21.03.2014 15:20

Mit einem Meer an roten Taschen, mit Lohnlückenkeksen und Infoständen auf dem Augsburger Rathausplatz haben sich heute Frauen des Katholischen Deutschen Frauenbundes (KDFB) und des Kolpingwerks Diözesanverband Augsburg für eine Entgeltgleichheit zwischen Männern und Frauen eingesetzt. Hintergrund der Aktion war der „Equal Pay Day“, der Tag der Entgeltgleichheit, der heute bundesweit auf die klaffende Lohnlücke zwischen Männern und Frauen aufmerksam macht.

„Nach wie vor verdienen Frauen in Deutschland im Schnitt 22 Prozent weniger als Männer. Das ganze Weniger summiert sich bis zum Renteneintritt auf bis zu 60 Prozent. Darauf wollen wir mit unserem Aktionstag heute aufmerksam machen“, so Sabine Slawik, Vorsitzende des KDFB Diözesanverband Augsburg.
Den Grund für die Ungleichheit sei, so Slawik, vor allem der Mangel an Frauen auf den höheren Stufen der Karriereleiter sowie in bestimmten Berufen und Branchen. Außerdem hätten viele Frauen nach Familienzeiten wenig Chancen, wieder eine Stelle zu finden, die ihrer Qualifikation entspricht.

Unabhängig von den Geschlechtern fordert der KDFB darüber hinaus eine bessere Anerkennung der Erziehungsleistung in der Rente. Dies sei eine wichtige Sache, sowohl für Frauen als auch für Männer, betont Slawik.

An Informationsständen, die auf dem Augsburger Rathausplatz verteilt standen, konnten sich Passanten über das vielschichtige Thema informieren. Auch Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl, gleichzeitig Schirmherr der Aktion, wandte sich mit einem Grußwort an die Aktiven und interessierte Zuhörer. Die Trommelgruppe des Peutinger Gymnasiums verschaffte der Aktion Gehör.

Der bundesweite Aktionstag zur Entgeltgleichheit wurde im Jahr 2008 bundesweit eingeführt. Er findet seither bundesweit in vielen Städten mit unterschiedlichen Aktionen statt.

Auch Sabine Slawik, Vorsitzende des KDFB Diözesanverband Augsburg, verteilte rote Taschen auf dem Rathausplatz.
Die roten Taschen sollen für die roten Zahlen in den Geldbörsen der Frauen stehen.
Unter den Frauen fand ein reger Austausch statt.