Subregens und Spiritual verabschiedet
Im Rahmen einer Vesper in der Hauskirche des Priesterseminars hat Bischof Dr. Bertram Meier am Gedenktag des heiligen Märtyrers Christophorus den in die Pfarrseelsorge wechselnden Subregens Albert Wolf sowie den scheidenden Spiritual Msgr. Bernhard Ehler aus ihren Ämtern verabschiedet.
In seiner persönlich gehaltenen Ansprache erinnerte Bischof Bertram an das Wirken der beiden Geistlichen im Seminar. So habe Domvikar Wolf seit 2013 als Subregens dort gearbeitet, aber auch als Leiter des Offenen Seminars vielen jungen Leuten geholfen, den Weg ins Leben zu finden und zu ebnen. Dabei sei er immer nah an den Jugendlichen dran gewesen und ihnen stets auf Augenhöhe begegnet. Monsignore Ehler habe nach seiner aktiven Zeit in der Pfarrseelsorge mit dem Amt des Spirituals noch ein neues Kapitel angefügt. Durch seine ignatianische Prägung habe er im Haus viel bewirkt. Als Priester werde man aber auch im Ruhestand nicht so schnell arbeitslos. Insbesondere die Schwestern von Maria Stern würden sich weiterhin über ihren Zelebranten für die Frühmesse freuen. Eine Funktion, um die ihn der Bischof als selbsterklärte „Nachteule“ nicht beneide. Seine 74 Jahre sehe man Ehler auch gar nicht an.
Mit auf den Weg gab der Bischof beiden ein Zitat des heiligen Augustinus: „Höre nie auf anzufangen und fange nie an aufzuhören.“ Von Herzen dankte er beiden für ihren jahrelangen Dienst in der Diözese und vor allem im Priesterseminar. Beide hätten sich, so der Bischof, voller Elan mit all ihren Talenten in die Hausgemeinschaft eingebracht. Als Erinnerung an die Zeit am Priesterseminar überreichte er beiden ein großes Ulrichskreuz, das vor allem während des Ulrichjubiläums an verdiente Personen im Bistum verliehen worden war. Im Anschluss an die Vesper, die musikalisch durch eine vierköpfige Schola gestaltet worden war, fanden ein Sektempfang sowie ein festliches Abendessen statt.
Zu den Personen
Domvikar Albert Wolf stammt aus Lauingen und wurde 2005 zum Priester geweiht. Er war zunächst Kaplan in der Pfarreiengemeinschaft St. Pankratius/Unsere Liebe Frau in Augsburg. Von 2007 bis 2009 war er Kaplan in Mering/St. Michael, bevor er im September 2009 die Leitung der Pfarreiengemeinschaft Emersacker übernahm. 2013 bestellte ihn Bischof Dr. Konrad Zdarsa zum Subregens des Priesterseminars. Zum 1. September wird er seine neue Tätigkeit als Leiter der Pfarreiengemeinschaft Illertissen antreten.
Msgr. Dr. Bernhard Ehler wurde 1952 in Augsburg geboren. Nach seinem Theologiestudium in Augsburg und Freiburg i. Br. wurde er 1977 zum Priester geweiht und war als Kaplan in St. Pankratius in Augsburg. Er promovierte im Fach „Neues Testament“. Von 1984 bis 1989 war er als Pfarrer in Herbertshofen und zugleich als Priesterseelsorger tätig. Anschließend war er bis 1993 Subregens und Spiritual im Studienhaus St. Lambert in Lantershofen bei Bonn. Gleichzeitig bildete er sich zum Geistlichen Begleiter und Exerzitienbegleiter fort. Von 1993 bis 2003 war er Regens im Augsburger Priesterseminar. 2003 erfolgte seine Ernennung zum Direktor des Diözesan-Exerzitienhauses St. Paulus in Leitershofen. Von 2012 bis 2022 war er Pfarrer an der Basilika St. Lorenz in Kempten. Danach wirkte er im Ruhestand als Spiritual am Priesterseminar.
Zu den Ämtern
Die Ausbildung der Priesteramtskandidaten findet seit der Frühen Neuzeit in Universität und Priesterseminar statt. Die Hausgemeinschaft selbst wird von einem Regens geleitet, dessen Stellvertreter trägt den Titel eines Subregens‘. Der Spiritual ist für die geistliche Begleitung der Studenten zuständig.