Vierzehn neue Mitarbeiter/-innen wird Bischof Bertram am Samstag für den pastoralen Dienst beauftragen. (Foto: Annette Zoepf / pba)
Berufe der Kirche

Beauftragung für den pastoralen Dienst

21.09.2020 09:00

Augsburg (pba). Bischof Dr. Bertram Meier wird am Samstag, 26. September vier Pastoralreferent/-innen, fünf Gemeindereferent/-innen und fünf Pfarrhelferinnen für den pastoralen Dienst im Bistum Augsburg beauftragen. Die Aussendungsfeier beginnt um 9.30 Uhr im Hohen Dom zu Augsburg. Aufgrund der Corona-Pandemie und der eingeschränkten Platzzahl im Dom können heuer nur geladene Gäste die Messe mitfeiern.

  

Pfarrhelferinnen

Christine Birle (49) wohnt mit ihrem Mann und zwei erwachsenen Kindern in Wiesenbach-Oberegg bei Krumbach. Ein wichtiges Anliegen ist Birle, den Glauben wieder mehr ins Zentrum der Menschen zu rücken und auch Kindern und Jugendlichen mit Hilfe des Glaubens eine Basis für ein gelingendes Leben zu schaffen. So reifte in ihr der Wunsch, ihre Arbeit in den Dienst der Kirche zu stellen. Vor sieben Jahren begann sie deshalb über den Würzburger Fernkurs Theologie zu studieren. Im Rahmen ihrer Ausbildung zur pastoralen Mitarbeiterin war sie in der PG Illertissen und PG Vöhringen tätig. Die zweijährige Berufseinführung absolvierte sie in den Pfarreien Thannhausen und Burg. Neben den Aufgaben in der Sakramentenkatechese war sie in der Altenseelsorge tätig und war im Kindergarten für die Katechese zuständig. Viel Freude bereitete ihr die Vorbereitung und Durchführung von Kleinkinder-, Familien- und Jugendgottesdiensten sowie die Betreuung und Mitwirkung in den Pfarrzellen von Thannhausen. Ihr neuer Einsatzort ab 1. September ist die Pfarreiengemeinschaft Buch/Oberhausen.

     

Maria Fendt (46) lebt mit ihrem Mann und ihren vier Kindern in Breitenbronn bei Dinkelscherben. Aufgewachsen ist sie in Winterrieden. Der Glaube ihrer Eltern und Großeltern hat sie als Kind sehr fasziniert und in ihrer eigenen Glaubensentwicklung tief geprägt. Zusammen mit Gleichaltrigen durfte sie in ihrer Zeit bei der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB)  Glaube und Gemeinschaft erleben. Sie erlernte den Beruf der Kauffrau im Einzelhandel und widmete sich danach der Erziehung ihrer Kinder. Währenddessen war sie ehrenamtlich tätig und bereitete ihre und andere Kinder auf die Sakramente vor. Sie bemerkte dabei, dass sie auf so manche Frage der Kinder keine Antwort wusste. Daraufhin absolvierte sie über Theologie im Fernkurs ein Studium der Pastoraltheologie und beschloss, ihr Ehrenamt zum Beruf zu machen. Ab September wird Maria Fendt als Pfarrhelferin in der Pfarreiengemeinschaft Stauden tätig sein. Die Schwerpunkte ihrer zukünftigen Arbeit liegen auf der Kommunion- und Firmvorbereitung: Die pastorale Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Familien ist ihr ein Herzensanliegen. Besonders freut sie sich auf die Begegnung mit Menschen aller Altersstufen in den Pfarreien. Gemeinsam mit ihnen möchte sie den Glauben an den liebenden Gott immer wieder aufs Neue entdecken, ihn in Gemeinschaft leben und wachsen lassen.

      

