Nachruf

Ruhestandspfarrer Bruno Nowotny verstorben

29.11.2021 10:22

Der Ruhestandspfarrer Bruno Nowotny ist am Freitag, 26. November im Alter von 90 Jahren verstorben. Er wurde am 23. August 1931 in Kaltenbach im Böhmerwald geboren und am 23. Juli 1967 in München zum Priester geweiht. Bischof Bertram würdigt den Verstorbenen als engagierten Seelsorger und menschennahen Pfarrer, der den katholischen Glauben kraftvoll verteidigte.

+ Pfr. Bruno Nowotny (Foto: Dietmar Mathis)

„Bruno Nowotny war ein Priester, der von Jugend an für Jesus brannte. Mit 15 Jahren musste er seine geliebte Heimat, den Böhmerwald, verlassen; dann lernte er das Schlosserhandwerk. Zäh und entschieden erarbeitete er sich das Abitur und widmete sich den philosophisch-theologischen Studien, um im Jahr 1967 im Alter von 36 Jahren die Priesterweihe zu empfangen“, so Bischof Bertram in seiner Würdigung. Den Beruf des Schlossers habe er an den Nagel gehängt, um dafür den Menschen das Himmelreich aufzuschließen. „In Bellenberg, wo er 28 Jahre wirkte, hat er sich einen Namen gemacht als engagierter Seelsorger und menschennaher Pfarrer, der den katholischen Glauben – wenn er es für nötig hielt – kraftvoll und energisch verteidigte. Ihm ging es weniger darum, bei allen beliebt zu sein, sondern um das Ziel, das Evangelium bei den ihm anvertrauten Menschen stark zu machen.“  

Nach Abitur und Studium in Innsbruck und der anschließenden Priesterweihe in München war Pfarrer Nowotny zunächst zwei Monate lang als Aushilfspriester in Wiggensbach tätig, bevor er 1967 eine dreijährige Kaplanszeit in Augsburg St. Moritz begann. Als leidenschaftlicher Verkünder der Frohen Botschaft wurde er schließlich 1970 als Stadtprediger in Friedberg eingesetzt und verrichtete seinen Dienst dort drei Jahre lang. Danach ging Pfarrer Nowotny nach Bellenberg im Dekanat Neu-Ulm, wo er bis zu seinem Ruhestand in Memmingen fast dreißig Jahre lang tätig blieb.

In seiner Zeit als Seelsorger war es Pfarrer Bruno Nowotny stets ein Anliegen, alle Einwohner und neu Zugezogenen selbst zu besuchen und dabei vor allem Jesus Christus zu verkündigen. Das Gebet füreinander war dem leidenschaftlichen „Wallfahrer“ dabei besonders wichtig. So pflegte er dies nicht nur selbst ganz intensiv, sondern wurde nicht müde, auch immer wieder dazu aufzurufen. 

Das Requiem mit anschließender Beisetzung im Priestergrab findet am Samstag, 4. Dezember um 10 Uhr in der Pfarrkirche Benningen statt. Möglichkeit zum würdevollen Abschiednehmen gibt es auch beim Sterberosenkranz, der mit ausgestelltem Sarg am Freitagabend um 18 Uhr gebetet wird.

Der Herr vergelte ihm seine treuen Dienste. Wir bitten um das Gebet für den Verstorbenen.