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Aktuelles

Missbrauch

Schlussbericht zum Kinderheim Cassianeum

21.02.2019

Augsburg/Donauwörth (pba). Die vom Bischof von Augsburg beauftragte unabhängige Arbeitsgruppe zur Aufarbeitung der Vorgänge und Vorfälle im Kinderheim Heilig Kreuz der Pädagogischen Stiftung Cassianeum in Donauwörth hat heute ihren Schlussbericht vorgelegt. Sie war im April 2018 eingerichtet worden.

Deutsche Bischofskonferenz

Stiftung Anerkennung und Hilfe verlängert Frist

13.02.2019

Bund, Länder und Kirchen haben als Errichter der Stiftung Anerkennung und Hilfe beschlossen, die Anmeldefrist zum Erhalt von Leistungen an Betroffene, die als Kinder oder Jugendliche in stationären Einrichtungen der Behindertenhilfe oder Psychiatrie Leid und Unrecht erfahren haben, bis zum 31. Dezember 2020 zu verlängern. Näheres dazu bei der DBK.

Missbrauch / Prävention

MHG-Studie: Bistum Augsburg präsentiert die diözesanen Ergebnisse - Bischofsbrief an Mitarbeiter

25.09.2018

Augsburg (pba). Im Zuge der Aufarbeitung von Fällen sexueller Übergriffe an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige wurde von den deutschen Bischöfen im Jahr 2013 eine Studie ausgeschrieben. Ziel war es dabei, Klarheit und Transparenz zum Thema sexueller Missbrauch an Minderjährigen zu erlangen. Die Ergebnisse der Studie „Sexueller Missbrauch an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz“ (MHG-Studie) wurden heute während der Herbstvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz in Fulda vorgestellt. Ausführliche Informationen zur Studie gibt es auf den Seiten der Deutschen Bischofskonferenz. Das Bistum Augsburg hat ebenfalls heute die wichtigsten diözesanen Ergebnisse im Rahmen eines Pressegesprächs vorgestellt.

Deutsche Bischofskonferenz

Missbrauchsbeauftragter Bischof Ackermann nimmt Stellung zur Veröffentlichung der MHG-Studie

13.09.2018

Während der Herbst-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz Ende September werden die Ergebnisse des von den deutschen Bischöfen beauftragten interdisziplinären Forschungsprojekts „Sexueller Missbrauch an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz“ (MHG-Studie) vorgestellt und veröffentlicht. An dem Forschungsprojekt sind alle 27 deutschen (Erz-)Diözesen beteiligt. Aufgrund von Indiskretion und der damit verbundenen Veröffentlichung der Studie durch mehrere Medien in Deutschland am gestrigen Tag hat sich Bischof Dr. Stephan Ackermann (Trier), der Beauftragte für Fragen des sexuellen Missbrauchs im kirchlichen Bereich und für Fragen des Kinder- und Jugendschutzes der Deutschen Bischofskonferenz, dazu geäußert. Seine Stellungnahme finden Sie auf der Seite der DBK. Generalvikar Harald Heinrich bedauert diese Kommunikationspanne: „Selbstverständlich hat sich das Bistum Augsburg an der Studie beteiligt und mit großer Sorgfalt die Sichtung der Personalakten und Bereitstellung der Daten vorgenommen; liegt uns hier doch an maximaler Transparenz und Redlichkeit in dem Bemühen, alles zu tun, um Opfern höchst mögliche Gerechtigkeit wiederfahren zu lassen und künftig solche Taten zu verhindern“, so der Generalvikar. Die Diözese Augsburg wird sich zeitnah zur Veröffentlichung der Ergebnisse der MHG-Studie äußern.