Anne Gasteyer (48) ist verheiratet und lebt mit ihrer Familie in Augsburg- Pfersee. Als ihre beiden Söhne klein waren, begann sie sich in ihrer Heimatpfarrei Herz Jesu in Augsburg ehrenamtlich zu engagieren. Sie war zunächst im Kleinkinder- und Familiengottesdienstkreis aktiv, später als Kommunionmutter und Firmhelferin, im Pfarrgemeinderat und in verschiedenen Ausschüssen. Durch diese vielfältigen Aufgaben entstand der Wunsch, das Ehrenamt zum Beruf zu machen. Sie entschloss sich, ein Studium über Theologie im Fernkurs zu absolvieren. Den praktischen Teil der Ausbildung hat sie in der Pfarreiengemeinschaft Stadtbergen abgelegt. Dort durfte sie viel Neues kennenlernen und konnte feststellen, dass ihr die Arbeit in der Gemeinde große Freude bereitet. Das Reich Gottes im Miteinander verschiedenster Menschen spürbar zu machen, ist für Anne Gasteyer eine Aufgabe, der sie sich gern stellen möchte. Sie wird ab September als Pfarrhelferin weiterhin in der Pfarreiengemeinschaft Stadtbergen eingesetzt. Die Schwerpunkte ihrer Arbeit werden die Jugend- und Ministrantenpastoral sein, die Kommunion- und Firmvorbereitung sowie die Vorbereitung verschiedener Gottesdienste. Sie freut sich darauf, Begonnenes weiterzuführen, Neues zu entdecken und gemeinsam mit den Menschen vor Ort den Glauben als Bereicherung und Stärkung zu erfahren.

      

Bernadette Singer (52) ist im Ortsteil Wies in der Gemeinde Stötten am Auerberg aufgewachsen. Seit 27 Jahren ist sie verheiratet, hat drei volljährige Kinder und wohnt in Marktoberdorf. Den Beruf als Rechtsanwaltsfachangestellte übte sie bis vor zwei Jahren noch in Teilzeit aus. Auf ihrem Glaubensweg haben sie das katholische Elternhaus, die Landjugend und die Mädchengemeinschaft „Der Neue Weg“ geprägt sowie viele überzeugende Vorbilder und treue Wegbegleiter im Glauben. Schon in der Jugend war die Kirche für sie wie eine zweite Heimat, in der sie sich gerne engagierte. Fortgesetzt hat sich dies an ihrem jetzigen Wohnort. Dort war sie neben dem Lektoren- und Kommunionhelferdienst hauptsächlich für die inhaltliche und musikalische Gestaltung von Familien- und Jugendgottesdiensten zuständig. Frau Singers Interesse, den Glauben tiefer kennenlernen zu wollen wuchs und es reifte in ihr der Entschluss, sich hauptberuflich in den Dienst der Kirche zu stellen. Nach dem Würzburger Fernkurs Theologie folgten das Praktikumsjahr und die zweijährige Berufseinführung zur Pfarrhelferin in der Pfarreiengemeinschaft Leuterschach. Dort durfte sie neben der Erstkommunionvorbereitung und Ministrantenarbeit neue pastorale Räume öffnen, wie etwa die Einführung von Segensfeiern für Schwangere und eine erweiterte Taufvorbereitung. Ab 1. September wird sie in der Pfarreiengemeinschaft Mauerstetten insbesondere in der Firmvorbereitung sowie in der Familien- und Erwachsenenpastoral tätig sein. Bernadette Singer freut sich darauf, Leben und Glauben in Gemeinschaft miteinander zu teilen, zu feiern und zu leben und gemeinsam Charismen zu entdecken, die eine lebendige Kirche sichtbar werden lassen.

      

Sr. Marcelina Weber (40) trat mit 23 Jahren in den Orden der Schwestern vom Barmherzigen Jesus ein, der vom Seligen Michael Sopoćko gegründet wurde. Zu Beginn ihres Ordenslebens widmete sie sich dem Studium der Theologie über den Würzburger Fernkurs. Weil sie stets sehr gerne mit Kindern und Jugendlichen zu tun hatte, lag es für sie geradezu auf der Hand, das Wirken als Ordensschwester mit dem Beruf der Pfarrhelferin zu verbinden. Ihr zukünftiger Einsatzort ist die PG Weiler-Simmerberg, wo sie bereits ihre zweijährige Berufseinführung absolviert hat. Die Aufgabenschwerpunkte liegen für sie in der Kommunion- und Firmvorbereitung, in der Kinder- und Jugendarbeit und bei den Ministranten der Pfarreiengemeinschaft. Weiterhin möchte Sr. Marcelina mit ihrem Leben als Ordensfrau freudiges Zeugnis von Gottes barmherziger Liebe geben und die Menschen dazu anregen, ganz auf Gott zu vertrauen, der die Güte selbst ist.

