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Finanzen

Gesamtbetrachtung erforderlich

Zu den Medienberichten über von der Diözese Augsburg getätigte Finanzinvestitionen zu Beginn der Zwanzigerjahre weist das Bistum darauf hin, dass die Betrachtung von Einzelinvestments ohne eine Bewertung des Gesamtportfolios kein seriöses Gesamtbild ergeben kann. Im Folgenden dokumentiert das Bistum das Statement, das zu diesem Thema an die Medien gegeben wurde.

"Das Bistum Augsburg geht mit den von den Kirchensteuerzahlern zur Verfügung gestellten Mitteln grundsätzlich äußerst sorgsam um. Zu dieser Leitlinie gehörte in den Zeiten der Niedrigzinsphase 2020/2021, in der einige Banken für Einlagen sogar Negativzinsen verlangt haben, auch, Wege zu suchen, Kapital durch solche Negativzinsen nicht abschmelzen zu lassen. In Abstimmung mit den zuständigen Gremien wurde die Erfordernis gesehen, neben den weit überwiegenden konservativen Anlagen in kleinem Umfang auch alternative Investments in Betracht zu ziehen, welche mit einer höheren Rendite-, aber eben dadurch selbstverständlich auch einer höheren Risikoerwartung einhergingen. Neben der Investition einer niedrigen siebenstelligen Summe in den Verius-Fonds wurden damals zwei weitere Sonderinvestments getätigt, die zum heutigen Stand positive Ergebnisse erbracht haben. Negative finanzielle Auswirkungen dieses Einzelinvestments sind daher in Relation zum Gesamtportfolio zu betrachten. Die Verluste aus der Verius-Investition sind bereits vollständig abgeschrieben. Eine einzige Anlage (damals ca. 1% des Anlagevolumens der Diözese) herauszugreifen, die nicht erfolgreich war, während der Gesamterfolg des Portfolios außer Acht bleibt, reißt nach Überzeugung des Bistums Augsburg Informationen aus ihrem Kontext."