Interreligiöser Dialog

Grußwort zum Vesakh-Fest

26.05.2021 13:51

Buddhisten in aller Welt feiern heute das Vesakh-Fest als ihren höchsten gemeinsamen Feiertag. In seinem Grußwort wünscht Bischof Bertram den buddhistischen Gläubigen im Gebiet des Bistums Augsburg "Freude und Frieden" und hofft, dass aus dem interreligiösen Dialog eine Kultur der Achtsamkeit, Verantwortung und Solidarität entstehen möge.

Grußwort des Bischofs zum buddhistischen Vesakh-Fest

Sehr geehrte Buddhistinnen und Buddhisten
auf dem Territorium des Bistums Augsburg,
liebe Geschwister im Glauben,

zu Ihrem heutigen Vesakh-Fest möchte ich Ihnen als Bischof der Diözese Augsburg einen herzlichen Gruß und meine besten Glückwünsche senden. Auch in diesem Jahr ist dieses Fest, an dem Sie zentrale Stationen im Leben des Buddha feiern, von der Corona-Pandemie geprägt. Mancher Festbrauch muss vermutlich angepasst, das gemeinsame Feiern in der Familie eingeschränkt werden.

Umso mehr ist in dieser Zeit die Erkenntnis der tieferen Zusammenhänge und auch des Verbunden-Seins von uns Menschen mit allem Lebendigen besonders wertvoll. Das Leben und die Lehre des Siddharta Gautama bieten für viele Menschen Licht und Wegweisung, ja Freude und Frieden. Dass Sie dieses Geschenk in diesen Tagen wieder vertieft erfahren dürfen, das wünsche ich Ihnen.

„Buddhisten und Christen: Fördern einer Kultur der Fürsorge und der Solidarität“ – so ist die Botschaft des Päpstlichen Rats für den Interreligiösen Dialog zum Vesakh-Fest 2021 überschrieben. Gerne schließe ich mich diesem Ansinnen an, gerade in unserer heutigen Zeit eine Kultur der Achtsamkeit füreinander, der gemeinsamen Verantwortung und der Solidarität zu entwickeln und zu pflegen. Papst Franziskus spricht hier vom Dienst der Religionen an der Geschwisterlichkeit der Welt. Ich bin davon überzeugt: Wenn wir uns wirklich als Geschwister verstehen, als Schwestern und Brüder auf der Suche nach der Wahrheit, die uns alle übersteigt, dann können wir auch das gesellschaftliche Miteinander wirksam mitgestalten, fürsorglich und solidarisch.

Im Geiste des Friedens bin ich Ihnen verbunden und übermittle Ihnen unsere besten Wünsche für Hoffnung und Freude.

Dr. Bertram Meier
Bischof von Augsburg