Weltkirche

Bischof aus Nordindien zu Gast im Bistum

04.10.2019 08:17

Bischof Thomas Thuruthimattam von Gorakhpur in Nordindien hat diese Woche Augsburg besucht. Dabei traf er sich unter anderem mit Diözesanadministrator Dr. Bertram Meier und Vertretern der Abteilung Weltkirche. Bischof Thomas erzählte von den vielfältigen Herausforderungen in seiner kleinen Diasporagemeinde und der intensiven karitativen Arbeit, die die Kirche dort leistet.

(v.l.) Anton Stegmair, Leiter der Abteilung Weltkirche, 3. Bürgermeister Dr. Stefan Kiefer, Bischof Thomas Thuruthimattam CST, Diözesanadministrator Dr. Bertram Meier und Projektreferentin Andrea Decke (Foto: Julian Schmidt / pba).

Bei dem Treffen ebenfalls anwesend war der 3. Bürgermeister der Stadt Augsburg, Dr. Stefan Kiefer. Bischof Thomas war von 1979 bis 1983 Kaplan in Neugablonz, wo Bertram Meier zuerst als Pastoralpraktikant und später als Diakon wirkte. Stefan Kiefer war zur gleichen Zeit als Ministrant und in der Jugendarbeit der dortigen Pfarrei aktiv.

Bischof Thomas, der der syromalabarischen Kirche – einer mit Rom unierten Gemeinschaft - angehört, schilderte die Situation der Christen in Indien. So gäbe es zunehmend versteckte und offene Aggression gegen Minderheiten, vor allem gegenüber Christen und Muslimen. Bittere Armut breiter Bevölkerungskreise sei Realität.

Dennoch halte die Kirche an ihrem Engagement auch im sozio-pastoralen Bereich fest. Das Bistum Gorakhpur unterhalte zahlreiche Schulen für mehr als 50.000 Kinder, die zum großen Teil von Nichtchristen besucht und wegen ihres hohen Standards von weiten Kreisen der Bevölkerung sehr geschätzt würden. Hinzu kämen Waisenhäuser, Krankenstationen oder Behinderteneinrichtungen in kirchlicher Trägerschaft. Daneben betreuten fast 70 Priester und mehr als 200 Ordensleute die drei Pfarreien und 25 Missionsstationen mit ihren rund 3.300 Katholiken – bei einer Gesamtbevölkerung von mehr als 17 Millionen Menschen eine verschwindend kleine Minderheit.

Die Vertreter der Abteilung Weltkirche waren sehr beeindruckt vom Wirken des Bischofs und tauschten sich über Projekte aus, die von den beiden Diözesen Gorakhpur und Augsburg gemeinsam geschultert werden. Nach dem Besuch in Augsburg flog Bischof Thomas nach Rom, wo er von Papst Franziskus gemeinsam mit seinen bischöflichen Mitbrüdern zum alle fünf Jahre stattfindenden Ad-limina-Besuch erwartet wurde.