und Ideen, wie ein Tag ohne Gruselfiguren und mit Heiligen funktionieren kann.

Für Rückfragen zu dieser Aktion / Arbeitshilfe stehen die BJA-Mitarbeiter zur Verfügung:

Bischöfliches Jugendamt
Kapellberg 1
86150 Augsburg
Telefon: 0821/3166-2322
E-Mail: bja@bistum-augsburg.de   

 

Geschichte des Halloween-Festes

Das Halloween-Fest wurde ursprünglich im katholischen Irland als der „Abend vor Allerheiligen“ gefeiert, was auch der wörtlichen Übersetzung von „All Hallows Evening“ entspricht. Das Allerheiligenfest geht bis ins 7. Jahrhundert zurück und war in Rom der Festtag der heiligen Märtyrer. Irische Einwanderer brachten ihr Halloween-Fest dann mit nach Amerika, wo es zunehmend „moderne“ Ausschmückungen erhielt. Heute wird es dort mit großem Aufwand wie ein Volksfest gefeiert. Seit den 1990er Jahren hat es allerdings in der amerikanischen Ausprägung wieder den Weg zurück nach Europa gefunden. Bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland steht das Fest mit den ausgehöhlten Gruselkürbissen und den möglichst hässlichen Verkleidungen hoch im Kurs.