Pastoral

Zukunftswerkstatt „Impuls-Kirche-Allgäu“ sammelt neue Ideen

22.10.2018 19:14

Kempten (pdke). Rund 40 Interessierte aus den Dekanaten Kempten, Sonthofen und Lindau mit den Dekanen Dr. Bernhard Ehler (Kempten), Karl-Bert Matthias (Sonthofen) sowie Thomas Renftle (Lindau) sind am Wochenende im Pfarrzentrum St. Lorenz in Kempten zusammengekommen, um neue Ideen für die Herausforderungen der Kirche von heute zu sammeln. Das Thema der Zukunftswerkstatt lautete: „Impuls – Kirche – Allgäu“. Dabei wurden unter anderem Themen wie „Willkommenskultur“, „Sprache finden“ oder „Spiritualität“ neu beleuchtet. Veranstalter waren die Außenstelle des bischöflichen Seelsorgeamtes Kempten mit ihren Referenten, der Fachbereich Gemeindeentwicklung der Diözese Augsburg und Referent/innen der Hauptabteilung II Seelsorge sowie die Dekane.

Am Ende der Zukunftswerkstatt stellen die einzelnen Gruppen ihre Ergebnisse in großer Runde vor. (Foto: Sabine Verspohl-Nitsche/pdke)

Nach der Begrüßung durch Pfarrer Thomas Renftle trugen einige Teilnehmer die ihnen wichtigen Themen vor, um sie anschließend ergebnisoffen in kleinen Runden zu behandeln. Moderiert wurde die Veranstaltung vom Diplomtheologen Andreas Ihm, der eingangs die Workshop-Regeln erklärte. So gab es in zwei Arbeitsrunden jeweils fünf Gruppen mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Am Ende präsentierten diese den anderen Teilnehmern ihre Ergebnisse. Aus der der Gruppe „Sprache finden“ gab es etwa den Vorschlag, das Messbuch neu und verständlich zu überarbeiten. Ein Besuchsdienst sollte nicht nur zu Geburtstagen eingesetzt werden, sondern Zugezogene begrüßen und ihnen das Gemeindeleben vorstellen, hieß es weiter. Als erste Anlaufstelle hierfür diene das Pfarrbüro, so Mechtild Enzinger vom bischöflichen Seelsorgeamt in Augsburg. Die Sekretärinnen könnten auch auf eine „Empfangs“-Aufgabe vorbereitet werden, war der Wunsch der Gruppe „Willkommenskultur“. Weitere Ideen waren: „Welcomer“, die Kirchenbesucher begrüßen, kleine Kirchenführer könnten erstellt und ein Fürbittenbuch mit Anliegen könne man längere Zeit auslegen. Während der Gottesdienste könnten Infoblätter mit Standardgebeten bereitgehalten werden. Weitere Ideen gab es zu Briefen bei der Geburt eines Kindes, zu einem Taufelternnachmittag oder zu Hausbesuchen beispielsweise ein Jahr nach der Taufe. „Eine projektgebundene Einbindung der Eltern ist oft möglich“, befand die Gruppe. Zum Thema „Spiritualität“ trug Ludwig Bolkart aus dem Arbeitskreis die Ergebnisse vor. Stille, die zum Gebet führe, sei während des Gottesdienstes beispielsweise bei den Fürbitten wünschenswert. Orgelmusik könne zum Innehalten beitragen, etwa vor und nach der Kommunion, war die Meinung. Der Pastoralpraktikant Bolkart erklärte sich bereit, eine Landkarte mit geistlichen Orten im Allgäu zu erstellen. Aus der Gruppe „Junge Erwachsene begleiten“ lautete das Fazit: „Jugendliche wollen mit Kirche nicht peinlich sein!“. Dabei gelte es aber, authentisch zu bleiben.

Andreas Ihm stellte mit Blick auf die zusammengetragenen Ergebnisse zufrieden fest: „Das war ein gelungener, toller Tag.“ Über die Umsetzung verschiedener Themen soll der Referent für Gemeindeentwicklung, Peter Eisele, aus den Pfarreien eine Rückmeldung erhalten. In etwa einem Jahr wird dann überlegt, wie es weitergehen kann. Mit einem geistlichen Impuls von Dekan Karl-Bert Matthias und dem Wunsch, bei der Heimkehr „etwas aufbrechen zu lassen“ endete die Zukunftswerkstatt.