»Fest verwurzelt sein und die Zeichen der Zeit erkennen«

05.07.2011 13:11

Benediktbeuern (SDB). Jörg Widmann (44), aus Velbert im Rheinland stammender Salesianer Don Boscos, hat am Sonntag, 3. Juli 2011, in der Basilika St. Benedikt zu Benediktbeuern das Sakrament der Priesterweihe empfangen. Die Weihe spendete der Paderborner Weihbischof Manfred Grothe. In seiner Predigt ging Grothe vom Primizspruch des Neupriesters aus: »Wohin ich dich auch sende, dahin sollst du gehen, und was ich dir auftrage, das sollst du verkünden.« (Jer 1,7) Es sei einerseits wichtig, so der Bischof, fest verwurzelt zu sein wie ein Baum. Andererseits komme es darauf an, mit und zu den Menschen unterwegs zu sein und dabei die Zeichen der Zeit zu erkennen und zu deuten. Als Salesianerpriester solle Pater Jörg Widmann die Stimme Gottes für die Jugendlichen hör- und verstehbar machen.

Foto.SDB

Der Neupriester hatte zunächst als Industriekaufmann gearbeitet, bevor er sich zum Ordenseintritt entschied. Im August 2002 legte er seine Ersten Gelübde als Salesianer Don Boscos ab. Er studierte Katholische Theologie und Soziale Arbeit in Benediktbeuern und schloss beide Studiengänge mit dem Diplom ab. Pastoral-praktische Erfahrungen sammelte er in salesianischen Jugendeinrichtungen in Regensburg und Helenenberg bei Trier. Mehrere Jahre lang war er Sprecher der studierenden Mitbrüder in Benediktbeuern. Als Diakon war er in Stuttgart tätig, wo sich die Salesianer Don Boscos in der Stadt- und Dekanatsjugendseelsorge engagieren.

Einen besonderen Akzent erhielt die Feier der Priesterweihe durch die Anwesenheit zahlreicher Gäste, die Jörg Widmann auf den verschiedenen Abschnitten seines Lebensweges begleitet haben. Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst durch einen Chor von Studierenden der beiden Benediktbeurer Hochschulen unter der Leitung von Professor Pater Dr. Josip Gregur SDB. Im Anschluss an den Gottesdienst waren alle Mitfeiernden zu Weiß- und Bockwürsten, Kartoffelsalat, Limonade und Bier in den Arkadenhof des Klosters eingeladen.