Fastenzeit

Hirtenwort: „Höchste Zeit, von Gott zu sprechen“

20.02.2021 18:00

Augsburg (pba). In seinem Hirtenwort zur Fastenzeit lädt Bischof Dr. Bertram Meier dazu ein, auch in den Zeiten der Pandemie auf Gott zu vertrauen und „mit Jesus an den Start“ zu gehen. Jesus habe in der Wüste nach Gott, seinem Vater, gesucht. Die Gottesfrage, so Bischof Bertram, „sollte auch bei uns ganz oben stehen. An welchen Gott glaubst Du eigentlich? Wen meinst Du, wenn Du von Gott redest? Tatsache ist: Es gibt auch Atheismus in der Kirche.“ (Video mit Gebärdensprache)

Bischof Dr. Bertram Meier. (Foto: Bernd Müller / pba)

Den Gläubigen empfiehlt der Bischof, sich im Gespräch mit Anderen in dieser österlichen Bußzeit vier Fragen zu stellen, um festzustellen, wie Corona sich auf unser kirchliches Leben auswirke: „Worauf mussten wir verzichten – und geht es uns schmerzlich ab? Was haben wir weggelassen – ohne dass es uns fehlt? Welche neuen Schritte möchten wir setzen, um die Zeit nach Corona zu gestalten? Welche Vorsätze fasse ich für mich persönlich, um mein geistliches Leben zu erneuern?“

Das Fastenhirtenwort von Bischof Bertram trägt den Titel „Höchste Zeit, von Gott zu sprechen“. Die Tradition, dass ein Bischof als Oberhirte seines Bistums zu Beginn der Fastenzeit einen Brief an die Gläubigen schreibt, ist in Deutschland seit dem 18. Jahrhundert überliefert. Schon die Apostel Paulus und Petrus hatten Briefe an die ersten christlichen Gemeinden geschrieben.

Das Fastenhirtenwort wird in den Heiligen Messen am ersten Sonntag nach Aschermittwoch sowie in den Vorabendmessen in allen Gemeinden verlesen.