Gedenktag

„Wo menschliche Hilfe an ihre Grenzen kommt“: Gebet für die Opfer von sexuellem Missbrauch

12.11.2018 12:09

Augsburg (pba). Papst Franziskus hat angeregt, jährlich einen Gedenktag für Opfer sexuellen Missbrauchs zu begehen. Für die Kirche in Deutschland legten die Bischöfe daraufhin fest, dass dieser von den Pfarrgemeinden rund um den „Europäischen Tag zum Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung und sexuellem Missbrauch“ (18. November) begangen werden soll. In einem Brief an alle Pfarrgemeinden im Bistum lädt Bischof Dr. Konrad Zdarsa deshalb dazu ein, in Gottesdiensten und im privaten Bereich für die Opfer sexuellen Missbrauchs zu beten: „Möge Gott den Opfern beistehen, wo menschliche Hilfe an ihre Grenzen kommt“, schreibt Bischof Konrad darin. In Augsburg wird es am kommenden Sonntag, 18. November, um 17 Uhr in der Basilika St. Ulrich und Afra eine Gebetsstunde mit Weihbischof Florian Wörner für die Opfer sexuellen Missbrauchs geben.

Gestaltung (Gebetsbildchen): SUV / Foto: Nicolas Schnall / pba

Für die gesamte Kirche, speziell für das Bistum Augsburg, bittet Bischof Konrad in seinem Schreiben zudem darum: „Möge Gott uns alle auf einen guten Weg der Läuterung und inneren Erneuerung führen.“ Aber auch den Tätern wünscht der Bischof, dass sie durch Gottes Hilfe zur Einsicht und Umkehr geführt werden. 

Das Bistum hat für diese Anliegen ein Gebetsbild unter dem Titel „Herr, erneuere deine Kirche – und fange bei mir an“ herausgegeben. Es bietet Gebetsimpulse für die Gottesdienstgestaltung und für zu Hause an und wurde ebenfalls an sämtliche Pfarreien des Bistums verschickt. Zudem erstellte der Fachbereich Liturgie im Bischöflichen Ordinariat Vorlagen für die Fürbitten und die Kreuzfeier, einen Gottesdienst zum Gedenktag für die Missbrauchsopfer, die im Folgenden herunterzuladen sind. Auch auf der Internetseite der Deutschen Bischofskonferenz stehen weitere Materialien zur Verfügung.