Deutsche Bischofskonferenz

Papst Franziskus veröffentlicht Brief zum Thema sexueller Missbrauch

21.08.2018

Papst Franziskus hat gestern einen „Brief an das Volk Gottes“ geschrieben, der im Vatikan veröffentlicht wurde. Darin bezieht der Papst Stellung zum Thema sexueller Missbrauch. Der Beauftragte für Fragen des sexuellen Missbrauchs im kirchlichen Bereich und für Fragen des Kinder- und Jugendschutzes, Bischof Dr. Stephan Ackermann (Trier) bezeichnete es als "ein wirklich aufrüttelndes Schreiben, das auch uns in Deutschland zur Gewissenserforschung und Erneuerung aufruft". Die vollständige Erklärung von Bischof Ackermann finden Sie auf den Seiten der DBK. Die deutsche Fassung des Briefes von Papst Franziskus ist zudem auf der Themenseite „Sexueller Missbrauch“ herunterzuladen. 

Prävention

„Wir müssen kontinuierlich wachsam sein“ - Studientag zur Prävention gegen sexualisierte Gewalt

23.01.2017

Augsburg/Leitershofen (pba). Mehr als 100 Mitarbeiterinnern und Mitarbeiter des Bistums Augsburg haben am vergangenen Freitag bei einem Studientag zur Prävention gegen sexualisierte Gewalt im Exerzitienhaus St. Paulus in Leitershofen teilgenommen. In Vorträgen und Workshops setzten sich die Teilnehmer damit auseinander, was für eine gelungene Präventionsarbeit nötig ist und inwiefern Kinder und Jugendliche sexualisierter Gewalt in digitalen Medien begegnen. Weitere Themen des Studientages waren der Umgang mit schutz- oder hilfebedürftigen Erwachsenen, die präventive Erziehung von Kindern und Jugendlichen, Nähe und Distanz im seelsorglichen Gespräch sowie die konkrete Umsetzung der Präventionsarbeit in den Pfarreien.

Katholische SonntagsZeitung

Serie zu "sexualisierter Gewalt": Vorwürfen nachgehen, Präventionsarbeit leisten, Kirchenrecht anwenden

29.08.2016

Seit dem Jahr 2010 sind auf Ebene der Deutschen Bischofskonferenz, aber auch in der Diözese Augsburg die Anstrengungen verstärkt worden, sexuellen Missbrauch zu bekämpfen und die Präventionsarbeit in diesem Bereich auszubauen. Die Katholische Sonntagszeitung hat sich in ihren letzten Ausgaben (32-34/2016) in einer dreiteiligen Serie mit dem Thema "Missbrauch" auseinandergesetzt. In einem ersten Beitrag beantwortete Rechtsanwältin Brigitte Ketterle-Faber, Missbrauchsbeauftragte des Bistums Augsburg, Fragen zur Prüfung von - auch anonymen - Vorwürfen sexuellen Missbrauchs und körperlicher Gewalt. Psychotherapeutin Helga Kramer-Niederhauser, Mitglied des Ständigen Arbeitsstabs zur Behandlung von Missbrauchsfällen in der Diözese, machte sich im zweiten Interview stark für Aufklärung, Transparenz und Enttabuisierung bei diesem Thema, damit Kinder, Jugendliche und schutzbedürftige Erwachsene besser vor sexualisierter Gewalt geschützt werden. Im dritten und letzten Artikel der Serie erläutert der promovierte Kirchenjurist und Vorsitzende des Ständigen Arbeitsstabs, Domvikar Alessandro Perego, die geltenden Normen des Kirchenrechts, die unabhängig von den staatlichen Rechtsvorschriften zur Anwendung kommen.

Deutsche Bischofskonferenz

Studie zum sexuellen Missbrauch an Minderjährigen: Online-Umfrage vorgestellt

29.06.2016

Die Deutsche Bischofskonferenz hat im März 2014 das interdisziplinäre Forschungsprojekt „Sexueller Missbrauch an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz“ (MHG-Studie) vorgestellt. Seitdem sind mehrere Teilprojekte angelaufen, die kürzlich in einer ersten Zwischeninformation vom Forschungskonsortium um Prof. Dr. Harald Dreßing (Zentralinstitut für Seelische Gesundheit Mannheim) der Öffentlichkeit präsentiert wurden. Die Wissenschaftler, die die Studie durchführen, haben nun eine Online-Umfrage ins Leben gerufen. Ziel der Umfrage ist es, Kontakte zu Betroffenen herzustellen, die anonym bleiben wollen. Denn diese Informationen seien notwendig dafür, Licht in das Dunkel des Tatbestands des sexuellen Missbrauchs im Verantwortungsbereich der Kirche zu bringen, heißt es im Flyer.

