Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ)

„Reinschnuppern“ in die Pastoral

15.07.2020 14:10

„Eine sehr schöne Aufgabe“ und „ein sehr bereicherndes Jahr“: Der erste Jahrgang des Projekts „Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) in der Pastoral“ ist in der Abschlusssitzung zu einem rundweg positiven Ergebnis gekommen. Das Projekt soll junge Menschen an den pastoralen Dienst heranführen und wird von der Diözese auch im kommenden Jahr fortgeführt.

(v.l.n.r.) Sabrina Jehle (Gemeindereferentin Pfarrei Mering), Heidelinde Hentschke (Abt. Personalgewinnung und Ausbildung), Madita Rausch, Diakon Roland Pressl (PG Memmingen), Anna Nerlich, Monika Schiller (pastorale Mitarbeiterin PG Kempten-West), Benedikt Wildegger (Foto: Julian Schmidt / pba)

Bei dem Abschlusstreffen am 14. Juli konnten die drei jungen FSJ-Teilnehmer/-innen gemeinsam mit ihren Anleiterinnen und Anleitern sowie Projektkoordinatorin Heidelinde Hentschke vom Fachbereich Personalgewinnung und Ausbildung die letzten Monate Revue passieren lassen. Die Beurteilung fiel durchweg begeistert aus: Seine Pfarreiengemeinschaft habe von dem Projekt „sehr profitiert“, sagte etwa Diakon Roland Pressl von der PG Memmingen. Die heute 19-jährige Madita Rausch in ihrem FSJ in die pastorale Alltagsarbeit einer Pfarreiengemeinschaft einzuführen sei „Neuland“ gewesen, aber vor allem sehr spannend und bereichernd.

Die jungen Erwachsenen gaben das Lob zurück: „Mir hat sehr gut gefallen, dass man in alle Bereiche reinschnuppern und sich ausprobieren kann“, sagte Anna Nerlich (19), die ihr FSJ in der Pfarrei Mering absolvierte. Die Vielfalt des pastoralen Berufs, der Umgang mit den Menschen und letztendlich die Mithilfe auch in der Seelsorge hätten ihr sehr gut gefallen. Ihren Jahrgangskollegen Benedikt Wildegger (20), der noch bis 31. August in der PG Kempten-West arbeitet, überzeugte das FSJ sogar dazu, sich zum Studium der Theologie einzuschreiben. Auch für Madita Rausch hat sich der Einblick in das pastorale Berufsfeld bereits gelohnt: „Ich habe für mich festgestellt, dass es passt“.

Die Idee zu dem Projekt kam ursprünglich aus der Initiative „werben.wirkt.wunder“ des Fachbereichs Personalgewinnung und Ausbildung. Mit ihr soll bei jungen Menschen das Interesse für den Beruf des Gemeindereferenten geweckt und gestärkt werden, erzählte Ausbildungsleiterin Heidelinde Hentschke im Rahmen des Abschlusstreffens. Das daraus geborene FSJ-Projekt umfasst zunächst drei Plätze, könne aber perspektivisch in den kommenden Jahren auch noch weiter ausgebaut werden. Für 2020/21 seien sogar schon alle Plätze besetzt.

„Alles Vertragliche läuft über die Diözese“, betonte Hentschke zudem. Für die Pfarreien und Pfarreigemeinschaften vor Ort entstünden weder Kosten noch zusätzlicher Verwaltungsaufwand. Die Teilnehmer/-innen des Projekts beziehen stattdessen von der Diözese ein Taschengeld und einen Zuschuss für Unterkunft und Verpflegung; außerdem wird die Sozialversicherung übernommen.

Bewerbungen für 2021/22 können ab Januar kommenden Jahres angenommen werden. Ein Freiwilliges Soziales Jahr in der Pastoral dauert von 1. September bis 31. August des Folgejahres.

Mehr Informationen zu dem Freiwilligen Sozialen Jahr in der Pastoral finden Sie hier. Einen Überblick über die verschiedenen pastoralen Berufe der Kirche finden Sie auf dieser Seite.