Statistik

Eckdaten kirchlichen Lebens 2019 aus dem Bistum Augsburg

26.06.2020 12:00

Augsburg (pba). Auf dem Gebiet der Diözese Augsburg leben 1.266.153 Katholiken. Bei einer Gesamtbevölkerung von 2.438.177 Millionen entspricht dies einem Anteil von 51,9 Prozent. Dies geht aus den Eckdaten kirchlichen Lebens des Jahres 2019 hervor. Sie wurden heute von den 27 Erzbistümern und Bistümern sowie der Militärseelsorge veröffentlicht. Mehr auf den Seiten der Deutschen Bischofskonferenz

Das Sakrament der Taufe haben im Bistum Augsburg demnach im vergangenen Jahr 10.487 Menschen empfangen (2018: 11.275), Erstkommunionen gab es 10.692 (2018: 10.720) und 9.061 Firmungen (2018: 9.005). Den kirchlichen Bund der Ehe schlossen 2.708 Paare (2018: 3.001) und es gab 13.744 Bestattungen (2018: 13.619). Wieder in die Kirche aufgenommen wurden oder zu ihr übergetreten sind 396 Personen (2018: 478). Die Zahl der Kirchenaustritte belief sich auf 15.532 (2018: 12.981). Den sonntäglichen Gottesdienst besuchten 148.826 Menschen (2018: 151.856).

Im Jahr 2019 gab es 1.161 (2018: 1.179) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Pastoral. Konkret waren dies 581 Welt- und Ordenspriester (2018: 597), 43 hauptberufliche (2018: 46) und 75 ständige Diakone mit Zivilberuf (2018: 79), 184 Pastoralreferenten/-innen (2018: 186), 232 Gemeindereferenten/-innen (2018: 231) und 46 Pfarrhelfer/-innen (2018: 40). Zudem gab es 394 (2018: 389) Religionslehrerinnen und Religionslehrer im Kirchendienst.

„Ich gebe zu: Diese Zahlen sind für mich Impuls und zugleich Anlass zur Sorge“, kommentiert Bischof Dr. Bertram Meier diese statistischen Daten. „Ich bin erst wenige Wochen im Dienst. Aber schon jetzt ist für mich klar, dass die Weitergabe des Glaubens und die Hilfe zum Leben zentrale Aufgaben meiner Amtszeit sein müssen“, kündigt Bischof Bertram an. Er wolle nicht über die Gründe spekulieren, die zu den zahlreichen Kirchenaustritten führten. Aber sie seien für ihn genauso Grund zur Nachdenklichkeit wie der schleichende Rückgang der sonntäglichen Gottesdienstbesucher in den vergangenen Jahren: „Selbstkritisch müssen wir uns fragen: Was bieten wir den Leuten an? Womit speisen wir sie ab? Wie steht es um unsere Glaubwürdigkeit? Sind wir lebensrelevant?“

Es handele sich hier für ihn um sehr grundsätzliche Fragen kirchlichen Lebens. „Wie kann es uns gelingen, wieder die Herzen der Gläubigen zu erreichen und ihnen den Glauben, den Sinn für ihr Leben zu vermitteln?“ Er spreche dabei bewusst von „uns“, denn das könne der Bischof nicht allein. „Und so bin ich trotz allem zuversichtlich: Die Kirche hat in unserer Heimat eine Vergangenheit, die bis in die Zeit der Römer zurückreicht. Deshalb wird sie auch Zukunft haben“, blickt er nach vorne. Es werde immer Menschen geben, die für ihren Glauben Zeugnis ablegen. Als Beispiel nennt er die heilige Afra. „Als eine unserer drei Bistumspatrone ist sie uns zur Mutter im Glauben und zur glaubwürdigen Zeugin des Evangeliums geworden“, so der Bischof. 

„Wäre es nicht schön, wenn wir als pilgerndes Gottesvolk von Augsburg unseren Mitmenschen auch heute solche Beispiele im Glauben sein könnten? Hier setze ich große Hoffnungen in unsere Pfarrgemeinden, in die alten Ordensgemeinschaften und die jungen geistlichen Bewegungen, in unsere Verbände, in die so große Zahl der Haupt- und Ehrenamtlichen. Nicht vergessen möchte ich hier die vielen karitativen Initiativen, die dem Glauben Hand und Fuß geben. Wenn wir miteinander glaubwürdige Zeugen der christlichen Botschaft sind, dann werden wir zum Sauerteig für die Gesellschaft, dann sind und bleiben wir systemrelevant.“ Er denke da auch an die 32.000 Buben und Mädchen in den rund 450 Kindertageseinrichtungen sowie an die 18.500 Schülerinnen und Schüler in den 42 Schulen des Schulwerks der Diözese. Darin sehe er eine große pastorale Chance. „Nutzen wir Sie auch!“

Und noch etwas sei ihm beim Blick auf diese statistischen Daten wichtig: Gerade eben hätten viele Menschen während der Corona-Pandemie neben verschiedensten kirchlichen Netzwerken vor Ort auch die „Hauskirche“ neu entdeckt. „Das kann uns bei der Weitergabe des Glaubens helfen. Laden Sie Freunde und Nachbarn zu sich nach Hause ein. Beten Sie zusammen und füreinander. Machen Sie Glauben und Kirche zum Thema. Stehen Sie sich in Ihren Sorgen und Nöten bei“, richtet sich Bischof Bertram an die Gläubigen. „Wenn uns das gemeinsam gelingt, dann werden wir das Wirken des Heiligen Geistes spüren, dann geben wir der Kirche von Augsburg Zukunft.“

Weitere Informationen zu den Eckdaten gibt es auf den Seiten der Deutschen Bischofskonferenz.