Sexualisierte Gewalt

Die „Kultur der Achtsamkeit“ ist Kernstück kirchlicher Präventionsarbeit

08.04.2016

Augsburg (pba). In den vergangenen Jahren sind mehr als 3.500 pastorale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Diözese Augsburg und der Pfarreien geschult worden, um Fällen sexualisierter Gewalt vorzubeugen. Ziel ist es dabei, eine Kultur der Achtsamkeit zu fördern. Sie setzt weit im Vorfeld an, damit es gar nicht erst zu Missbrauchsfällen kommen kann. Wie dieses Schutzkonzept der Diözese Augsburg aussieht, haben gestern rund fünfzig Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erfahren, die im Bischöflichen Ordinariat in leitenden Funktionen oder auch im Personalbereich tätig sind. „Es geht darum, das eigene Verhalten zu reflektieren und eine Sensibilität für Nähe und Distanz zu entwickeln“, beschrieb Dr. Anton Schuster – der Pastoralreferent leitet im Generalvikariat die Fortbildungsabteilung – vor den Teilnehmern im Haus Sankt Ulrich die Kultur der Achtsamkeit. Bei der Präventionsarbeit gehe es nicht um blinden Aktionismus, sondern um ein Schutzkonzept, das bis in die Pfarreien hinein umgesetzt werden müsse.

"Kultur der Achtsamkeit"

Prävention gegen sexualisierte Gewalt: Neue Handreichung des Bistums

14.10.2015

Augsburg (pba). Seit Ende 2010 wurden im Bistum Augsburg mehr als 3.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter darin geschult, wie sexualisierte Gewalt gegen Schutzbefohlene verhindert werden kann. Diese Bemühungen sind Bestandteil eines umfassenderen Schutzkonzepts, das Bischof Dr. Konrad Zdarsa in Form einer diözesanen Präventionsordnung am 1. Juli 2015 in Kraft gesetzt hat. Grundlage dieser seitdem rechtlich verbindlichen Ordnung für das Bistum Augsburg ist die "Rahmenordnung - Prävention gegen sexualisierte Gewalt an Minderjährigen und erwachsenen Schutzbefohlenen im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz" vom September 2013. In Form einer Handreichung erhalten alle Pfarreien, Priester, Diakone und hauptberuflich tätige Laien in seelsorglichen und pädagogischen Aufgaben in Pfarrgemeinden und Dienststellen des Bistums nun Materialien, die ihnen die Umsetzung der Präventionsordnung erleichtern sollen.

Aufarbeitung von Missbrauchsfällen im Bistum Augsburg: Umfassendes Präventionskonzept - Der bisherige diözesane Beauftragte Otto Kocherscheidt legt Arbeitsbericht (2010-2012) vor

08.03.2013

Im Zusammenhang mit der Aufarbeitung von Fällen sexuellen Missbrauchs hat das Bistum Augsburg umfangreiche Präventions- und Schulungsmaßnahmen eingeleitet. Prof. Dr. Andrea Kerres von der Katholischen Stiftungsfachhochschule München hat diese einer umfassenden Überprüfung unterzogen und dabei den eingeschlagenen Weg des Bistums bestätigt. Das Ziel der Diözese, eine informative und zufriedenstellende Schulung flächendeckend durchzuführen, sei erreicht worden, hält die Professorin nach einer detaillierten Befragung der Teilnehmer in einem soeben vorgelegten Bericht über die Schulungen fest.

