Aufgabe des Priesterrates

Die Institution des Priesterrates wurde im Zweiten Vatikanischen Konzil gefordert als Gremium, dessen Mitglieder die Priester einer Diözese repräsentieren und den Bischof bei der Leitung der Diözese unterstützen. Das Kirchenrecht von 1983 schreibt die Errichtung eines solchen Rates in jeder Diözese vor.

Der Bischof hat im Priesterrat eine besondere Stellung: Er ist nicht Mitglied, beruft den Priesterrat aber ein, steht ihm vor und legt fest, über welche Themen gesprochen werden soll. Die Mitglieder können nur Priester, keine Diakone oder Laien sein. Sie können als gewählte, geborene oder ernannte Mitglieder ihr Amt ausüben, das in erster Linie einen beratenden Charakter hat. In einigen Punkten ist der Diözesanbischof verpflichtet, vor einer endgültigen Entscheidung den Priesterrat zu hören.

Der Priesterrat in der Diözese Augsburg zählt 33 Mitglieder. Er nimmt nicht die Standesvertretung der Priester wahr; diese obliegt dem Priester- und Diakonenverein.

Seit dem Eintritt der Sedisvakanz am 04. Juli 2019 besteht der Priesterrat nicht mehr (vgl. Can. 501 § 1 CIC).