        

Gemeindereferent/-innen

Julia Dorille (52) ist verheiratet und lebt mit ihrer Familie in Immenstadt-Stein im Allgäu. Aufgewachsen im Saarland durfte sie mit zehn Jahren das erste Mal als Ministrantin am Altar stehen. Für Julia Dorille war dies der Beginn eines langen „pastoralen“ Weges. Nach einer Ausbildung zur Hotelfachfrau führte sie ihr erster beruflicher Umweg nach Frankreich, wo sie ihren Mann kennenlernte. Nach einer längeren Familienzeit, in der sie sich um ihre drei Söhne gekümmert hat, entschied sie sich für ein Studium der Theologie über den Würzburger Fernkurs. Bestärkt wurde sie darin durch ihr jahrelanges, ehrenamtliches Engagement in verschiedenen Diözesen und Pfarreien. Im Rahmen ihrer Berufseinführung arbeitet sie seit 2014 als pastorale Mitarbeiterin und Gemeindeassistentin in der Pfarreiengemeinschaft Bad Hindelang. Ihre Schwerpunkte sind die Sakramentenkatechese und Familienpastoral sowie Religionsunterricht an der Grund- und Mittelschule. Frau Dorille freut sich sehr, dass sie ab September nun als Gemeindereferentin in der Pfarreiengemeinschaft Bad Hindelang tätig sein kann, um weiterhin mit den Menschen dort zusammen auf dem Weg des Glaubens unterwegs zu sein.

     

Martin Mayer (29) ist gebürtig aus Unterglauheim bei Blindheim im Landkreis Dillingen, wo er auch heute noch wohnt. In seiner Heimatpfarrei St. Vitus engagiert er sich seit seiner Ministrantenzeit  ehrenamtlich. Schon früh lernte er das Konzept einer Pfarreiengemeinschaft kennen und konnte gute Erfahrungen daraus gewinnen: Er engagierte sich in der Oberminirunde sowie im Pfarrgemeinde- und Pastoralrat und war damit auch überörtlich aktiv. In einigen Pfarreien war er darüber hinaus als Aushilfsorganist tätig. Nach dem Abitur im St. Bonaventura Gymnasium in Dillingen und einem Freiwilligen Sozialen Jahr beim Bayerischen Roten Kreuz begann er mit dem Studium der Religionspädagogik und kirchlichen Bildungsarbeit in Benediktbeuern. Er schloss dieses mit dem „Bachelor of Arts“ und dem Praxisjahr in der PG Burgheim bei Neuburg erfolgreich ab. Während seiner Assistenzzeit war er in der PG Buchloe im Ostallgäu tätig. Neben dem schulischen Religionsunterricht in der Grund- und Mittelschule, lagen die Schwerpunkte seiner Tätigkeit unter anderem in der Familienpastoral, der Begleitung ehrenamtlicher Gruppen, der Vorbereitung der Erstkommunion sowie verschiedenen Projekten innerhalb der Pfarrei. Ab September wird Martin Mayer als Gemeindereferent in der Pfarreiengemeinschaft Nördlingen tätig sein. Dabei ist es ihm ein Herzensanliegen, nachhaltig zu wirken und den Gemeinschaftssinn in der Pfarreiengemeinschaft zu stärken.

      

Marina Aurbacher (27) ist in Marktoberdorf im Ostallgäu aufgewachsen. Sie engagierte sich während ihrer Kinder- und Jugendzeit bei den Ministranten, im pfarreiübergreifenden Zeltlager, bei Projektwochenenden sowie in verschiedenen Jugendgruppen. Später übernahm sie in ihrer Heimatpfarrei und auf Landkreisebene des BDKJ Kreisverbands Ostallgäu leitende Aufgaben in der Kinder- und Jugendarbeit. Hier konnte sie zahlreiche Erfahrungen sammeln: wie christliche Werte die Gesellschaft gestalten und bereichern, aber auch wie Jugendliche und junge Erwachsene miteinander die Begeisterung für den Glauben teilen und weitergeben. Diese Erfahrungen bewegten Marina Aurbacher dazu, im Anschluss an ihre Ausbildung zur Bürokauffrau ein Studium der Pastoral und Religionspädagogik in Freiburg zu beginnen. Das berufspraktische Jahr absolvierte sie in der Pfarreiengemeinschaft Ammersee-Ost, ihre Ausbildung zur Gemeindeassistentin in der Pfarreiengemeinschaft Füssen. Die Schwerpunkte ihrer Arbeit liegen in der Jugendpastoral, der Firmkatechese sowie einzelnen Bereichen der Kranken- und Altenseelsorge. Neben den pastoralen Tätigkeiten ist sie auch in der Grund- und Mittelschule als Religionslehrerin tätig. Ab September 2020 wird Marina Aurbacher ein weiteres Jahr die Gemeindemitglieder der Pfarreiengemeinschaft Füssen unterstützen. Für die kommende Arbeit in den Pfarreien ist es ihr wichtig, Jesus Christus in der Liturgie lebendig zu halten sowie sein Zeugnis durch den Dienst an den Menschen spürbar werden zu lassen.

