Begegnungsreise

Austausch mit Vertretern der ungarischen Kirche

23.09.2019 10:04

Alte Kontakte aus der gemeinsamen Studienzeit im Päpstlichen Kolleg Germanicum et Hungaricum hat Diözesanadministrator Prälat Dr. Bertram Meier jetzt in Ungarn neu aufgefrischt. Zusammen mit dem aus dem Bistum Augsburg stammenden Hauptgeschäftsführer von RENOVABIS, Pfarrer Dr. Christian Hartl, nahm er eine Einladung des Bischofs von Györ und Vorsitzenden der Ungarischen Bischofskonferenz, Andras Veres an.

Vor einer symbolisch geöffneten Tür an der ungarisch-österreichischen Grenze bei Sopron, wo vor dreißig Jahren das paneuropäische Picknick stattfand: (v.l.) Prälat Dr. Bertram Meier, Bischof Andras Veres von Györ, der Vorsitzende der Ungarischen Bischofskonferenz, und Pfarrer Dr. Christian Hartl, Leiter des Bischöflichen Hilfswerks RENOVABIS. (Foto: Hauptabteilung Seelsorge)

Auf dem Programm standen Besuche des Priesterseminars sowie von Schulen in katholischer Trägerschaft. Darüber hinaus unternahm die Gruppe einen Abstecher in die Benediktinerabtei Pannonhalma (Martinsberg), wo Gespräche mit dem amtierenden Erzabt Cirill und seinem mittlerweile emeritierten Vorgänger Asztrik stattfanden. Besonders beeindruckt zeigten sich die Besucher von der Klosterkirche, die vor einigen Jahren renoviert worden war. Architekt war hierbei der Londoner Designer John Pawson, der auch der Kirche St. Moritz im Herzen der Stadt Augsburg ein neues Gesicht gegeben hat. Auf dessen eigenen, ausdrücklichen Wunsch hin ruht in der Klosterkirche das Herz von Otto von Habsburg, der bis zu seinem Tod in Pöcking auf Augsburger Diözesangebiet gelebt hat.

Prälat Dr. Meier empfand die Begegnungen mit den Verantwortlichen der Kirche von Ungarn als sehr bereichernd. Er freute sich darüber, dass besonders „der Bau am vereinten Europa als einem geistigen Haus“ ein gemeinsames Anliegen der Katholiken ist. Ein Spaziergang zum paneuropäischen Picknick-Platz an der ungarisch-österreichischen Grenze bei Sopron weckte Erinnerungen an die deutsche Geschichte: vor dreißig Jahren gelangte dort der erste Riss in den eisernen Vorhang, der zum Bröckeln der Berliner Mauer führen sollte.