Österliche Bußzeit

Hirtenwort über die Bedeutung der Pfarrcaritas

09.03.2019 18:00

Augsburg (pba). In seinem Hirtenwort zur österlichen Bußzeit würdigt Bischof Dr. Konrad Zdarsa das vielfältige caritative Engagement im Bistum Augsburg. Das Hirtenwort wird an diesem Wochenende bei den Gottesdiensten in der Diözese verlesen.

Bischof Dr. Konrad Zdarsa (Foto: Bernd Müller/pba)

Bei vielen Begegnungen und Visitationen habe er erfahren, „wie viele Menschen sich in unseren Pfarrgemeinden und den caritativen Diensten und Einrichtungen der kirchlichen Caritas für andere ehrenamtlich oder beruflich engagieren“, hebt Bischof Konrad hervor. „Für Ihren wichtigen Dienst und ihr Glaubenszeugnis sei Ihnen allen ein herzliches Dankeschön und Gott vergelt’s gesagt", richtet er sich im Hirtenwort an die Gläubigen.

An vielen Stellen der Bibel werde deutlich, wie sich Jesus immer wieder bewusst einzelnen Menschen zuwende. „Der Weg, den Jesus Christus im Evangelium geht, ist der Weg der Liebe“. Er schenke den Menschen Heilung, Aussöhnung und einen neuen Anfang. Ihnen Heilung und Befreiung zu bringen sei nicht nur ein Auftrag an seine Jünger, der Auftrag der Nächstenliebe sei vielmehr ein Wesensmerkmal für jeden gläubigen Christen.

Das Leitbild seines Dienstes als Bischof von Augsburg sei die Neuevangelisierung und die Verlebendigung der Kirche in unserem Bistum. „Ein wichtiger Baustein hierfür, davon bin ich überzeugt, ist ein vertieftes Verständnis unserer Berufung und Sendung zur Diakonie und zum Tatzeugnis des Evangeliums.“ Es gehe dabei um die Frage, wie jeder Einzelne von uns und wie wir als Gemeinde Christi Zeugnis von der Barmherzigkeit Gottes geben und welchen Einsatz wir dafür leisten könnten. Bischof Konrad: „Dafür braucht es vor allem Menschen, die sich von der Not anderer berühren lassen.“

Er teile dabei die mancherorts vorhandene Skepsis gegenüber den caritativen Aufgaben und dem Engagement der Gemeinden nicht. Zusammen mit den vielfältigen Diensten und Einrichtungen der Caritas seien die Pfarrgemeinden vielmehr „von größter Bedeutung für die Entwicklung einer menschlichen, solidarischen und am Gemeinwohl orientierten Gesellschaft“, unterstreicht der Bischof. Dies habe auch Konsequenzen für den eigenen Glauben: „Durch unser christlich geprägtes Engagement um der Menschen willen schlagen wir Wege ein, auf denen wir selbst wieder neue Kraft für unseren eigenen Glauben gewinnen können, um ihn neu und glaubwürdig zu verkünden.“