       

Julia Meichelböck (30) ist in Kaltental im Ostallgäu aufgewachsen. Aktuell wohnt sie in Friedberg, da sie in Augsburg-Hochzoll ihre Ausbildung zur Gemeindereferentin absolviert. Julia Meichelböck hat bereits vor ihrer Ausbildung ein Studium der Sozialwirtschaft abgeschlossen und über drei Jahre als Einrichtungsleiterin eines Seniorenheimes bei der Caritas Augsburg Betriebsträger gGmbH (CAB) gearbeitet. Während dieser Zeit keimte in ihr der Wunsch, sich noch tiefer mit dem Glauben zu beschäftigen und diesen verstärkt auch in ihrem beruflichen Leben weiterzugeben. Sie entschloss sich, ein Studium zur Gemeindereferentin in Benediktbeuern zu beginnen. Persönlich und geistlich sehr stark geprägt hat Frau Meichelböck ihr Engagement bei der Kolpingjugend in ihrer Heimatgemeinde und bei der Kolpingjugend Augsburg. Dort war sie drei Jahre als Diözesanleiterin aktiv. Zudem hat sie ab ihrem 16. Lebensjahr auch immer wieder Veranstaltungen der Jugend 2000 besucht, die ihre Begeisterung für den Glauben vertieften und wachsen ließen. Kirche hat sie dabei immer als Ort der Heimat erleben dürfen, in der jeder seinen Platz haben darf. Dies, sowie die Freude am Glauben, hofft sie auch den Menschen in der Pfarreiengemeinschaft Buchloe vorleben und weitergeben zu können. Denn dort wird Julia Meichelböck zukünftig eingesetzt sein. Sie freut sich auf die neuen Herausforderungen und die Begegnungen mit den Menschen in ihrer Heimat im Allgäu.

      

Maria Schatz (30) wohnt mit ihrem Mann und ihrem kleinen Sohn in Mauerstetten. Nach der Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin im Klinikum Kaufbeuren und einer zweijährigen Tätigkeit dort, entschied sie sich für ein Studium der Religionspädagogik und kirchlichen Bildungsarbeit in Eichstätt. Bereits im Kindes – und Jugendalter engagierte sich Frau Schatz in der Heimatpfarrei Frankenried als Ministrantin, Lektorin und später im Pfarrgemeinderat. Das kirchliche Leben und vor allem die kirchlichen Bräuche sowie Feste waren und sind ein fester Bestandteil in ihrem Alltag. In ihrer Vorbereitungszeit zur Gemeindeassistentin in Seeg und in der Assistenzzeit in der Pfarrei St. Pius in Haunstetten durfte sie lebendige und Mut machende „Kirchen“ und pastorale Teams kennen lernen und mit ihnen arbeiten. Dies stärkte zusätzlich ihre Motivation, seelsorglich zu arbeiten, eine tätige Zeugin des Glaubens zu werden und dies beruflich auch umzusetzen. Ihre Schwerpunkte in der Pfarrei St. Pius waren vor allem die Bibelarbeit im Kinder-, Jugend- und Familienbereich sowie die Erstkommunion- und Firmvorbereitung. Ab September wird Frau Schatz eine voraussichtlich zweijährige Elternzeit antreten. Weiterhin hat sie den Wunsch und sieht sich in der Verantwortung, an einer lebendigen Kirche mitzubauen und auch in der Elternzeit ein Teil von ihr zu bleiben.

