Mastodon
Erdbebenkatastrophe in Venezuela

Bistum Augsburg leistet Soforthilfe und ruft zu Spenden auf

Augsburg (pba). Tausende Tote und Verletzte, völlig zerstörte Gebäude und Infrastruktur: Es ist eine menschliche Tragödie, die das schwere Erdbeben in der vergangenen Woche in Venezuela angerichtet hat. „Als Bistum Augsburg trauern wir mit den Hinterbliebenen und wünschen ihnen Trost und wirksame Hilfe“, zeigt sich Bischof Dr. Bertram Meier betroffen nach den Berichten über die verheerenden Folgen der Naturkatastrophe und sichert neben seinem Gebet auch finanzielle Unterstützung zu. Denn – so der Bischof - das Bistum sei bereits seit Jahrzehnten über das bischöfliche Hilfswerk Adveniat, konkret durch die Aktion „Priesterpatenschaften“, mit dem südamerikanischen Land verbunden. 

Eingestürzte Gebäude gehören zu den verheerenden Folgen der Erdbebenkatastrophe in Venezuela. (Foto: Adveniat)

Aus Mitteln der Bischöflichen Missionskommission stellt die Kirche von Augsburg in dieser akuten Notsituation Soforthilfe in Höhe von 20.000 Euro bereit und setzt damit ein Zeichen der Solidarität mit den Menschen Venezuelas, so Anton Stegmair, Leiter der Abteilung Weltkirche. „Langjährige Kontakte zu Partnern vor Ort ermöglichen es über das Lateinamerika-Hilfswerk sofortige und umfangreiche Hilfe in Form von Lebensmitteln, Trinkwasser, Medikamenten, Hygieneprodukten und Kleidung in die Region zu bringen. Dazu wollen wir gerne einen Beitrag leisten!“ Die Hilfe komme so schnell und wirksam bei den Menschen in der krisengeschüttelten Region an.

Obwohl inzwischen viele internationale Helfer in der Krisenregion eingetroffen sind, gestalten sich die Rettungsarbeiten nach wie vor sehr schwierig, was nicht zuletzt auch an der mangelhaften behördlichen Infrastruktur liegt. Viele Kirchengemeinden haben unmittelbar reagiert: Menschen wurden aufgenommen, Opfer versorgt, Notfallseelsorge angeboten. Es wurden Sammelstellen für Kleiderspenden, Lebensmittel und Medikamente eingerichtet.

  

Hintergrund

Am 24. Juni wurde das südamerikanische Land durch zwei schwere Erdbeben erschüttert. Besonders betroffen waren die 170 Kilometer vom Epizentrum entfernten Städte Caracas und La Guaira. Zudem kam es zu sehr starken Nachbeben (bis 5,5). Schätzungsweise sind 70.000 Familien von eingestürzten Gebäuden betroffen. Die Kommunikationsverbindungen waren über viele Stunden unterbrochen, kritische Infrastruktur wie Gesundheitseinrichtungen, Straßen und Brücken sowie der internationale Flughafen sind schwer beschädigt.

  

Spendenaufruf

Wenn Sie die Betroffenen der Erdbeben-Katastrophe in Venezuela unterstützen möchten, dann können Sie dies durch eine Spende an den Bischöflichen Hilfsfonds „Eine Welt“ über folgendes Konto tun (für Spendenquittungen bitte Namen und Adresse angeben):

Bischöflicher Hilfsfonds „Eine Welt“

Vermerk: „Venezuela – Erdbeben“

IBAN: DE72 7509 0300 0000 2390 97

SWIFT/BIC-Code: GENODEF1M05