Personalia

Finanzdirektor Dr. Donaubauer verabschiedet

31.07.2019 15:58

(Augsburg) Finanzdirektor Dr. Klaus Donaubauer (63) ist heute mit einem „herzlichen Vergelt’s Gott“ von Diözesanadministrator Prälat Dr. Bertram Meier in den Ruhestand verabschiedet worden. „Mögen Sie viele gesunde und erfüllte Jahre zusammen mit Ihrer Frau verbringen“, wünschte ihm der Diözesanadministrator für die kommenden Jahre.

Finanzdirektor Dr. Klaus Donaubauer mit Diözesanadministrator Prälat Dr. Bertram Meier sowie seinem Nachfolger Jérôme-Oliver Quella. (Von links, Foto: Daniel Jäckel/pba)

In seiner Dankesansprache würdigte Prälat Meier im Haus Sankt Ulrich das Wirken des Finanzdirektors. Dieser habe seit 2003 die wirtschaftlichen Angelegenheiten, den Rechtsbereich und das Bauwesen der Diözese erfolgreich geleitet, nachdem er zuvor rund zehn Jahre lang stellvertretender Finanzdirektor gewesen sei. In seiner über 25-jährigen Tätigkeit habe er sich mit hoher Kompetenz und Umsicht in den Dienst des Bistums Augsburg gestellt. „Sie genießen in unserem Bistum hohes Ansehen und haben sich unermüdlich für das Wohl der Diözese eingesetzt“, betonte der Diözesanadministrator.

Zentrales Anliegen sei es ihm gewesen, kirchliches Handeln stets auf eine solide wirtschaftliche Basis zu gründen. Dr. Donaubauer habe das diözesane Haushalts- und Rechnungswesen weiterentwickelt und modernisiert. Prälat Meier nannte als Beispiele die Einführung von Doppelhaushalten seit 2015 oder die Jahresabschlüsse, die die Diözese Augsburg seit 2014 nach den Vorschriften des HGB erstelle. „Sie waren ein nachdrücklicher Verfechter von Transparenz in kirchlichen Finanzfragen“, hob Prälat Meier deshalb in seiner Dankesansprache hervor.

Aus der Amtszeit des Finanzdirektors würdigte er auch die Errichtung des Pfründestiftungsverbunds St. Ulrich sowie der Stiftung KiTA-Zentrum St. Simpert, die sich seit der Gründung im Jahr 2017 steigender Nachfrage erfreue. Bereits vor Jahren habe Dr. Donaubauer zudem eine Neuausrichtung der Vermögenspolitik der Diözese, des Bischöflichen Stuhls und weiterer Rechtsträger konzipiert und nach Beschluss durch die zuständigen Gremien auch umgesetzt. In diesem Zusammenhang habe das Segment Wohnungsbau nachhaltig ausgebaut werden können. Besonderer Wert sei hier auf die Schaffung bezahlbaren Wohnraums gelegt worden, worauf der Diözesanrat der Katholiken sehr positiv reagiert habe. Wie der Diözesanadministrator weiter ausführte, habe Dr. Donaubauer bei seinem Wirken hohen Wert auf eine enge Einbindung der betreffenden Gremien in Entscheidungsprozesse gelegt. „Für Fragen der kirchlichen Finanzen waren Sie über die Bistumsgrenzen hinaus ein anerkannter Experte und geschätzter Gesprächspartner.“

In seiner Entgegnung auf die Worte des Diözesanadministrators betonte Dr. Donaubauer, er habe sich sehr über deren empathische und einfühlsame Art gefreut. Er blickte dabei vor den rund 50 Gästen auf die vergangenen Jahrzehnte zurück, während denen er auch selbst viel habe lernen dürfen. Es habe ihm hohen Respekt abgenötigt, wie in unserem Bistum Antworten auf pastorale Fragen gesucht und auch gegeben worden seien, und das mit hohem Einfühlungsvermögen. „Was möglich war, das wurde auch ergriffen und besonnen zu Ende gebracht.“ Die Zusammenarbeit habe er dabei immer als Geschenk empfunden. Vieles sei auf eine gute Art und Weise bewegt worden. Die Bischöfliche Finanzkammer habe er bei alledem nie als „monolithischen Block“ verstanden. Vielmehr sei es ihm darum gegangen, dass sich Einzelnes auch habe verselbstständigen können, wie er am Beispiel der KiTA-Stiftung St. Simpert verdeutlichte. An seinen Nachfolger gerichtet, Jérôme-Oliver Quella (48), sagte der scheidende Finanzdirektor: „Nun werden Sie die Zügel in die Hand nehmen.“ Er wünsche ihm für sein Amt eine gute Hand, dass es ihm im Miteinander immer gelingen möge, die Einnahmen und Ausgaben des Bistums in der Balance zu halten. Zuvor war Herr Quella auch von Prälat Dr. Meier mit einem „Willkommen im Club“ begrüßt worden.