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Verbände

Kolpingstiftung-Rudolf-Geiselberger blickt auf 30-jähriges Bestehen zurück

05.05.2017

"Nach einem Leben für die Mitmenschen“, steht auf dem Gedenkkreuz für Msgr. Rudolf Geiselberger im Thanellerkar. Im Mai 1987 ist der beliebte Augsburger Kolping-Diözesanpräses im Alter von 54 Jahren beim Bergsteigen auf dem Thaneller an Herzversagen gestorben. Sein Engagement für die Mitmenschen setzt die vor 30 Jahren gegründete Augsburger Kolpingstiftung-Rudolf-Geiselberger fort. Sie hat seit der Gründung mit über 17 Mio. Euro weltweit geholfen.

Geiselberger engagierte sich mehr als 13 Jahre unermüdlich für die über 100 Kolpingsfamilien im Bistum, für das Jugendwohnheim im Kolpinghaus Augsburg und für die jungen Menschen, die durch die Kolping Akademie begleitet werden. Erstmals überschritt die Mitgliederzahl des Kolpingverbandes in seiner Amtszeit die 10.000er Marke. Die Gäste in den Kolping-Familienferienzentren in Wertach und Pfronten und im Ferienhaus in Weißenbach (Tirol) betreute der 1967 zum Priester geweihte Geiselberger seelsorglich.

Dem überzeugenden und motivierenden Priester war es zudem ein großes Anliegen, die Situation der Menschen in Indien zu verbessern und den Aufbau des indischen Kolpingwerkes zu unterstützten. Um dieses Anliegen fortzuführen, gründete die Diözesanversammlung des Kolpingwerkes noch im Mai 1987 in Memmingen die Kolpingstiftung-Rudolf-Geiselberger.

Seit der staatlichen Anerkennung der Stiftung 1989 wurden das Hausbau-, Toiletten- und Kleinkreditprojekt in Indien mit rund 1,3 Mio. Euro durch die Kolpingstiftung-Rudolf-Geiselberger gefördert. Inzwischen ist Indien mit rund 30.000 Mitgliedern der zweitgrößte von über 60 Nationalverbänden im Internationalen Kolpingwerk.

Mit Spenden, Stiftungserträgen und Zuschüssen konnte die Stiftung in der Vergangenheit Projekte in Südafrika, Ecuador, Albanien, Kosovo, Ungarn, Litauen, Deutschland und Portugal in Höhe des dreifachen Stiftungsvermögens fördern. 2016 haben Spender der Stiftung 380.000 Euro für die Projekte zur Verfügung gestellt. 727 Euro haben zum Beispiel die Kinder des Montessori-Kinderhauses in Gundelfingen durch eine Weihnachtsbackaktion 2016 zusammengebracht. Eine treue Spenderin hat die Stiftung in ihrem Testament bedacht. Mit der Zustiftung von 10.000 Euro will die Ehefrau eines 2016 verstorbenen Kolpingmitglieds das Engagement ihres Mannes fortführen. Regelmäßige treue Spender, sogenannte Dauerspender, ermöglichen der Stiftung, den Projektpartnern feste Förderzusagen zu geben. Die Kolpingstiftung-Rudolf-Geiselberger ist eine von 232 Einrichtungen in Deutschland, die das Gütesiegel für seriöse Spendenorganisationen des Deutschen Zentralinstitutes für soziale Fragen (DZI) trägt.

Nicht nur durch die Stiftung sondern auch sonst ist die Erinnerung an Diözesanpräses Geiselberger 30 Jahre nach seinem Tod lebendig. Jedes Jahr im September versammeln sich Kolpingmitglieder auf dem Thaneller um dort, wo er gestorben ist, bei einer Bergmesse für ihn und mit ihm zu beten. Das Kolpingwerk Bezirksverband Augsburg hat auf dem Gedenkkreuz ein Zitat von Adolph Kolping anbringen lassen, das als Motto über dem Leben von Rudolf Geiselberger steht: „Wer Menschen gewinnen will, muss das Herz zum Pfande geben.“

Kontakt Stiftung:
Kolpingstiftung-Rudolf-Geiselberger
Frauentorstraße 29
86152 Augsburg
Telefon: 08 21 / 34 43 - 157
Telefax: 08 21 / 34 42 - 175
E-Mail: info@kolpingstiftung.de
Internet: www.kolpingstiftung.de

 

Einen weiteren Bericht zum 30. Todestag von Kolping-Diözesanpräses Rudolf Geiselberger lesen Sie direkt auf den Seiten des Kolping Diözesanverband Augsburg.