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Ministrantenwallfahrt

Tag 2: 65.000 Minis beten auf dem Petersplatz gemeinsam mit Papst Franziskus für den Frieden

Rund 65 Ministrant/-innen beteten gestern gemeinsam mit Papst Franziskus für den Frieden. (Fotos: Simone Zwikirsch / pba)
Rund 65 Ministrant/-innen beteten gestern gemeinsam mit Papst Franziskus für den Frieden. (Fotos: Simone Zwikirsch / pba)
01.08.2018

Tausende weiße Luftballons schwebten gestern Nachmittag über dem Petersplatz durch die Luft. „Der Friede fängt bei dir selbst an“, steht auf einem von ihnen. Passend zum Wallfahrtsmotto „Suche Frieden und jage ihm nach“ wurden die Ballons von den vielen wartenden Ministranten auf dem Petersplatz mit kleinen Friedensbotschaften und guten Wünschen versehen. Als Papst Franziskus kurz nach 18 Uhr zur Sonderaudienz eintraf und mit seinem Papamobil durch die Reihen fuhr, wurden die Ballons von zehntausenden jubelnden Minis durch die Luft gewirbelt. 

Zwei Ministrantinnen aus dem Bistum sind dem Papst bei der Audienz ganz nahe gekommen. Lena Göppel aus der PG Mindelheim durfte vor mehr als 65.000 Jugendlichen eine Fürbitte lesen. Katharina Unglert aus der Pfarrei Tussenhausen überreichte Papst Franziskus am Ende der Sonderaudienz ein Pilgertuch der Internationalen Ministrantenwallfahrt.

 

Dem Papst nicht ganz so nahe aber trotzdem mittendrin war die Gruppe aus der Pfarrei Herz Jesu in Pfersee. Nach langen Warteschlangen und Taschenkontrollen am Eingang des Petersplatzes ergatterte sie ein Plätzchen mit guter Sicht nach vorne. Schnell kam auch bei den Pferseer Minis  das Rom-Feeling auf. „Als wir am Petersplatz angekommen sind, hat man erst so richtig realisiert, dass wir wirklich mit mehr als 60.000 anderen Ministranten gemeinsam in Rom sind", fasst Luisa ihre Eindrücke zusammen. Nun dauerte es auch nicht mehr lange, bis die Pferseer in die ausgelassenen und mehrsprachigen Gesänge der Menge mit einstimmten. Bei den bekannten Liedern, die alle mitsingen konnten, sei das Gemeinschaftsgefühl unter den Minis auf dem Petersplatz noch stärker geworden, betont Katharina und nennt als Beispiel das Weltjugendtagslied „Jesus Christ, you are my life“. „Man konnte dort auch mit jedem, egal woher,  schnell ins Gespräch kommen kommen“, ergänzt Michaela. Sie habe besonders die Atmosphäre begeistert, die während der Audienz auf dem Petersplatz zu spüren war. 

Die Ansprache und das Friedensgebet von Papst Franziskus verfolgten die Pferseer Minis über zwei große Videoleinwände mit. „Liebe Ministranten und Ministrantinnen, der Petersplatz und die ganze Kirche sind voll von eurer Freude. Herzlichen Dank, dass ihr da seid und für euren Dienst!“, richtete sich Franziskus mit einem Grußwort an die Jugendlichen aus aller Welt. Aufgrund der Lautstärke, die trotz Gottesdienstatmosphäre auf dem Petersplatz herrschte, hätten sie die Worte des Papstes aber kaum verstehen können, bedauerten einige Minis aus der Gruppe. Trotzdem waren sie von Papst Franziskus sehr beeindruckt und am Ende des Tages konnten alle auf ein einmaliges Erlebnis zurückblicken. Als Andenken daran fand auch der ein oder andere weiße Luftballon seinen Weg in das Hotel der Pferseer Ministranten.

Wer noch mehr über die Erlebnisse der Pferseer Ministranten in Rom erfahren möchte: Die Pfarrjugend Herz Jesu hat extra für die Romwallfahrt einen eigenen ReiseBlog eingerichtet. Dort berichten die Jugendlichen täglich über ihre Erfahrungen in Rom.