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Ulrichswoche

"Jeder ist angesprochen und in der Pflicht" - Caritas heißt, den Himmel schon jetzt auf die Erde zu holen

06.07.2018

Augsburg (pca). Der heilige Ulrich ist auch für die Caritas im Bistum ein großes Vorbild. „Bischof Ulrich hat sich stets der Not der Armen und Hungernden angenommen und immer für einen sozialen Ausgleich gesorgt“, sagte Diözesan-Caritasdirektor Domkapitular Dr. Andreas Magg heute beim Gottesdienst der Caritas anlässlich der Ulrichswoche in der Ulrichsbasilika. Sich für die Armen einzusetzen, den Hungernden zu Essen zu geben, sich um Menschen in Not zu kümmern und sich für soziale Gerechtigkeit einzusetzen, das sei auch Auftrag der Caritas. Wenn sie dies tue, dürfe sie das nicht nur als einen weltlichen Auftrag sehen. „Caritas mit allem ihrem Einsatz für Menschen in Not heißt vielmehr, den Himmel schon jetzt auf die Erde zu holen, dafür zu arbeiten, die Welt so sozial mitzugestalten, wie Jesus es will.“

Deshalb sei es grundfalsch, wenn jemand als Christ meine, es sei genug, soziale Aufgaben der Caritas als Wohlfahrtsorganisation zuschieben zu können. „Nur dort ist Kirche und wird der wahre Glaube gefeiert, wo nicht nur Gottesdienste gefeiert und der Glaube vermittelt wird, sondern auch der Dienst am anderen Menschen gelebt wird.“ Er bat deshalb alle Pfarrgemeinden darum, „nicht die Caritas zu vergessen, damit unser Glaube in seiner ganzen Breite erfahrbar ist und bleibt.“ Das sei nicht nur die Aufgabe des Pfarrers und der kirchlichen Mitarbeiter, „jeder soll sich persönlich angesprochen und in die Pflicht genommen fühlen.“