       

Pastoralreferent/-innen

Martin Blay (30) ist in Schwangau im Allgäu aufgewachsen. Im September hat er seine neue Stelle im Mentorat für Lehramtsstudierende an der Universität Augsburg angetreten und wohnt seitdem im Univiertel in Augsburg. Für den Beruf des Pastoralreferenten entschied er sich erst, nachdem er bereits einige Zeit an der Universität in Regensburg gearbeitet hatte. Damals wurde ihm klar, dass er nicht nur gemeinsam mit Studenten über Theologie nachdenken will, sondern mit möglichst vielen verschiedenen Menschen den Glauben teilen möchte. In diesem Sinne durfte er in den letzten drei Jahren die Pfarreiengemeinschaft Königsbrunn als einen bestärkenden Ort erfahren, in dem sich Jugendliche ebenso wie ältere Menschen auf die Suche nach Gott machen, gemeinsam Feste feiern und das Leben teilen. Für seine zukünftige Tätigkeit im Mentorat für Lehramtsstudierende an der Universität Augsburg hofft er, geistliche Angebote für junge Erwachsene entwickeln zu können, die ihnen in ihrem Alltagsleben Orientierung bieten und sie zu einer Offenheit für die Begegnung mit Gott führen.

     

Nikolaus Matosevic (48) ist in Innsbruck geboren. Durch seine Frau, mit der er seit August 2016 verheiratet ist, ist er nach Dießen gekommen, wo er auch seine Pastoralassistenzzeit absolvierte. Vor seiner Ausbildung zum Pastoralreferenten war Nikolaus Matosevic als Bürokaufmann tätig. Bei dieser Tätigkeit spürte er jedoch immer mehr, dass sie ihn nicht richtig ausfüllte. Auf dem zweiten Bildungsweg machte er das Abitur in Waldram und studierte anschließend Theologie in Salzburg und Eichstätt. Diese Wendung nach langjähriger Berufstätigkeit war für Nikolaus Matosevic nicht einfach, bereut hat er seine Entscheidung aber nie. Sein Wunsch, den Beruf des Pastoralreferenten auszuüben, festigte sich hingegen immer mehr. Denn erarbeitetes aus dem Studium mit gelebtem Glauben vor Ort zu verbinden, mit Menschen darüber zu sprechen und somit zu „erden“, wertet er als besonderes Privileg. Für Nikolaus Matosevic waren Erfahrungen als Firmgruppenleiter und im Jugendchor prägend und motivierten ihn, sich eingehender mit dem Glauben zu beschäftigen. Das Lesen in der Bibel begleitete ihn dabei. Während seiner Assistenzzeit in Dießen ließen ihn Erfahrungen in der Ministranten- und Jugendarbeit und in der Ökumene oder bei liturgischen Feiern klar werden, wie sehr Kirche von der Basis her aufgebaut werden kann. Ab September wird er in der Gemeindeentwicklung für die Dekanate im Südosten des Bistums tätig sein. Auf diesen Einsatz freut er sich und hofft, zukunftsweisende und tragfähige Lösungen mit den Menschen vor Ort entwickeln zu können.

    

Dennis Nguyen (28) stammt aus Laupheim im Landkreis Biberach. Nach dem Abitur besuchte er das theologisch-propädeutische Seminar Ambrosianum in Tübingen. Dort hat er schnell Gleichaltrige gefunden, denen der Glaube wichtig ist und mit denen er seine Freizeit gestalten konnte. In dieser Zeit wuchs auch sein Wunsch, einen pastoralen Beruf zu ergreifen. Zum Studium der katholischen Theologie wechselte er schließlich nach Augsburg und fand in der Katholischen Hochschulgemeinde Heimat. Gott sei immer schon da und lasse sich in allen Dingen finden, so lautet Nguyens Überzeugung. Auch an Orten, die man zunächst nicht mit der Kirche in Verbindung bringe, könne man ihn entdecken, findet er. Diese Erfahrung machte er nicht nur beim Jugendarrest-Besuchsdienst und in der Flüchtlingsarbeit, sondern auch bei seiner ehrenamtlichen Tätigkeit als Rettungssanitäter. Die Berufseinführung als Pastoralassistent absolvierte Dennis Nguyen in der Seelsorgeeinheit Seegemeinden am Bodensee (Diözese Rottenburg-Stuttgart). Ab September kehrt er als Hochschulseelsorger in die KHG Augsburg zurück. Während der ganzen Zeit habe er gute Begleiter im Glauben gehabt und ein solcher möchte er nun auch für die Studierenden sein.

