Bischof Dr. Konrad Zdarsa hat heute Ludwig Bolkart (links) und Richard Hörmann (rechts) zu Diakonen geweiht. (Foto: Maria Steber / pba)
Diakonenweihe

Bischof Konrad weiht zwei Männer zu Diakonen

04.05.2019 16:45

Augsburg (pba). Bischof Dr. Konrad Zdarsa hat heute in der Basilika St. Ulrich und Afra in Augsburg zwei Männer aus dem Priesterseminar St. Hieronymus durch Handauflegung und Gebet zu Diakonen geweiht: Ludwig Bolkart aus der Pfarrei Mariä Himmelfahrt in Weißenhorn und Richard Hörmann aus der Pfarrei St. Philippus und Jakobus in Bad Grönenbach. Begabt mit dem heiligen Geist und in dessen Kraft, stehe der Diakon als Helfer dem Bischof und seinem Presbyterium zur Seite: „Im Dienst des Wortes, des Altares und der Liebe ist er für alle da“, wandte sich Bischof Konrad in seiner Predigt an die Weihekandidaten.

Er wies darüber hinaus auf die wichtige und besondere Bedeutung des diakonischen Dienstes seit dessen Ursprung in der Urkirche hin: „Wie immer sich im Laufe der Kirchengeschichte die Dienste entwickelt haben mögen“, so sei „die Notwendigkeit der Konzentration auf die Verkündigung des Wortes und das Gebet wie auf den konkreten diakonischen Dienst an den Menschen“ ungebrochen. Sei das Wachstum der frühen Kirche zwar nicht mit einem Wachstum in aller Einheit und Einmütigkeit unter den Gläubigen einhergegangen, so seien die Spannungen jedoch nicht einfach mit einem Hinweis auf die Vielfalt als Reichtum wegerklärt worden, sondern ganz praktisch angegangen und überwunden worden. Einem ganz besonderen Stand der Kirche sei hierbei „der Dienst der tätigen Liebe“ übertragen worden, „näher hin als Dienst an den Tischen gekennzeichnet, und zwar für die Gesamtgemeinde“, so Bischof Konrad.

Die Kirche selbst habe für den diakonischen Dienst an Jesu Christi statt eine eigene Weihestufe vorgesehen und den Weihestand des Diakons etabliert. Sei nach dem II. Vatikanischen Konzil zwar die engere Vorbereitung auf die Priesterweihe neu geordnet worden, so habe die Kirche an diesem besonderen Stand festgehalten und mit dem des Ständigen Diakonats sogar noch ausgebaut. „Auch und gerade die, die auf das Priestertum der Kirche zugehen, werden zuvor durch Handauflegung und Gebet zu Diakonen geweiht.“ Auch nach der Priesterweihe bleibe ein Priester geweihter Diakon, stellte der Bischof dahingehend fest. 

Bezugnehmend auf den Dienst der Verkündigung richtete sich Bischof Konrad an seine Brüder im geistlichen Dienst: „Denkt nicht nur darüber nach, was ihr den Gläubigen verkündigen wollt, sondern vergewissert Euch immer wieder im Gebet, wen ihr verkündigen und den Menschen nahebringen sollt.“ Und dies, so Bischof Konrad weiter, „nicht nur vom Ambo oder möglicherweise einer Kanzel her, sondern mit Händen und Füßen und Eurer ganzen Person im helfenden Dienst der Liebe und nicht weniger mit Eurem fürbittenden Gebet“.   

Die vollständige Predigt von Bischof Konrad im Wortlaut finden Sie hier:

Die neuen Diakone:

Ludwig Bolkart(29) aus der Pfarrei Mariä Himmelfahrt in Weißenhorn machte zunächst eine Ausbildung zum Industriemechaniker. Am Spätberufenenseminar St. Matthias in Waldram holte er sein Abitur nach und studierte anschließend in Augsburg und Mailand Theologie. Derzeit durchläuft er das Diakonatspraktikum in der Pfarrei St. Lorenz in Kempten.

Richard Hörmann (27) kommt aus der Pfarrei St. Philippus und Jakobus in Bad Grönenbach. Nach seinem Abitur an der Fachoberschule absolvierte er in Augsburg und Münster das Theologiestudium. Für das Diakonatspraktikum ist er derzeit in der Pfarreiengemeinschaft Nördlingen – St. Salvator eingesetzt. 

 

 

Der Dienst des Diakons:

Bei der Diakonenweihe versprechen die Kandidaten, ihr ganzes Leben in den Dienst Gottes und der Kirche zu stellen. Aufgaben des Diakons sind unter anderem, feierlich die Taufe zu spenden, dem Bischof und den Priestern bei der Feier der Eucharistie zu helfen, der Eheschließung zu assistieren und das Brautpaar zu segnen, das Evangelium zu verkünden und zu predigen, den Begräbnissen vorzustehen und sich den verschiedenen caritativen Diensten zu widmen.