Wallfahrt

Bild der Knotenlöserin in Heilig Kreuz

08.04.2021 16:21

Für viele Gläubige von Nah und Fern ist der Besuch der Knotenlöserin in der Wallfahrtskirche St. Peter am Perlach eine Herzenssache. Umso schmerzlicher muss es für sie sein, dass die Kirche in Augsburgs Innenstadt seit längerem geschlossen ist. Der Grund: Die Einhaltung der Coronaregeln könne nicht gewährleistet werden. Nun gibt es aber eine pragmatische Lösung - nur einen kräftigen Steinwurf entfernt.

Eine Kopie des bekannten Gnadenbilds hängt seit Ostern in der nahegelegenen Wallfahrtskirche Heilig Kreuz. (Foto: Nicolas Schnall / pba)

Seit dem Osterfest hängt eine Kopie des Gnadenbilds im Eingangsbereich der Wallfahrtskirche Heilig Kreuz (Heilig-Kreuz-Straße 5). Hier können nun einzelne Pilger ihre Ängste, Nöte und Sorgen vor die Gottesmutter bringen und eine Kerze anzünden, so lange bis St. Peter wieder für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Auf einen Transport des Originals habe der Bürgerverein verzichtet, da dies mit erheblichem Aufwand verbunden gewesen wäre.

Maria Knotenlöserin ist eine außergewöhnliche Mariendarstellung, die besonders durch die Verbundenheit von Papst Franziskus mit dem Gemälde und dessen Verbreitung - vor allem in Südamerika - auch über Augsburgs Stadtgrenzen hinaus an Bekanntheit zunahm.  Im Jahr 1700 soll der Augsburger Patrizier Hieronymus Ambrosius Langenmantel (Kanoniker von St. Peter 1666-1709) den Altar Beatae Mariae Virginis mit dem jetzigen Wallfahrtsbild der Maria Knotenlöserin gestiftet haben. Das Originalbild wird dem Künstler Johann Georg Melchior Schmidtner zugeschrieben. Die Darstellung in der südlichen Apsis zeigt die Mutter Gottes, wie sie die verwickelten Knoten in einem langen Band löst und zugleich mit einem Fuß den Kopf der Schlange zertritt.