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Diözesanversammlung: Abschied, Dank und Preis

24.11.2020 10:29

Die Verabschiedung von Christian Artner-Schedler und die Verleihung des "Ike Roland-Preises" standen im Zentrum der Diözesanversammlung von pax christi am vergangenen Wochenende. Artner-Schedler war 34 Jahre lang als hauptamtlicher Friedensreferent tätig und hatte die Stelle mit viel Engagement aufgebaut und geprägt. Dafür wurde pax christi der „Ike Roland-Preis 2020“ verliehen.

Nach 34 Jahren Friedensarbeit wurde Christian Artner-Schedler in den Ruhestand verabschiedet. Barbara Emrich (links) ist Mitglied im Vorstand. (Foto: pax christi)

Coronabedingt musste die Versammlung online stattfinden, rund 50 Mitglieder schalteten sich hierbei zu. Auch die Bundesvorsitzende Stefanie Wahl und die Generalsekretärin von pax christi Deutschland, Christine Hoffmann, waren im digitalen Raum dabei. Stefanie Wahl stellte die Kampagne „Kein Weihnachten in Moria“ vor. Mit verschiedenen Aktionen werden pax christi Gruppen in der Diözese die Kampagne unterstützen.

Abschied und Dank
In einem sehr bewegenden Beitrag ließ Christian Artner-Schedler 34 Jahre Friedensarbeit bei pax christi Revue passieren: die ersten Einladungen zu Veranstaltungen 1987, Reisen in die Sowjetunion, Bosnien und Palästina/Israel, Aktionen zu Rüstungsexporten, Straßentheater, Berliner Compagnie, Friedensgebete, Ostermärsche und vieles mehr. „Dankbarkeit ist das, was er empfindet, wenn er an diese Zeit zurückdenkt“, sagt Christian Artner-Schedler und Dankbarkeit ist auch das was viele pax christi Mitglieder empfinden. Zu seinem Abschied überreichten sie ihm ein Buch: „34 Jahre pax christian- mit Erinnerungen, Dank und Wünschen“.

Seinen Dank verbunden mit großer Wertschätzung übermittelte Domdekan Dr. Wolfgang Hacker. Er habe Christian Artner-Schedler als sehr authentischen engagierten Menschen erlebt, betonte er.

Eine ganz besondere Würdigung bekam das Engagement von Christian Artner Schedler und pax christi Augsburg durch die Verleihung des Dr. Ike Roland-Preis 2020. „Sie glauben an den Frieden! Das ist in diesen Tagen geradezu un-glaublich“, stellte Oliver Roland von der Ike Stiftung in seiner Laudatio fest. Denn „jeden Tag hören, sehen, spüren Sie, dass der Weltfriede immer mehr ins Wanken gerät, dass wenige aggressive Menschen immer mehr Macht haben über viele gutherzige Menschen.“ Der Laudator beendete seine Rede mit einem Dank: „Glaube, Hoffnung, Liebe. Diese drei sind es, die den Weg des Friedens bereiten, den wir so dringend brauchen. Danke, dass Sie noch glauben. Danke, dass Sie immer noch glauben. Für uns alle. An den Frieden. Danke!“

Beendet wurde die Diözesanversammlung von der geistlichen Begleiterin des Verbands, Josefa Britzelmeier-Nann, mit einem Segen.