Kirche in Deutschland

Synodaler Weg: Bistums-Vertreter stehen fest

29.11.2019 08:59

Augsburg (pba). Am Ersten Advent beginnt der Synodale Weg der Kirche in Deutschland. Aus diesem Anlass entzündet Diözesanadministrator Prälat Dr. Bertram Meier am Sonntag im Hohen Dom während der Kapitelmesse um 9.00 Uhr die Synodalkerze. Sie ist diesem Anliegen in besonderer Weise gewidmet. „Ich deute diese Kerze als ein symbolisches Startsignal für einen Weg, dessen Ausgang noch völlig offen ist“, so Prälat Meier. Auch die Vertreter aus unserem Bistum am Synodalen Weg stehen fest.

„Schauen wir also, wohin uns dieser Weg führen wird. Ich verstehe ihn auch als ein geistliches Experiment. Beten wir deshalb gemeinsam um ein gutes Gelingen im Sinne der Zukunft der Kirche und auch der Evangelisierung.“ Dazu habe Papst Franziskus Ende Juni in seinem Brief „an das pilgernde Volk Gottes in Deutschland“ ausdrücklich ermuntert. An die Pfarrgemeinden seien deshalb in den vergangenen Wochen Gebetsbildchen versandt worden. Sie liegen vielerorts in den Kirchen aus. „Ich lade alle Gläubigen und die Pfarrgemeinden sehr herzlich ein, den Synodalen Weg mit ihrem Gebet zu begleiten.“

Als Vertreter des Diözesanrats entsandt: Bernhard Ledermann. (Foto: Simon Ledermann)

Neben dem Diözesanadministrator und den beiden Weihbischöfen Anton und Florian wird am Synodalen Weg auch der 35-jährige Bernhard Ledermann als Vertreter des Diözesanrats der Katholiken teilnehmen. Er stammt aus Bad Wörishofen und ist Lehrer an einem Gymnasium. „Ich bin dem Vorstand des Diözesanrats sehr dankbar für diese Entscheidung. Wer könnte die Zukunft unserer Kirche von Augsburg besser repräsentieren als ein junger Katholik, der zudem auch beruflich mit Kindern und Jugendlichen zu tun hat?“, freut sich der Diözesanadministrator.

Als weiterer Delegierter des Bistums wird seitens des Domkapitels zudem Domkapitular Walter Schmiedel, der Leiter der diözesanen Priesterfortbildung, am Synodalen Weg teilnehmen. Eigentlich sieht die Satzung einen Vertreter des Priesterrats vor. Dieses Beratungsgremium des Bischofs gibt es jedoch während der Sedisvakanz nicht. „Sobald wir wieder einen neuen Diözesanbischof und damit auch wieder einen Priesterrat haben, kann aus diesem Kreis dann ein Vertreter entsandt werden“, kündigt Prälat Dr. Meier an.

Als diözesane Ansprechperson für den Synodalen Weg wurde die Dillinger Franziskanerin Schwester Dr. Theresia Wittemann, persönliche Referentin des Leiters des Bischöflichen Seelsorgeamtes, bestellt. Am Synodalen Weg teilnehmen wird aus dem Bistum auch die Theologin Maria Boxberg. Sie gehört der Gemeinschaft Christlichen Lebens (CGL) an und wird gemeinsam mit dem Jesuitenpater Bernd Hagenkord die geistliche Begleitung übernehmen. Frau Boxberg wohnt seit langem in Augsburg.

 

Ausführliche Informationen zum Synodalen Weg gibt es im Internet auf den Seiten der Deutschen Bischofskonferenz. Dort gibt es auch den Gebetszettel.

Ab diesem Wochenende wird zudem auch der Synodale Weg eine Internetseite haben.