     

Dorothee Schindler (29) ist in Vöhringen aufgewachsen, wo sie inzwischen auch wieder wohnt. Dort engagierte sie sich als Ministrantin, Jugendgruppenleiterin und Lektorin. In dieser Zeit durfte sie Menschen kennen lernen, die sie mit ihrer Art, den Glauben zu leben und zu vermitteln, „begeistert haben“. Als Gruppenleiterin bei den Ministranten wuchs schließlich der Wunsch, selbst für den Glauben Zeugnis geben zu können und andere mit der Freude des Christseins anzustecken. Nach ihrem Abitur begann sie mit dem fünfjährigen Studium der katholischen Theologie in Augsburg. Nach diesem absolvierte sie die vierjährige Assistenzzeit in der Pfarrei St. Stephan in Mindelheim, die später in die Pfarreiengemeinschaft Mindelheim aufging. Ab Oktober 2018 arbeitete Dorothee Schindler zudem mit einem kleinen Stundenkontingent in der Betriebsseelsorge Allgäu mit. Dort wird sie ab September als Pastoralreferentin tätig sein. Sie freut sich darauf, Menschen an den Orten zu begegnen, wo sie ihre Arbeit verrichten sowie auf die Begegnungen und Gespräche mit Betriebsräten, Personalräten und Mitarbeitervertretern. Außerdem auf das solidarisch sein mit Menschen, die Unrecht in ihrer Arbeit erfahren müssen.

        

Zu den Berufen:

Pastoralreferenten/-innen arbeiten als Theologen mit kirchlichem Auftrag in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen und übernehmen dort Aufgaben in der sogenannten Kategorialseelsorge, zum Beispiel in der Krankenhaus- und Gefängnisseelsorge sowie in den Bereichen Ehe- und Familienpastoral, Gemeindeentwicklung und Erwachsenenbildung. Teilweise werden Pastoralreferenten auch in Pfarrgemeinden eingesetzt. Voraussetzung für den Beruf des Pastoralreferenten ist ein Theologiestudium und die Teilnahme am Interessenten- und Bewerberkreis für Pastoralreferenten/-innen der Diözese Augsburg. Nach dem Studium ist die vierjährige Pastoralassistentenzeit zu absolvieren, die mit der zweiten Dienstprüfung endet.

Gemeindereferenten/-innen arbeiten in der Regel selbstständig in einer Seelsorgeeinheit unter der Leitung eines Pfarrers und im Religionsunterricht an Grund-, Mittel- und Förderschulen. Im pastoralen Bereich sind sie zum Beispiel eingesetzt in der Kinder- und Jugendarbeit, der Sakramentenkatechese, der Erwachsenenbildung sowie in der Schulung und Begleitung von Ehrenamtlichen. Sie leiten und begleiten Glaubenskurse, moderieren Arbeits- und Gesprächskreise und vernetzen und koordinieren Anliegen von Gruppen und Einzelpersonen. Für die Ausbildung zum Gemeindereferenten sind ein religionspädagogisches Studium und die Teilnahme am Bewerberkreis für Gemeindereferenten/-innen der Diözese Augsburg Voraussetzung. Nach dem Studium und dem berufspraktischen (Halb-)Jahr schließt sich eine zweijährige Assistenzzeit in einer Seelsorgeeinheit und im Religionsunterricht an, die mit der zweiten Dienstprüfung abgeschlossen wird.

Pfarrhelfer/-innen tragen in vielfältigen Aufgabenfeldern in Pfarrgemeinden beziehungsweise Pfarreiengemeinschaften zu einer lebendigen Seelsorge bei. Zu den pastoralen Aufgabengebieten gehören im Bereich der Verkündigung die  Tauf-, Erstkommunion- und Firmvorbereitung, Erwachsenenbildung, Glaubensseminare und Bibelarbeit. Im Bereich der Diakonie kümmern sich Pfarrhelfer/-innen um den Aufbau und die Begleitung von Besuchsdiensten und die Seniorenarbeit. Zu ihren Aufgabengebieten im Bereich Liturgie gehören die Mitarbeit beziehungsweise die Leitung von Vorbereitungskreisen für Familien-, Kinder- und Jugendgottesdienste sowie von Wort-Gottes-Feiern. Voraussetzung für eine Anstellung als Pfarrhelfer ist der Studiengang „Pastoraltheologie“ des Würzburger Fernkurses. Begleitend zum Studium werden pastorale Praktika in der Heimatdiözese durchgeführt. Die zweijährige Berufseinführungszeit endet mit der zweiten Dienstprüfung.

 

Wenn Sie sich für einen pastoralen Beruf interessieren, wenden Sie sich an den Fachbereich Personalgewinnung und Ausbildung:

Haus Katharina von Siena, Thommstrasse 24a, 86153 Augsburg
E-Mail: ausbildung.pa-ga-ph@bistum-augsburg.deTel. 0821 3166-1211 oder -1213

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