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Bauarbeiten

Diözesanmuseum St. Afra: Gebäudesanierung optimiert Energieverbrauch und Museumsbetrieb

26.03.2018

Augsburg (pba). Das Augsburger Diözesanmuseum St. Afra wird ab April 2018 einer technischen und energetischen Sanierung unterzogen. Ausschlaggebend für die Bauplanung war eine dringend erforderliche Anpassung des Brandschutzes, unter anderem am Dach des Museums. Um zudem die Energiekosten des Museums zu reduzieren, wird das Gebäude im Zuge der Arbeiten auch energetisch auf einen modernen Stand gebracht.

Eine der Ursachen für den hohen Energieaufwand des Museums bilden die starken Temperaturschwankungen im Gebäude, welche durch die Sonneneinstrahlung an Ostfassade und Glasdach verursacht werden. Die erforderlichen Temperatur- und Luftfeuchtewerte innerhalb der Ausstellungsräume können deshalb bisher nur durch mobile Be- und Entfeuchter mit hohem Energieverbrauch konstant gehalten werden. Mit dem Ersatz der Glasscheiben im Dach durch eine Kupferabdeckung sowie der Anbringung neuer Isolierglasscheiben an der Ostfassade soll dieses Problem reduziert werden. Zusätzlich erfolgt eine Umstellung der bisherigen Beleuchtung auf ein energiesparendes und museumstaugliches LED-System. Die Modernisierung wurde vom Bau- und Steuerausschuss der Diözese beraten und von beiden Gremien bewilligt. Die Kosten werden rund zwei Millionen Euro betragen.

Die geplanten Maßnahmen werden auch für den laufenden Museumsbetrieb eine deutliche Verbesserung darstellen. Mit bis zu 1.000 Besuchern pro Monat gilt das Diözesanmuseum St. Afra als wichtiger Bestandteil der Augsburger Museumslandschaft. Neben der Dauerausstellung mit rund 200 sakralen Kunstwerken präsentiert das Museum in Sonderausstellungen auch Leihgaben aus Kirchen, Museen und privaten Sammlungen. Mittels der Sanierung werden nun wesentliche Maßnahmen umgesetzt, die für den Schutz sowie die optimale Präsentation der kunsthistorisch äußerst bedeutsamen Exponate notwendig sind.

Während der Bauzeit bleibt das Museum geöffnet und ein Teil der Ausstellungsräume für die Öffentlichkeit zugänglich. Das weithin bekannte Bronzeportal, das zur Erstausstattung des ottonischen Doms gehörte und jetzt in der Glashalle des Museums präsentiert wird, kann während der Sanierungsarbeiten, die voraussichtlich bis Oktober 2018 andauern werden, hingegen nicht besichtigt werden. Viele Kunstwerke, etwa die wertvollen Textilien, die Funeralwaffen Kaiser Karls V. sowie der archäologische Bereich in der Ulrichskapelle sind während der Öffnungszeiten weiterhin zu sehen. Eventuelle notwendig werdende, vorübergehende Schließungen sind der Website des Museums zu entnehmen.