Diözesanmesnertag

So viele Mesner auf einmal hat Mindelheim noch nie gesehen

23.11.2017 12:03

Augsburg (pba). Beim Diözesanen Mesnertag sind gestern diejenigen im Mittelpunkt gestanden, die im Gottesdienst meist nur im Hintergrund agieren. Mehr als 500 Mesnerinnen und Mesner aus dem ganzen Bistum kamen zu ihrem jährlichen Treffen zusammen, das heuer erstmals in Mindelheim stattfand. Neben den inhaltlichen Programmpunkten schätzten die Mesnerinnen und Mesner an so einem Tag vor allem die Begegnungen und den Austausch mit den Kollegen aus dem Bistum, erklärte Klaus Probst, Diözesanleiter des Mesnerverbands.

Die Männerschola des Mesnerverbands gestaltete den Festgottesdienst in der Mindelheimer Stadtpfarrkirche. (Foto: Simone Zwikirsch / pba)

Der Tag begann mit einem Festgottesdienst in der voll besetzten Stadtpfarrkirche St. Stephan. „So viele Mesner auf einem Haufen hat unsere Stadpfarrkirche in ihrer über 600-jährigen Geschichte noch nie gesehen“, freut sich Gastgeber Dekan Andreas Straub. Auch Generalvikar Harald Heinrich gehe beim Anblick von so vielen Mesnern das Herz auf, gesteht er bei seiner Begrüßung. Am Gedenktag der heiligen Cäcilia freue ihn aber besonders der laute und schöne Gesang der Mesnergemeinde. Zu Ehren der Schutzpatronin der Musiker wurde die Messe von der Männerschola des Mesnerverbands gestaltet. Orgel und Trompete verliehen dem Gottesdienst einen feierlichen Rahmen.

In seiner Festpredigt würdigte Generalvikar Heinrich, der auch Präses des Mesnerverbands ist, den wichtigen Dienst der Mesnerinnen und Mesner und zog einen Bogen von der Musik zum Mesnerdienst. „Im Konzert unserer Pfarreien brauchen wir sie alle dringend“. Gleichzeitig nahm er einige Wesenszüge der heiligen Cäcilia in den Blick, die er auch häufig bei Menschen im Mesnerdienst wahrnehme. So habe sie Gott als tragende Melodie und Hauptstimme in ihrem Leben erkannt. Diesen Wesenszug sprach der Generalvikar auch den Mesnern zu.

Zugleich würdigte er die missionarische Tätigkeit, die Mesner in ihrem Alltag leisten. „In Zeiten, in denen kein Priester mehr vor Ort ist, sind gerade Sie in ihrer Güte und Freundlichkeit die greifbaren und sichtbaren Repräsentanten der Kirche.“

Generalvikar Heinrich bedankte sich bei allen Mesnerinnen und Mesnern für ihren Dienst und ermutigt sie, ihn in dieser Weise fortzuführen: „Danke, wo Sie zum immer wieder überraschend guten Klang seiner Botschaft in unserer Welt als Mesnerinnen und Mesner das Ihre tun. Sie tragen zum Wohlklang und Glanz bei, den wir alle brauchen, damit unser Dienst und unser Leben gelingt.“

Maria und Gilbert Ziernheld können den Worten von Generalvikar Harald Heinrich nur zustimmen. „Wir sind in der Pfarrei tatsächlich Anlaufstelle für alle.“ Darum habe sie die Predigt auch sehr aufgebaut und bestätigt. Das Mesnerehepaar aus Hegge im Dekanat Kempten ist dieses Jahr das erste Mal beim diözesanen Mesnertag dabei. Seit drei Jahren sind sie im Amt und kümmern sich gemeinsam mit zwei anderen Mesnern um den reibungslosen Gottesdienstablauf in ihrer Pfarrei Maria, Königin der Apostel.

Im Anschluss an den Gottesdienst ging es im Mindelheimer Forum weiter. Dort hielt nach dem Mittagessen der frühere Abtprimas Notker Wolf einen Vortrag zum Thema „Bunte Glaubensvielfalt in unserer katholischen Weltkirche“. Für den Gastredner war der Diözesane Mesnertag ein besonders schöner Termin. „Ich bin immer gerne unter vielen Menschen.“ Und heute hier unter lauter Mesnern zu sein, sei ihm eine besondere Ehre. „Denn die Mesner sind für mich wirkliche Diener der Kirche.“