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Ehrung

Prälat Dr. Eugen Kleindienst erhält den Bayerischen Verdienstorden

Prälat Dr. Eugen Kleindienst und Ministerpräsident Horst Seehofer. (Foto: Bayerische Staatskanzlei/Rolf Poss)
Prälat Dr. Eugen Kleindienst und Ministerpräsident Horst Seehofer. (Foto: Bayerische Staatskanzlei/Rolf Poss)
13.07.2016

Der ehemalige Geistliche Botschaftsrat, Generalvikar und Finanzdirektor der Diözese Augsburg, Prälat Dr. Eugen Kleindienst, hat heute von Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer in München den Bayerischen Verdienstorden verliehen bekommen. Dieser Orden wurde 1957 durch ein Gesetz des Bayerischen Landtages geschaffen. Die Gesamtzahl der lebenden Ordensträger ist auf 2000 begrenzt. Insgesamt wurden heuer 45 Persönlichkeiten ausgezeichnet, darunter auch Pater Karl Geißinger SDB, Leiter des Zentrums Umwelt und Kultur der Salesianer Don Boscos in Benediktbeuern. 

Prälat Kleindienst habe "sich herausragende Verdienste im kirchlichen und kulturellen Bereich erworben. Ein Schwerpunkt seiner Verdienste liegt im Bereich der Bildung und Erziehung von Kindern und Jugendlichen. Schon in seiner Zeit als Generalvikar war es ihm ein Anliegen, nicht nur den schulischen Religionsunterricht personell und ideell zu fördern, sondern auch den Erwartungen nach einem kirchlich geprägten Schulangebot zu entsprechen", heißt es in der Laudatio.

Während seiner "römischen" Zeit von Oktober 2003 bis Dezember 2015 als Geistlicher Botschaftsrat an der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland beim Heiligen Stuhl habe Prälat Kleindienst "als hervorragender 'Botschafter' Bayerns in Rom zum Ansehen des Freistaats und zur Sympathie für unser Land in der Welt beigetragen. An der wichtigen Schnittstelle zwischen Politik und Kirche brachte er seine vielfältige und reiche Erfahrung aus den verschiedensten Bereichen zugunsten guter Beziehungen der Bundesregierung mit vatikanischen Stellen ein". Prälat Dr. Eugen Kleindienst habe sich durch sein lebenslanges Wirken im Dienste der katholischen Kirche in den unterschiedlichsten Bereichen herausragende Verdienste erworben.

Ein besonderes Anliegen sei ihm als Finanzdirektor die Instandsetzung zumeist denkmalgeschützter Kirchen, Klöster, Pfarr- und Benefiziatenhäuser sowie Kindergärten gewesen. Zudem habe Prälat Dr. Kleindienst als Vorsitzender des Aufsichtsrates des St. Ulrichswerks der Diözese Augsburg wesentlich dazu beigetragen, "dass diese Gesellschaft neben der Schaffung und Erhaltung von Sozialwohnungen fachkundig den Bau von Schulen, Klöstern, Kindergärten, Sozialstationen, Altenheimen sowie Behinderteneinrichtungen betreut".

Sein großes Engagement wirkte sich auch auf die Augsburger Domsingknaben aus. Mit mehr als 300 Kindern und Jugendlichen gehöre der Knabenchor, der die Musica sacra im Augsburger Dom pflegt, bei Opernproduktionen mitwirkt und national wie international mit großem Erfolg konzertiert, zu den renommiertesten deutschen Knabenchören.

Der Bayerische Verdienstorden

Der Bayerische Verdienstorden, der als Zeichen ehrender und dankbarer Anerkennung für hervorragende Verdienste um den Freistaat Bayern und das bayerische Volk verliehen wird, ist ein Symbol für den herausragenden Einsatz und das außerordentliche Engagement der Bürgerinnen und Bürger für unser Gemeinwesen. Der Bayerische Verdienstorden wird an Männer und Frauen ohne Unterschied der Staatsangehörigkeit in einer Klasse verliehen. Das Ordenszeichen hat die Form eines Malteserkreuzes. Der Orden wird jährlich vom Ministerpräsidenten verliehen. Vorschlagsberechtigt sind der Ministerpräsident sowie für ihre Geschäftsbereiche die Staatsminister.