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Renovabis-Pfingstaktion

Bundesweite Eröffnung im Bistum Augsburg

Augsburg (pba). Die bundesweite Eröffnung der Renovabis-Pfingstaktion findet heuer im Bistum Augsburg statt. Den Auftakt der zweiwöchigen Aktionszeit wird ein Festgottesdienst mit Bischof Dr. Bertram Meier, dem Renovabis-Hauptgeschäftsführer, Prof. Dr. Thomas Schwartz sowie weiteren Gästen aus Mittel- und Osteuropa bilden. Die Messe wird am Sonntag, 10. Mai um 10 Uhr im Augsburger Dom mit einem anschließenden Empfang im Kolpinghaus gefeiert. Sie wird im Livestream bei Bibel-TV, EWTN, Domradio, katholisch.tv sowie auf der Bistumshomepage übertragen.

Rund um den Eröffnungsgottesdienst werden darüber hinaus zahlreiche Veranstaltungen im ganzen Bistumsgebiet auf die Projektarbeit des Osteuropa-Hilfswerks aufmerksam machen. Unter dem diesjährigen Leitwort „zusammen_wachsen. damit Europa menschlich bleibt“ werden Gäste aus Armenien, Litauen, Serbien und der Ukraine über ihren Einsatz für Dialog, Teilhabe, soziale Gerechtigkeit und Versöhnung in den Renovabis-Partnerprojekten sprechen. Ein Gottesdienst (mit live-Übertragung im ZDF) am Pfingstsonntag, 24. Mai um 9.30 Uhr in der Pfarrkirche St. Martin in Kaufbeuren wird die Aktion feierlich beenden. An diesem Sonntag wird zugleich in allen katholischen Kirchengemeinden Deutschlands Spenden für die Arbeit von Renovabis gesammelt.      

Mit dem Leitwort „zusammen_wachsen. damit Europa menschlich bleibt“ greift Renovabis in der Pfingstaktion 2026 die wachsende Polarisierung und Zerrissenheit in Europa auf: sowohl in den Partnerländern Mittel-, Ost- und Südosteuropas als auch in Deutschland und anderen westeuropäischen Staaten. Die Ursachen für diese Entwicklung sind vielfältig: soziale und wirtschaftliche Ungleichheiten, unsichere Arbeitsverhältnisse, steigende Lebenshaltungskosten und ungleiche Bildungschancen. Diese Herausforderungen schüren Ängste und treiben politische Polarisierungen voran. Populistische und nationalistische Bewegungen gewinnen an Einfluss und das Vertrauen in demokratische Institutionen schwindet. Migration und Globalisierung stellen die Integrationsfähigkeit der Gesellschaften zusätzlich auf die Probe.

Wie ein „zusammen_wachsen“ und gemeinsames Miteinander über soziale, kulturelle und politische Grenzen hinweg aussehen kann, darüber wird es bei einer Diskussionsveranstaltung am Freitag, 8. Mai um 18.30 Uhr im Haus Sankt Ulrich in Augsburg gehen. Unter der Leitfrage "Was die Welt zusammenhält. Beziehung als Prinzip in Natur, Religion und Gesellschaft" werden sich Kardinal László Német (Belgrad), Astrophysiker und Wissenschaftsjournalist, Prof. Harald Lesch (TU München) und Caritaspräsidentin Eva Maria Welskop-Deffaa austauschen.

Mit einem Stand und bunten Mitmachaktionen zum Thema „Europa“ und „gesellschaftlicher Zusammenhalt“ wird sich der Diözesanrat des Bistums Augsburg in Zusammenarbeit mit Renovabis beim Europatag der Stadt Augsburg präsentieren. Der Aktionstag findet am Samstag, 9. Mai von 10 bis 16 Uhr auf dem Rathausplatz statt.

Wie stark soziales Engagement in der Region verwurzelt ist, zeigt ein Wettbewerb, den Renovabis gemeinsam mit dem Bistum Augsburg ausgeschrieben hat. Schülerinnen und Schüler aus dem Regierungsbezirk Schwaben waren eingeladen, Projekte einzureichen, mit denen sie den sozialen Zusammenhalt an ihrer Schule, in der Nachbarschaft, im Stadtviertel oder in der Gemeinde stärken. Die Preisträgerinnen und Preisträger werden im Rahmen einer feierlichen Zeremonie am Freitag, 8. Mai um 13 Uhr im Augsburger Rokokosaal ausgezeichnet.