Neue Diözesane Beauftragte für die Prüfung von Vorwürfen sexuellen Missbrauchs und körperlicher Gewalt für das Bistum Augsburg

01.03.2013

Augsburg (pba). Die Augsburger Rechtsanwältin Brigitte Ketterle-Faber (59) ist seit 1. März neue Diözesane Beauftragte für die Prüfung von Vorwürfen sexuellen Missbrauchs und körperlicher Gewalt an Minderjährigen durch Geistliche oder Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im Dienst der Diözese Augsburg und ihrer Pfarrkirchenstiftungen. Sie folgt auf Otto Kocherscheidt. Der Vorsitzende Richter i.R. am Oberlandesgericht München hatte das Amt seit März 2010 inne. Im Rahmen der Übergabe des Ernennungsdekretes dankte Generalvikar Monsignore Harald Heinrich soeben der neuen Missbrauchsbeauftragen für ihre Bereitschaft, dieses für die Diözese Augsburg so wichtige Amt zu übernehmen. Dies sei ein wichtiger Moment. Otto Kocherscheidt habe in den vergangenen vier Jahren eine wertvolle Arbeit zur Aufarbeitung von Fällen sexuellen Missbrauchs und körperlicher Gewalt geleistet. "Durch Ihre Unabhängigkeit, Ihre Klarheit und Ihre große Präzision haben Sie den Opfern und auch dem Bistum einen äußerst wertvollen Dienst erwiesen", dankte ihm der Generalvikar.

Diözese Augsburg setzt Beschluss der Deutschen Bischofskonferenz um

Auftakt der Präventionsmaßnahme zum sexuellen Missbrauch

25.07.2011

Augsburg (pba). Die Deutsche Bischofskonferenz hat zum Schutz besonders der Würde und Integrität junger Menschen eine Rahmenordnung „Prävention von sexuellem Missbrauch an Minderjährigen“ herausgegeben. Die Umsetzung dieser Rahmenordnung hat sich die Diözese Augsburg zum Ziel gesetzt. Zunächst werden an insgesamt drei Tagen elf Multiplikatoren aus unterschiedlichen kirchlichen Arbeitsbereichen zur Prävention von sexuellem Missbrauch Minderjähriger ausgebildet. Heute war der Beginn der Präventionsmaßnahme der Diözese Augsburg unter der Leitung von Hubert Kohle, dem Leiter der Koordinationsstelle zur Prävention des sexuellen Missbrauchs des Bistums Augsburg.

Bischofskonferenz und Ordensobernkonferenz regeln die materiellen Leistungen der Kirche in Anerkennung des Leids

02.03.2011

Heute hat die Arbeitsgruppe Justiz des Runden Tisches „Sexueller Kindesmissbrauch“ der Bundesregierung zum Thema „Anerkennung des Leids der Opfer sexuellen Missbrauchs“ getagt. Da eine Regelung auf der Grundlage der Arbeit des Runden Tisches der Bundesregierung noch nicht absehbar ist und deshalb keine zeitliche Perspektive besteht, dass man den Opfern sexuellen Missbrauchs im Rahmen einer gemeinsamen Lösung helfen wird, sieht sich die katholische Kirche in der Verpflichtung, schon jetzt eine möglichst schnelle und unbürokratische Hilfe anzubieten. Wir verstehen die wachsende Ungeduld der Betroffenen.

Bereits am 30. September 2010 haben die Deutsche Bischofskonferenz und die Deutsche Ordensobernkonferenz als bisher einzige betroffene Institutionen dem Runden Tisch ein gemeinsam entwickeltes Leistungsmodell vorgestellt. Es ist in der Zwischenzeit präzisiert worden und kann jetzt zügig umgesetzt werden. So sehr die katholische Kirche an einer gesamtgesellschaftlichen Lösung interessiert ist, so sehr sieht sie sich jetzt in der Verpflichtung, in Fällen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger materielle Leistungen zu erbringen, bei denen eine Schmerzensgeld- oder eine Schadensersatzleistung aufgrund von eingetretener Verjährung rechtlich nicht mehr durchsetzbar ist.