Fachbereich Kirche & Umwelt

Kirchliches Umweltmanagement: Urkunden für erfolgreiche Absolventen

21.09.2021 15:36

„Machen Sie weiter so!“, ermunterte Bischof Dr. Bertram Meier die acht Absolventinnen und Absolventen des Kurses „Schöpfung bewahren – heute für morgen handeln: Kirchliches Umweltmanagement“ am vergangenen Sonntag bei der feierlichen Urkundenübergabe in der Basilika St. Ulrich und Afra in Augsburg.

Nach der Urkundenübergabe (v.l.): Ottmar Vellinger (Straßberg), Christoph Kähny (Willishausen), Gertrud Hitzler (Aindling), Elfriede Ebner (Kaufbeuren), Helmut Heiler (Kaufbeuren), Anton Eichner (Pfründestiftungsverbund), Bischof Bertram, Reinhold Gradl (Kaufbeuren), Andrea Kaufmann-Fichtner (Umweltbeauftragte Bistum Augsburg), Dieter Kling (Unterbechingen), Siegfried Fuchs (Umweltberater). (Foto: Fachbereich Kirche und Umwelt)

Der Urkundenübergabe vorausgegangen ist ein Kolloquium am Vormittag, in dem die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die im Kurs erworbenen Kenntnisse unter Beweis stellen mussten. Alle haben die Prüfung mit Bravour bestanden. Ihre Urkunden erhielten Sie im Anschluss bei einer Andacht mit Bischof Bertram in der Basilika. „Schöpfung bewahren – da bläst einem der Wind nicht immer nur freundlich ins Gesicht. Da gibt es auch Interessenskonflikte. Und nicht immer gehen die Türen auf“, so der Bischof. Deshalb lobte er besonders den Durchhaltewillen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. In seiner Predigt erinnerte er an sein Hirtenwort vor einem Jahr, in dem er das Anliegen der Bewahrung der Schöpfung gleichsam als seine „Regierungserklärung“ zum Thema gemacht hatte.

Für die Andacht hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Symbole für das mitgebracht, was während des Kurses gewachsen ist: Anhand ihrer Symbole erzählten sie von ihren Erfolgen, von dem, was sie bereits in ihren Pfarreien auf den Weg gebracht haben, aber auch von den Schwierigkeiten, die sich Ihnen und ihrem Schöpfungsengagement in den Weg gestellt haben. Die diözesane Umweltbeauftragte Andrea Kaufmann-Fichtner lud die Kursabsolventinnen und –Absolventen ein, ihre Symbole um die zuvor ausgelegten „Felsbrocken“ zu drappieren und damit die Hindernisse quasi zu „überblühen“.

Zur Urkundenverleihung waren auch die Ehepartner/-innen und die Ortspfarrer eingeladen. Der Kurs vermittelt erprobtes Handwerkszeug für das Umweltengagement in Pfarreien und kirchlichen Einrichtungen. Er sieht acht Treffen vor (davon zwei Wochenenden und sechs Samstage), die auf einen Zeitraum von zwei Jahren verteilt sind. Ziel des Kirchlichen Umweltmanagements ist es, dass schöpfungsfreundliches Verhalten in einer Pfarrei immer mehr zur Selbstverständlichkeit wird. Letzten Endes werden dann alle Entscheidungen, die in einer Pfarrei getroffen werden (müssen), an den von der Pfarrei erarbeiteten Umweltkriterien gemessen und sind nicht dem Zufall überlassen.

Der Kurs befähigt die Teilnehmenden ein solches „Kirchliches Umweltmanagement“ zunächst in der eigenen Pfarrei (oder kirchlichen Einrichtung) einzuführen, dann aber auch andere Pfarreien in diesem Anliegen zu begleiten. Eine (freiwillige) Zertifizierung des Umweltmanagements mit dem Grünen Gockel oder dem europäischen Umweltsiegel „EMAS“ sichert durch die jährliche Überprüfung die Einhaltung der gesteckten Ziele.

Im Januar 2022 startet ein neuer Kurs „Schöpfung bewahren – heute für morgen handeln: Kirchliches Umweltmanagement“. Information und Anmeldung bei den Umweltbeauftragten des Bistums, Andrea Kaufmann-Fichtner und Dr. Karl-Georg Michel. (E-Mail: schoepfungsverantwortung@bistum-augsburg.de, Tel 0821-3166-2560 bzw. -2561).