Einen musikalischen Akzent wird es am Pfingstsamstag, 23. Mai um 19.30 Uhr bei einem Konzert in der Basilika St. Ulrich und Afra in Augsburg geben: Dirigent Gerald Häußler, der Kammerchor MaxVokal München und die Kammerphilharmonie Ingolstadt werden das „Stabat Mater für Mariupol“ von Lucio Mosè Benaglia aufführen. Der zeitgenössische Komponist hatte das Stück 2022 als Reaktion auf die Ereignisse in der Ukraine komponiert. Es ist inspiriert vom Leid der Stadt Mariupol und wird vom Schmerz der Gottesmutter unter dem Kreuz getragen. Im Anschluss werden das feierliche „Ave verum“, das „Laudate dominum“ und das „Sub tuum praesidium“ von Wolfgang Amadeus Mozart präsentiert. Zum Abschluss erklingt das barocke „Gloria RV 589“ von Antonio Vivaldi. Die gesammelten Spenden aus dem Konzert kommen einem sozialen Projekt zugute, das vom Krieg betroffenen Menschen hilft.

In den Tagen vor der Bundeseröffnung werden verschiedene Renovabis-Projektpartner an verschiedenen Orten des Bistums über ihre Arbeit und die Unterstützung durch das Hilfswerk berichten.

 

Diözesanes Programm der Gäste aus den Ländern des Ostens

Kardinal László Német (Serbien)

Freitag, 8. Mai

Augsburg, Haus Sankt Ulrich

18.30 Uhr: Diskussionsveranstaltung mit Prof. Harald Lesch und Caritaspräsidentin Eva Maria Welskop-Deffaa zum Thema „Was die Welt zusammenhält“ (in Kooperation mit dem Akademischen Forum)

 

Anna Sobolevska (Ukraine)

Mittwoch, 6. Mai

Augsburg

17.30 Uhr: Begegnung mit der Katholischen Hochschulgemeinde und Evangelischen Studierendengemeinde (Salomon-Idler-Straße 14)

Anmeldung erbeten (bis 4. Mai)

Donnerstag, 7. Mai

Augsburg, Bukowina Institut 

16 Uhr: „Deutsch-Ukrainischer Nachmittag“ mit dem Deutsch-Ukrainischen-Verein und der Caritas-Flüchtlingsarbeit (Alter Postweg 97a)

 

Freitag, 8. Mai

Landsberg am Lech, Pfarrei Mariä Himmelfahrt

19.30 Uhr: Vortrag im Pfarrsaal Mariä Himmelfahrt (Ludwigstraße 167)

 

Samstag, 9. Mai

Kaufbeuren

Ganztägige Teilnahme am Diözesanen Ministrantentag

 

Vaida Kasulaitiené (Litauen)

Donnerstag, 7. Mai

Augsburg, Pfarrkirche St. Moritz

19 Uhr: „Punkt 7“ mit anschließendem Austausch im Pfarrheim

 

Samstag, 9. Mai

Augsburg, Rathausplatz

14-15 Uhr: Aktion zum Europatag am Stand des Diözesanrats und Renovabis

 

Dr. Harutyun Harutyunyan (Armenien)

Donnerstag, 7. Mai

Günzburg, Pfarrei St. Martin

18.30 Uhr: Gottesdienst in der Pfarrkirche

19.15 Uhr: Vortrag im Pfarrheim

 

Freitag, 8. Mai

Ellgau, St. Martin

18.30: Gottesdienst in der Pfarrkirche

19.15 Uhr: Vortrag im Pfarrheim (Hauptstraße 46)

 

Samstag, 9. Mai

Augsburg, Rathausplatz

10-11 Uhr: Aktion zum Europatag am Stand des Diözesanrats und Renovabis

 

Samstag, 9. Mai

Breitbrunn am Ammersee, Pfarreiengemeinschaft

18.30 Uhr: Vorabendgottesdienst in der Pfarrkirche Heilig-Geist

19.15 Uhr: Vortrag im Heilig-Geist-Zentrum (Schulstraße 9, Herrsching)

 

Ana Đergović (Serbien)

Freitag, 8. Mai

Kaufering, Pfarreiengemeinschaft

19.30 Uhr: Vortrag im Thomas-Morus-Haus (Thomas-Morus-Straße 1)

 

