Ökumene

Besuch des rumänisch-orthodoxen Metropoliten

17.06.2021 12:15

Bischof Bertram hat sich heute mit dem rumänisch-orthodoxen Erzbischof Dr. Serafim Joanta getroffen. Der Geistliche steht der Metropolie für Zentral- und Nordeuropa vor und ist Erzbischof der rumänisch-orthodoxen Gläubigen in Deutschland, Österreich und Luxemburg.

(v.l.) Metropolit Dr. Serafim Joanta, Bischof Dr. Bertram Meier und Pfarrer Ciprian Suciu der rumänisch-orthodoxen Kirchengemeinde Augsburg (Foto: Julian Schmidt / pba)

Die beiden Bischöfe gaben bei ihrem Treffen der gemeinsamen Freude über das Wiedersehen Ausdruck: Beide sind sich bereits seit vielen Jahren über die gemeinsame Aktivität in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen bekannt. Bei dem Gespräch im Bischofshaus wurde unter anderem über die Ökumene und das gesellschaftliche Miteinander der christlichen Kirchen in Deutschland gesprochen. Ein konkreter Diskussionspunkt war auch das Verfügbarmachen katholischer Kirchen für Gottesdienste, da es den rumänisch-orthodoxen Glaubensgeschwistern in Deutschland nach wie vor an eigenen Gotteshäusern mangelt, während gleichzeitig die Mitgliederzahl anwächst.

Die rumänisch-orthodoxe Kirche ist mit rund 17 Millionen Mitgliedern die zweitgrößte autokephale Kirche der orthodoxen Gemeinschaft und wird von einem in Bukarest ansässigen Patriarchen geleitet. Erzbischof Dr. Serafim Joanta wurde 1948 in Siebenbürgen geboren und studierte Theologie in Hermannstadt/Sibiu und Paris. Nach seiner Bischofsweihe 1990 war er zunächst als Weihbischof im Erzbistum Hermannstadt tätig, bevor er 1994 zum ersten Erzbischof der neugeschaffenen Metropolie für Deutschland, Zentraleuropa und Nordeuropa mit Sitz in Nürnberg ernannt wurde. Die von ihm direkt geleitete Erzdiözese erstreckt sich über Deutschland, Österreich und Luxemburg. Zu ihr gehören mehr als 130 Gemeinden mit geschätzt rund einer Million Gläubigen. In Augsburg feiert die Gemeinde um Pfarrer Ciprian Suciu ihre Gottesdienste in der Stiftungskapelle St. Antonius (Dominikanergasse 5).