Verbände

Mit der Ackermann-Gemeinde im Gespräch

14.01.2022 15:24

„Gemeinsam Brücken bauen“ gehört bis heute zum Selbstverständnis der Ackermann-Gemeinde. Das wurde auch an diesem Freitag deutlich, als Bischof Bertram in Augsburg mit Vertreterinnen und Vertretern des Bundes- und Diözesanverbands der Ackermann-Gemeinde erstmals zusammentraf. Im Zentrum des Gesprächs, das auch geprägt war von der persönlichen Verbundenheit des Bischofs mit der Gemeinde über seine Vorfahren mütterlicherseits, war die Rolle und Bedeutung des Verbands, speziell der jungen Generation für das Zusammenwachsen Europas aus einem christlichen Geist.

Bischof Bertram trifft Vertreterinnen und Vertreter der Ackermann-Gemeinde (Foto: Nicolas Schnall pba)

Am Gespräch mit dem Bischof nahmen vom Bundesverband der geistliche Beirat Msgr. Dietrich Olbrich und Marie Smolková, Assistenz Geschäftsführung, teil. Der Diözesanverband war vertreten durch seinen Vorsitzenden Alfred Müller, Geschäftsführerin Marianne Scholz, Diakon Günther Mayer, Dieter Proksch und Pfarrer Mathias Kotonski als geistlicher Beirat.

In der Diözese Augsburg begann schon im Jahre 1947 Msgr. Rudolf Hacker als Diözesanvertriebenenseelsorger seine Arbeit für die Seelsorge und Eingliederung der Vertriebenen und Flüchtlinge. Er wirkte über die Diözese hinaus in Gremien für Vertriebenenfragen und brachte sich auch in die Ackermann-Gemeinde ein. Er erkannte schon sehr früh, dass die Integration in Kirche und Gesellschaft und das Bewahren des kulturellen Erbes die wichtigsten Aufgaben damals waren.

Die Ackermann-Gemeinde ist eine Gemeinschaft in der katholischen Kirche. Sie gestaltet die deutsch-tschechisch-slowakische Nachbarschaft und engagiert sich aus christlicher Verantwortung für Frieden und Versöhnung in Europa. Gegründet 1946 wurde der Verband von katholischen Heimatvertriebenen aus Böhmen, Mähren und Österreichisch-Schlesien, die sich in Anlehnung an die Dichtung „Der Ackermann aus Böhmen“ (1400) zu einer positiven Bewältigung ihres Vertriebenen-Schicksals entschlossen.