Näheres zu den Gästen aus den Partnerländern

Ladislav Kardinal Nemet SVD (Serbien) wurde 1956 in Odžaci/Vojvodina (Serbien) geboren und ist Angehöriger der Steyler Missionare (SVD). Nach Studium der Philosophie und Theologie in Pieniężno und Lublin, hat er an der Gregoriana in Rom promoviert. Danach war er mehrere Jahre Hochschulseelsorger auf den Philippinen, Professor für Dogmatik an der Hochschule der Steyler-Missionare in Mödling/Österreich, Provinzial der ungarischen Ordensprovinz der Steyler-Missionare und Generalsekretär der Ungarischen Bischofskonferenz. Im Jahr 2008 wurde er Bischof von Zrenjanin, bevor er 2022 zum Erzbischof von Belgrad und 2024 zum Kardinal ernannt wurde. Er ist Vizepräsident des Rates der europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) und Mitglied des Dikasteriums zur Förderung der Einheit der Christen. 

Ana Đergović (Serbien) wurde 1998 in Smederevo/Serbien geboren. Sie hat Risiko- und Sicherheitsmanagement studiert. Derzeit ist sie als Projektkoordinatorin bei der Caritas Serbien für das Projekt „Response“ tätig. Dessen Fokus liegt auf den Themen Klimawandel, Umweltschutz und Katastrophenprävention für Kinder- und Jugendliche. Sie ist für die Erstellung von Bildungsmaterialien, Planung von Simulationsübungen im Katastrophenfall sowie die Organisation von Sommerlagern für Kinder und Jugendliche aus vulnerablen Gruppen zuständig. Zuvor begleitete sie das Projekt „Your Job“ zur Förderung des Zugangs von Jugendlichen zum Arbeitsmarkt auf dem Westbalkan.

Dr. Harutyun Harutyunyan (Armenien) wurde 1975 in Jerevan/Armenien geboren. Er ist derzeit als Professor an der Staatlichen Universität in Jerevan am Zentrum für Interkulturelle und Religiöse Studien sowie als Berater der NGO Community Development in Jerevan tätig. Zuvor hat er ein Studium der Theologie am Armenisch-Apostolischen Gevorgyan-Seminar in St. Etchmiadzin/ Armenien und einen Master of Divinity im Fach Christliche Spiritualität und Seelsorge an der Kath. Universität Eichstätt-Ingolstadt absolviert. Danach hat er im Fach Ökumene an der Universität Münster promoviert. Thematische Schwerpunkte seiner Lehrtätigkeiten im In- und Ausland waren Friedens- und Konfliktforschung, Ökumene, Christliche Spiritualität und Geschichte des Christentums. Er war zudem Projektleiter für psychologische Rehabilitation junger Erwachsener in Berlin und Geschäftsführer des Refugiohauses der Berliner Stadtmission in Berlin. Außerdem ist er Verfasser der Studie „Integration of displaced Armenians from Nagorno-Karabakh: Chances and Challenges“ (Konrad Adenauer Stiftung)

Anna Sobolevska (Ukraine) ist Studentin der Politikwissenschaften an der Kath. Universität Lviv (UCU)/Ukraine. Sie nimmt dort an einem Stipendienprogramm für Studierende mit besonderem Unterstützungsbedarf teil. Darüber hinaus engagiert sie sich als Jugendarbeiterin und Mitbegründerin einer lokalen Jugendinitiative zur Förderung der Selbstentfaltung junger Menschen durch non-formale Bildung. Seit 2023 leitet sie mehrere Freiwilligenprojekte zur Stärkung junger Menschen. Im Stadtrat von Lviv/Lemberg ist sie Mitarbeiterin für lokale Jugendprogramme und wirkt an der Entwicklung grenzüberschreitender Strategien zur Förderung aktiver Bürgerschaft mit.

Vaida Kasulaitienė (Litauen) wurde 1992 in Kaunas (Litauen) geboren und absolvierte ein Studium der Sozialen Arbeit an der Vytautas Magnus Universität Kaunas (BA). Von 2019 bis 2025 war sie als Koordinatorin für Programme und Aktivitäten der Caritas in Litauen in Kooperation mit zivilgesellschaftlichen und öffentlichen Einrichtungen tätig. Nach ihrem Einsatz als kommissarische Generalsekretärin und Vertreterin des Caritas- Netzwerkes Litauen auf nationaler und internationaler Ebene ist sie seit September 2025 stellvertretende Generalsekretärin des Caritas-Netzwerkes Litauen. Sie koordiniert dort Krisen- und Notfallmaßnahmen sowie humanitäre Hilfen, unter anderem für Geflüchtete aus der Ukraine in Litauen.