Katechumenat

Zulassung von 19 Tauf- und Firmbewerbern

01.03.2020 17:45

Augsburg (pba). Diözesanadministrator Prälat Dr. Bertram Meier hat heute Nachmittag 19 Kandidatinnen und Kandidaten aus 16 Pfarreien der Diözese Augsburg zum Empfang der Sakramente „Taufe“, „Firmung“ und „Eucharistie“ zugelassen. Die zwölf Frauen und sieben Männer kamen zusammen mit ihren Verwandten und Begleitern aus den jeweiligen Pfarreien zur Feier in den Augsburger Dom. „An verschiedenen Orten in unserer Diözese haben Sie sich vom Ruf Gottes ansprechen lassen und sich auf den Weg des Glaubens gemacht. Darüber freue ich mich aus ganzem Herzen“, hieß Prälat Meier die Bewerber zum heutigen "Frischlingstreffen" herzlich willkommen. Denn als Gemeinsamkeit zwischen sich und den Taufbewerbern stellte er kurzum fest: "Wir alle sind Frischlinge: Sie auf Ihrem Weg ins Innere der Kirche, ich in meiner Vorbereitung auf das Bischofsamt. Gehen wir es also heute am 1. Fastensonntag gemeinsam an.“

Prälat Meier legte jedem einzelnen Bewerber die Hand als Zeichen des Segens auf. (Foto: Maria Steber / pba)

In seiner Predigt ging der designierte Bischof von Augsburg auf das Evangelium vom Seesturm ein. Mit ihrer Entscheidung würden sich die Kandidaten auch selbst auf einen Seesturm einlassen, stellte Dr. Meier fest: „Sie bitten um den Einstieg in das Schiff der Kirche zu einer Zeit, in der es in vielerlei Hinsicht mit stürmischer See zu kämpfen hat.“ Da seien die Wogen und Wellen, die durch Skandale und Unglaubwürdigkeit noch immer nicht zur Ruhe gekommen seien. „Da ist der Gegenwind, der vonseiten mancher gesellschaftlicher Gruppen der Kirche entgegenschlägt, die meinen, eine postmoderne Gesellschaft brauche das Evangelium Jesu Christi nicht, um ein menschliches Gesicht zu bekommen.“ Und manchem der Kandidaten würde vielleicht auch der Gegenwind von Angehörigen oder Freunden ins Gesicht wehen, die ihren Entschluss in Frage stellten, richtete sich Prälat Meier an die Bewerberinnen und Bewerber.

Ihren Entschluss, um Aufnahme in die Kirche zu bitten, bezeichnete er deshalb als mutige Entscheidung, die viel mehr sei als ein bloßer Verwaltungsakt: „Es geht um eine geistliche Entscheidung, den Lebensweg mit Jesus gehen zu wollen“, betonte der Diözesanadministrator und freute sich, dass mit den Kandidaten nun neue und junge Wegbegleiter in die Besatzung des Diözesanschiffs hinzustoßen würden. Seinen Dank richtete er gleichzeitig an die zahlreichen Wegbegleiter der Frauen und Männer, die durch ihr Tun als Türöffner für den Raum der Kirche fungiert hätten.

Im Hinblick auf die Empfehlungsschreiben, die ihm für jeden einzelnen Anwärter im Rahmen der Vesper übergeben würden, erinnerte er die Kandidaten an ihre Bewährungsprobe als glaubwürdige Briefe Christi: „Wir sind Christi Visitenkarten, und jeder, der auf uns trifft, soll merken, dass er eine gute Adresse hat", betonte er.

Nach der Predigt stellten die Vertreter aus den jeweiligen Pfarreien dem Diözesanadministrator die Tauf- und Firmbewerber vor. Sie baten Prälat Meier um die Zulassung der Kandidaten zu den Sakramenten des Christwerdens und überreichten ihm ein Empfehlungsschreiben. Der Diözesanadministrator legte danach jedem einzelnen Bewerber die Hand als Zeichen des Segens auf.

An Ostern werden die Tauf- und Firmbewerber in ihren Heimatpfarreien durch den Empfang der Sakramente vollständig in die katholische Kirche aufgenommen.

Die Kandidatinnen und Kandidaten kommen aus folgenden Pfarreien und Pfarreiengemeinschaften (PG):
Augsburg (Benediktinerabtei St. Stephan), Augsburg-Kriegshaber, Augsburg-Pfersee, PG Dietkirch, PG Gundelfingen, Herrsching, PG Hindelang, Kempten, Kissendorf, Krumbach, Lauterbach, Mering, PG Neu-Ulm, Nördlingen, Petzenhausen, Starnberg